Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Markus Michalak
Klar, dass ihr Kindergarten der St.-Ida-Kindergarten ist, das wissen alle 70 Kinder, welche die Einrichtung am Haverlandweg besuchen. Und dass sie lieb und gut ist, die Ida, das wissen die Jungs und Mädchen auch. Aber wer genau war denn nun die Ida, die dem Kindergarten ihren Namen gegeben hat? „Vor 60 Jahren gab es einmal ein Mosaik von der Heiligen Ida von Herzfeld am Kindergarten.
Aber durch einige Anbauten kann man das heute leider nicht mehr sehen“, erklärt Kiga-Leiterin Bianca Bröker. Gemeinsam mit Pastor Markus Trautmann hatte sie die Idee, die Schutzpatronin wieder sichtbar zu machen.
„Wir würden im Foyer des Kindergartens gern eine 50 Zentimeter hohe, holzgeschnitzte Figur aufstellen“, erläutert Trautmann. Ein Schnitzer aus Südtirol würde die Arbeit ausführen, die Skulptur würde dann auf eine Wandkonsole gestellt. „Die Heilige Ida wird meist mit einem Hirschen an ihrer Seite und einem Kirchenmodell im Arm dargestellt. Sie engagierte sich selbstbewusst für soziale Belange und schützte die Menschen in ihrer Umgebung vor staatlichen Repressalien“, erläutert Trautmann, der Eltern, Freunde und Förderer des Kindergartens bittet, sich mit einer Spende an dem Projekt zu beteiligen. „Alle Spender werden in der Nähe der Skulptur verewigt und natürlich stellen wir Spendenquittungen aus“, versichert Trautmann. Ideal wäre es, wenn die Figur der Heiligen Ida bis zu ihrem Namenstag, am Sonntag, 4. September, aufgestellt werden könnte.
Der Ida-Kindergarten plant im Jubiläumsjahr jede Menge Neues. So soll mit allen Generationen eine CD eingespielt werden, die alte und neue Kinderlieder enthält.. Die Minimusiker aus Münster helfen dabei. Außerdem ist der Austausch aller Spielgeräte auf dem Spielplatz geplant. „Wir wollen hier nur noch U3-taugliche Spielangebote haben“, verrät Bianca Bröker. Die alten Spielgeräte stammen aus den 80er-Jahren und sind durch die letzte Tüv-Prüfung gefallen.
Konto Kennwort „Heilige Ida“ VR-Bank Westmünsterland DE 64 4286 1387 2700 9531 00 oder Sparkasse Westmünsterland DE 79 40 15 4530 0018 0010 57
Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Lioba Autermann {multithumb}
Am Dienstag haben sich die Messdiener aus St. Antonius zum gemeinsamen Beisammensein getroffen. Zu Beginn wurde eine Messe mit dem Pfarrdechanten Markus Trautmann in der Bruder-Klaus-Kapelle in Merfeld gefeiert. „Dort wird nun zum ersten Mal überhaupt eine Eucharistiefeier gefeiert“, erzählte eine Anwohnerin begeistert. Während des Gottesdienstes wurde den Messdienern auch das Leben von Bruder Klaus nähergebracht. Danach erwartete die 20 Teilnehmer ein Grillbuffet. Zum Abschluss mussten die Krefelder bei einer Rallye kniffelige Fragen über das Dorf und die Kirchengemeinde beantworten, so eine Pressemitteilung.
In der Nacht zu Sonntag beschädigten unbekannte Täter die Marienstatue mit Jesuskind, die sich am Haupteingang der Sankt Agatha Kirche in Rorup befindet. Hierbei entfernten die Wüteriche den Kopf des Jesuskindes und schlugen der Marienstatue die Nase ab. Eine Nachsuche nach dem Kopf verlief bislang leider negativ. Angaben zur Höhe des Sachschadens liegen noch nicht vor. Hinweise nimmt die Polizei in Dülmen entgegen, Tel. 02594/7930.{multithumb}(Foto: Polizei)
Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Christina Hanenberg
Am morgigen Samstag kommen 20 Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 19 Jahren von einer, wie sie berichten, „spannenden und erlebnisreichen, aber auch anstrengenden spirituellen Radtour“ zurück nach Dülmen. „Der Weg führte uns durch schöne Landschaften von Dülmen über Dinslaken und Kempen bis zu unserem Ziel Kevelaer“, schreiben die Tour-Teilnehmer an die DZ.
Am Montagmorgen erhielt die Gruppe einen Reisesegen durch Pfarrdechant Markus Trautmann. Danach führte die Tour über Haltern, Dorsten und Hünxe nach Dinslaken. Dort übernachteten die Rad-Touristen in einem Pfarrheim. Am nächsten Morgen erfuhren die Dülmener einiges über die selige Schwester Maria Euthymia, welche dort viele Jahre im Krankenhaus wirkte.
Weiterlesen: Jugendliche radeln auf den Spuren von Thomas von Kempen
Die Dülmener Kirchengemeinde St. Viktor trauert um Diakon Jakob Schauß. Der beliebte Seelsorger starb in der Nacht zu Allerheiligen im Alter von 81 Jahren. Geboren 1935 in Ratingen, studierte Schauß nach dem Abitur in Bonn Theologie, dann in Neuß Geschichte und Erdkunde auf Lehramt. 1968 kamen er und seine Gattin Inge nach Merfeld, wo sie zunächst eine Dienstwohnung in der Merfelder Kardinal-von-Galen-Schule bezogen. Berufliche Stationen von Jakob Schauß waren in den folgenden Jahren die Kardinal-von-Galen-Schule Dülmen, die Städtische Realschule Dülmen sowie die Ernst-Immel-Realschule Marl.
Seit 1996 bereitete er sich auf die Diakonenweihe vor, die er im Jahre 2000 durch Bischof Reinhard Lettmann empfing. Zehn Jahre lang, bis 2010, wirkte Schauß als Diakon in den Gemeinden St. Antonius und St. Joseph, wo er zahlreiche Taufen, Trauungen und Beerdigungen vornahm und aktiv das Gemeindeleben mitgestaltete. Schon vorher war er viele Jahre im Pfarrgemeinderat aktiv, auch als Vorsitzender. Allseits geschätzt wurde seine stets gutmütige und offene Art. Seine Kontaktfreudigkeit kam nicht zuletzt in zahlreichen Reisen zum Ausdruck. Selbst in den langen Monaten seiner schweren Erkrankung, von seiner Frau liebevoll betreut, beeindruckte er jeden Besucher mit seinem fröhlichen und zufriedenen Wesen.
Das Requiem ist am Samstag, 5. November, um 9.00 Uhr in der Merfelder Kirche St. Antonius, anschließend die Beisetzung auf dem Merfelder Friedhof.
Bericht der Dülmener Zeitung, Falko Bastos
Rund 10.000 Arbeitstage war sie für die Kirchengemeinde St. Viktor im Einsatz. Am Sonntag wurde Pfarrsekretärin Annette Becker von ihrer Gemeinde nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet.
Pfarrer Markus Trautmann verglich ihr Engagement mit dem heiligen Josef, dem Schutzpatron der Kirche. „Im Hintergrund, aber stets präsent. Immer loyal und diskret.
Diese Worte bringen ihren Dienst auf den Punkt“, sprach er beim Gottesdienst. „Bitten wir Christus, dass noch viele Menschen von Ihrem Format seiner Kirche dienen“, fügte er hinzu.
Anschließend ging es zur Feier in die Räumlichkeiten des Anna-Katharinen-Stifts. Und Becker konnte sich vor Glückwünschen kaum retten. Zahlreiche langjährige Wegbegleiter, Kollegen und Gemeindemitglieder, nutzten die Gelegenheit, ihr für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. Pastoralreferent Christian Rensing tat dies im Namen der hauptamtlichen Mitarbeiter. Er schilderte einen typischen Tag im Leben der Pfarrsekretärin - mit ziemlich vielen Aufgaben und Telefonaten. Karl Schönhaus hatte die Lacher auf seiner Seite, als er mit Blick auf ihre ehemalige Arbeitsstätte, die jetzige IGZ-Baustelle, bemerkte: „Kaum bist du weg, tut sich die Erde auf.“
Anna Greß bedankte sich im Namen der Ehrenamtlichen und bezeichnete die Pfarrsekretärin als „wichtigste Person der ganzen Gemeinde“. Gemeindemitglied Jörg Czipull konnte sich eigentlich nie eine andere Sekretärin vorstellen, denn als Becker 1971 ihren Dienst antrat, war er noch nicht einmal geboren. Er verlas die Überschriften der Dülmener Zeitung vom Tag ihres Dienstbeginns. Über eine Zeitungsannonce in der DZ war sie damals auch an die Stelle gelangt.
Organist Christoph Falley sorgte für die musikalische Untermalung. „Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein“, sang er und dichtete selbst hinzu: „Es können auch Pfarrsekretärinnen sein“.
Annette Becker zeigte sich sichtlich gerührt von den warmen Worten zum Abschied: „Es ist eine tolle Sache, dass heute so viele Leute gekommen sind.“ Ihren Abschied sieht sie mit gemischten Gefühlen. „Ich weiß ja noch gar nicht, wie das ist, denn ich habe immer gearbeitet“, erklärte sie.
Jetzt will sie erst einmal Urlaub machen und „den Ruhestand in Ruhe auf mich zukommen lassen“.
Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Muddemann
Die Bedingungen für Gemeindefest und Erntedankmesse im Roruper Park hätten nicht besser sein können. Die Sonne strahlte vom blauen Himmel, die Landjugend und viele fleißige Helfer hatten für eine schöne Dekoration gesorgt und auch einen Altar aus Heuballen gebaut. Die Messe selbst war sehr gut besucht:
Nicht nur Bannerabordnungen aus allen Gemeindeteilen waren gekommen, sondern auch Hunderte Gläubige. Zum Anfang des Gottesdienstes brachten Kindergartenkinder die Gaben zum Altar, später dann waren es die Landjugendlichen. Ein Chor aus den verschiedenen Kirchenchören sorgte für einen feierlichen Rahmen.
Auch Bürgermeisterin Lisa Stremlau war gekommen. Sie lobte die gemeinsame Erntedankfeier und stellte sich selbst die Frage, was sie an diesem Tag mitnehmen würde. „Es ist die Dankbarkeit, die Dankbarkeit, dass die meisten hier gesund sind, und die Dankbarkeit, dass es uns doch ganz gut geht“, so Stremlau. Auch Stephan Schulze Mönking vom Landwirtschaftlichen Ortsverein betonte, dass das Erntedankfest in die Mitte der Gemeinde und der Gesellschaft gehöre.
Im Anschluss lud Robert Wulf alle ein, den Tag noch gemeinsam beim Gemeindefest im Park zu verbringen. Hier wurde einiges geboten: So gab es Stände, die über Landwirtschaft früher und heute informierten, sowie im Kindergarten ein Märchenerzählzelt, und für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Viele engagierte, fleißige Helfer sorgten zudem für einen reibungslosen Verlauf des Gemeindefestes.
Bericht der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy
Ungewohnter Arbeitseinsatz für Pfarrer Markus Trautmann: Der leitende Pfarrer der Großgemeinde St. Viktor bewährte sich gestern als Kellner, der volle Bier- und Getränkegläser an Gäste verteilte und leere wieder einsammelte. So wie er waren auch die anderen hauptamtlichen Mitarbeiter der Gemeinde - vom Seelsorger bis zur Sekretärin - rund um die Kirche St. Mauritius als Gastgeber im Einsatz.
Tische und Bänke waren dort aufgestellt worden, es gab einen Getränkestand, Spielmöglichkeiten für Kinder und nicht zu vergessen ein großes Zelt, in dem gebrutzelt wurde. Im Mittelpunkt des Dankeschön-Tages standen die vielen ehrenamtlichen Helfer der Gemeinde.
Sie sollten sich kulinarisch verwöhnen lassen und in entspannter Atmosphäre gesellige Stunden verbringen. Der Burgplatz mit der Kirche bot dazu eine stimmungsvolle Kulisse, die bei strahlendem Sonnenschein noch einladender wirkte.
Rund 200 Ehrenamtliche waren der Einladung der Gemeinde zum Dankeschön-Fest gefolgt. Sie sind in ganz unterschiedlichen Feldern aktiv, in der Kommunionkatechese ebenso wie in der Kirchenmusik, in der Raumpflege, in Messdienergruppen, bei den Pfadfindern, in kirchlichen Gremien oder in der Arbeit mit Flüchtlingen, nannte Trautmann einige Einsatzgebiete.
Insgesamt, so sagte er, gebe es über 1000 ehrenamtlich Engagierte in der Großgemeinde St. Viktor.
Begonnen hatte das Dankeschön-Fest mit einem spirituellen Impuls in der Kirche St. Mauritius.
Trautmann las aus dem Brief des Paulus an die Kolosser vor. Ein Text, den sich viele Brautleute zur Hochzeit oder zum Ehejubiläum auswählen, der aber das Ideal des Lebens in der Glaubensgemeinschaft beschreibt.
Paulus mahnt an, einander in Geduld und Liebe zu begegnen. Auch Pfarrer Trautmann hatte eine Bitte an die Gäste: „Gehen Sie auf andere zu, die Sie noch nicht kennen, kommen Sie miteinander ins Gespräch“, wünschte er sich ein frohes Miteinander, auch über die früheren Gemeindegrenzen hinweg.
Und trotz aller Arbeit blieb auch für den Pfarrer und das Seelsorgeteam genügend Zeit, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen und einander besser kennen zu lernen.
Bericht der Dülmener Zeitung Patrick Hülsheger
Zum zweiten Mal nach 2012 trug Dülmens erste stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup das Kreuz durch die Straßen der Stadt. Um 5 Uhr früh am Ostersonntag hatten sich rund 100 Christen beider Konfessionen um das Osterfeuer auf dem Marktplatz versammelt. Am lodernden Feuer wurden die Osterkerzen der St. Viktor- und der Evangelischen Kirchengemeinde angezündet und das Licht an die Gläubigen weitergegeben.
Mit Kerzen und Glocken bestückt, führte die Prozession durch die Straßen der Stadt. Der Brauch, dass das Kreuz vom Bürgermeister getragen wird, geht zurück auf das Jahr 1382. Damals hatte die Pest alle Geistlichen der Stadt hingerafft und der damalige Bürgermeister hatte die Prozession angeführt. Zurück auf dem Marktplatz versammelten sich die Gläubigen erneut rund um das Osterfeuer. „Es ist ein Brauch aus dem Mittelalter, der aufrecht erhalten bleibt“, sagte Holtrup. Sie dankte allen Helfern, die sich um die in Dülmen lebenden Flüchtlinge kümmern. „Ostern soll uns ermuntern, für die Gesellschaft und Menschen in Not einzustehen“, so Holtrup. Im Anschluss an die Prozession wurden in der Christus- und Viktorkirche Gottesdienste gefeiert.
Schlicht und klar: So präsentiert sich eine gläserne Gedenkplatte, die nun in St. Jakobus im hinteren Teil der Kirche hängt und passend zu Herpers Weihetag enthüllt worden ist.
„Ich bin dankbar dafür, dass ich als armseliges Werkzeug der Barmherzigkeit Gottes so lange für die Gemeinde Karthaus da sein durfte.“
Dieses Zitat des 2014 verstorbenen Seelsorgers Mathias Herpers ziert die kleine Platte, die im Rahmen der Gemeindemesse unter Mitgestaltung des Kirchenchores am Montag, 1. Februar, feierlich von Pfarrer Dieter Hogenkamp geweiht worden ist. Zugleich sieht man das Konterfei von Mathias Herpers, der fast 50 Jahre auf der Karthaus als Pfarrer wirkte.
Bericht der Dülmener Zeitung, Ulla Bönig
Brennende Kerzen, frisch geschmückte Gräber und Lieder des St.-Joseph-Chors unter der Leitung von Thomas Drees, sorgten am Dienstagnachmittag, dem Tag Allerheiligen, auf dem Waldfriedhof für eine besondere Stimmung. An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche nicht nur der heilig gesprochenen Frauen und Männern, sondern aller Verstorbenen, die ihren Glauben gelebt haben. Die zahlreichen Besucher erlebten eine besondere Andacht.
Denn nicht nur der Toten sollte gedacht werden, sondern die historischen Gebeine, die im Bereich des Kirchplatzes bei den archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden, sollten neu beigesetzt werden. „Das Sterben gehört zum Leben, und Gott ist ein Gott der Lebenden,“ so Pfarrer Markus Trautmann in seiner Ansprache.
Nach Texten von Dr. Anselm Grün, vorgetragen von Erik Potthoff, segnete Trautmann das Grab mit den historischen Gebeinen.
Die Besucher wurden eingeladen, an dem offenen Grab vorbeizugehen und Erde auf die Gebeine zu werfen, um ihre Verbundenheit zu zeigen.
Nach einem gemeinsam gesungenen Lied gingen Pfarrer Trautmann, Pater Binish Arakal von der Gemeinde St. Viktor und Diakon Georg Schoofs von der Gemeinde Heilig Kreuz über den Friedhof und segneten die Gräber.
Über 60 Interessierte hatten sich am Abend des 26. August zum 5. Spirituellen Dülmener Stadtgang eingefunden, den die FBS Dülmen in der warmen Jahreszeit einmal im Monat anbietet. Diesmal ging es zum Waldfriedhof, wo neuerdings eine Info-Tafel über den Namensgeber der „Bischof-Kaiser-Straße“ Auskunft gibt. Nach einem Gang zu den Priestergräbern des Friedhofs fand in den Räumlichkeiten der Friedhofshalle die Vorstellung einer neuer Internet-Plattform statt.
Diese informiert künftig über das Leben von Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993) sowie über das Wirken der von Bischof Kaiser 1961 ins Leben gerufenen „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“. Aus ihren Reihen konnten im Rahmen des Spirituellen Stadtgangs zwei Gäste aus dem fernen Peru begrüßt werden: Während Schwester Flavia die Enthüllung der Info-Tafel vornahm, setzte Schwester Inmaculata den nötigen Mausklick, damit die neue Website "www.bischof-friedrich-kaiser.de" online gehen konnte.
Bericht der Dülmener Zeitung von Kristina Kerstan / Foto: Anja Ruffer
Ein Pfarrer, zwei Pfarrsekretärinnen, drei Pastoralreferenten, - sie alle rücken im Erdgeschoss des Pfarrhauses St. Joseph bald deutlich enger zusammen. Und das aus einem sehr guten Grund: So soll in der ersten Etage Platz geschaffen werden für eine Flüchtlingsfamilie.
Mitte Dezember war die Idee aufgekommen, Flüchtlinge im Pfarrhaus unterzubringen. Pfarrdechant Markus Trautmann sieht das auch als ein Zeichen der Pfarrgemeinde. „Man kann mit relativ wenig Aufwand, schnell und effektiv etwas schaffen“, betont der Seelsorger.
Im Obergeschoss des Pfarrhauses an der Joseph-Heiming-Straße habe sich eine frühere Gästewohnung befunden, erläutert er weiter. Nach dem Umzug des Büros von St. Viktor, das während der Bauzeit für das Intergenerative Zentrum in St. Joseph untergekommen ist, hatten die drei Pastoralreferenten Christian Rensing, Christiane Zirpel und Michael Wichmann dort ihre Büros eingerichtet. Jetzt wird das Trio erneut umziehen, und zwar ins Erdgeschoss.
Dort laufen in dieser Woche die Umbauarbeiten. „Ein Teil meiner Privatwohnung wird abgebunden“, berichtet Trautmann. So wird Platz geschaffen für die Büros der Pastoralreferenten. Die neuen Wände im Flur sind bereits gezogen, Anstreicher und Elektriker kommen noch. Ein Großteil der Arbeiten soll in dieser Woche laufen.
Die Wohnung selbst ist bereits mit einem Bad samt Dusche sowie einer kleinen Küchenzeile ausgestattet und muss nun noch weiter möbliert werden. Geplant ist, dass die Flüchtlingsfamilie zum 1. Februar einziehen kann, erläutert Pfarrsekretärin Anja Ruffer. Finanziert werde der Umbau durch das Bistum Münster, ergänzt Trautmann.
Am Samstag feierten die Hausdülmener das Fest der Grundsteinlegung ihrer St. Mauritius-Kirche (erbaut 1954/55). In seiner Predigt betonte Br. Leo, dass es nicht auf die Steine ankommt, sondern auf die Menschen, die – wie Paulus es in 1Kor 3,9 sagt – „Gottes Bau“ sind. Sie bauen weiter auf dem Grund, der gelegt ist, Jesus Christus. Ein aktuelles Kirchenfoto von St. Mauritius zeigt also zu Recht nicht die Steine sondern einige dieser Menschen. {multithumb}
Foto: Lilli Lehmüller
Bericht der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy / Foto: Dülmener Zeitung
Hinter dem Rathaus kommen weitere Relikte aus der Dülmener Stadtgeschichte zum Vorschein
Nach gut einem Jahr gehen die Grabungen des Archäologen Dr. Gerard Jentgens und seines Teams auf dem Areal des künftigen Intergenerativen Zentrums (IGZ) zwischen Rathaus und Kirche ihrem Ende entgegen. Herausragend waren der Fund der 1200 Jahre alten Glockengussgrube und der spätmittelalterlichen Knochenschnitzerwerkstatt zu Beginn des Jahres, macht Dr. Hans- Werner Peine von der LWL-Archäologie Westfalen deutlich, dass die Erwartungen der Experten bei Weitem übertroffen wurden.
In den vergangenen Wochen hat das Team um Gerard Jentgens auf dem Gelände hinter dem Rathaus weitere Relikte aus Dülmens Vergangenheit freigelegt.
So etwa die Überreste eines Fassbrunnens aus dem 13./14. Jahrhundert, bei dem die Wände des Brunnens von einem Fass stabilisiert wurden. Sehr schön ist an der dunklen Färbung des Bodens zu sehen, wo die feinen Metallreifen des Fasses lagen, macht Jentgens auf einige Besonderheiten aufmerksam. Der Brunnen gehöre zu einer spätmittelalterlichen Hausstelle, erklärt der Experte. Zahlreiche Keramikfunde belegen das. Ganz nahe beim Fassbrunnen wurden Kellerräume eines Dülmener Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert freigelegt. Die Kellertreppe und ein Teil des in Stein gefassten Eingangs sind selbst für den Laien unschwer zu erkennen.
Auf dem Areal des früheren Kindergartens und Jugendheims der Gemeinde St. Viktor sollen demnächst die Grabungen beginnen. Die IGZ-Bauarbeiten werde das nicht behindern, versichert Jentgens, da auf diesem Teil des Geländes erst sehr viel später Baufahrzeuge anrücken.
Bereits jetzt sind die Bauarbeiter auf dem Gelände mit Verankerungsarbeiten für den IGZ-Bau beschäftigt. In die Quere kommen sich Wissenschaftler und Bauarbeiter offensichtlich nicht.
Gestartet wurde um 11.45 Uhr am Bahnhof in Dülmen. In Münster angekommen, machte sich die Gruppe über einen ausgedehnten Fußweg zum Borromäum (Priesterseminar), wo zunächst auf dem Außengelände ein Picknick in gemütlicher Runde stattfand.
Für die jungen Teilnehmer hielten Jugendliche Spiele bereit, derweil die Erwachsenen klönen konnten und auch Informationen zum Tag erhielten.
In zwei Blöcken wurden für alle Wallfahrer im Anschluss Domführungen angeboten. So gab es zum Beispiel Führungen für Vorschulkinder, Schulkinder und Erwachsene in und um den Dom und Themenführungen zur Domschatzkammer und Sakristei. Letztere übernahm der ehemalige Küster von St. Viktor und jetzige Domsakristan Albert David. Der Blick hinter die Kulissen war nicht nur für die Erwachsenen interessant. Denn: „Die vielen Geheimgänge und -räume waren spannend“, berichtete später der elfjährige Mika.
Im Borromäum konnten sich zwischendurch alle Teilnehmer bei einer Kaffeetafel stärken.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Eucharistiefeier im Dom, die von Pfarrer Markus Trautmann zelebriert wurde. Zahlreiche Kinder wirkten als Vorbeter und Messdiener bei der Gestaltung der Messe mit. In seiner Predigt stellte Trautmann überzeugt fest, dass alle praktizierenden Katholiken im Bistum mindestens einmal in ihrem Leben den Paulusdom besucht haben.
„Es war ein durch und durch gelungener Tag. Alle Teilnehmer kehren glücklich und zufrieden nach Hause“, lautete am Ende das Fazit von Mitorganisatorin Mariele Pelz auf der Rückfahrt nach Dülmen.
Insgesamt 140 kleine und große Wallfahrer folgten der Einladung der Gemeinde St. Viktor zum Familientag rund um den Paulusdom in Münster. Es waren alle Generationen bei dem Ausflug vertreten, die jüngsten Teilnehmerinnen waren drei Jahre, der älteste zählte 82 Jahre.Bereits zum siebten Mal veranstaltete der Emmerick-Bund e. V. für alle Erstkommunionkinder der Dülmener Kirchengemeinden eine Wallfahrt zum Grab der Seligen Anna Katharina Emmerick.
Etwa 220 Kommunionkinder haben sich heute von der Viktorkirche zur Heilig-Kreuz-Kirche aufgemacht, um dort einiges über das Leben und Wirken von Anna Katharina zu erfahren. Zu Beginn wurde allen Kindern eine Emmerick-Medaille als Wegbegleiter überreicht.
Nach einer kurzen Einstimmung in der Viktorkirche pilgerten die Kinder gemeinsam zur Heilig-Kreuz-Kirche, wo ihnen die Geschichte der Seligen von Clemens Brentano (Pastoralreferent Christian Rensing) und Anna Katharina Emmerick (Pastoralreferentin Ursula Bennecker-Altebockwinkel) näher gebracht wurde. Danach fanden sich die jungen Pilger am Emmerick-Grab ein, um gemeinsam zu beten.
Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer im Pfarrheim zu einem gemeinsamen Picknick, wo auch an einem kleinen Stand Emmerickbücher und -devotionalien zum Kauf angeboten wurden.
Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
Stehende Ovationen am Ende des Musicals von Anna Katharina Emmerick, aufgeführt durch die AG „Schule macht Kirche“. Und den Applaus hatten sich die Kinder verdient. Die Klassen eins bis drei stellten das Leben der Emmerick dar. Emmerick wurde in dem Musical immer größer, und wurde von drei Mädchen dargestellt. Die erste Anna Katharina Emmerick mimte Greta Sudmann, und als sie sich am Kreuz hinkniete und die Hände faltete, war das ein bewegender Moment.
Es passte einfach alles, die Musik, die Schauspielkunst der Kinder und auch die Kleidung. Die Kinder im Nonnengewand, oder auch der Bauer und die Mägde. Einstudiert wurde das Musical von Sonja Arning und Ulrike Kaul. „Wir sind ganz stolz auf eure Leistung“, so Arning. Mia Bonekamp hatte am Ende der Aufführung noch eine Überraschung für alle. Der Ururopa von Mia hatte damals einen Sarg für Anna Katharina Emmerick gebaut. Wiederum ihr Uropa baute dann einen weiteren Sarg für die Selige. Und hatte gesagt, dass man das gesegnete Holz nicht weg schmeißen dürfe. Aus diesem Holz sind kleine Kreuze entstanden, und Mia übergab jedem Kind am Ende des Musicals ein Kreuz. Eine schöne Geste.
Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Louis Rauert
Viel ist nicht mehr übrig geblieben von den Worten des seligen Clemens August Graf von Galen, die am 4. August 1941, zum 50-jährigen Jubiläum der Benediktinerinnen im Kloster Hamicolt bei Rorup, durch selbiges hallten. Für Pfarrer Markus Trautmann kein Wunder: „Dass er ein Manuskript angefertigt hatte, halte ich für unwahrscheinlich, der Anlass war einfach zu gering. Deshalb sprach der damalige Münsteraner Bischof vermutlich frei.“ {multithumb}
Ein einziges Zitat über die nationalsozialistischen Übergriffe auf das kirchliche Leben („Der Herr hat einst den Sturm auf dem Meere gestillt. Betet, dass er diesen Sturm bald beendet!“), das wohl einzige wörtliche seines Besuchs, konnte Trautmann in der im Bistumsarchiv gelagerten Klosterchronik allerdings noch aufstöbern.
Ebenso ein Bild, das den „Löwen von Münster“ in Begleitung von Rorups ehemaligem Pfarrer Ebbert sowie den Rektor des Hauses zeigt. Dieses Foto wurde auf DIN-A1-Format vergrößert und am Sonntagabend im Rahmen der Gedenkfeier, 75 Jahre nach dem Besuch von Galens in Hamicolt, in der Klosterkirche aufgehängt.
Gemeinsam mit den Schwestern der Gemeinschaft des neuen Weges vom heiligen Franziskus, die heute das Gebäude bewohnen, hielt Trautmann im Rahmen der Gedenkfeier eine kleine Andacht. Man wolle an das Leben von Galens und an die Visite im August 1941 und die durch den Russland-Feldzug im Juni und den Bombenangriff auf Münster im Juli ohnehin aufgewühlte Zeit des Jahres 1941 erinnern. Zahlreiche Ordenshäuser in der Umgebung waren damals enteignet und zu Lazaretten umfunktioniert wurden - nicht so in Rorup, Kloster Hamicolt galt aufgrund sehr enger Flure als ungeeignet.
Das sei auch die Zeit des Bischofs gewesen, so Trautmann. Besonders mit seinen drei berühmten Predigten in der St.-Lamberti- und der Liebfrauen-Überwasserkirche am 13. und 20. Juli und am 3. August 1941, nur einen Tag vor dem Besuch in Rorup, in denen er unter anderem die Willkür des Regimes, anmaßende Übergriffe im seelischen und pädagogischen Bereich sowie die systematische Deportation von Geisteskranken in die Vernichtung thematisierte, habe der spätere Kardinal für Aufsehen gesorgt und, wie Papst Johannes Paul II 1987 betonen sollte, „in einer Zeit der Lüge Zeugnis abgelegt für die Wahrheit“.
Bericht der Dülmener Zeitung, Milena Michalak / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
Ein bunter Einzug mit Fahnenträgern verschiedener Gemeinden und Schützenvereine, eine gefüllte Kirche und ein imposanter Chor: Die Verabschiedung von Diakon Robert Schüttert in der St.-Joseph-Kirche war eindeutig kein Trauer-, sondern ein Festtag. „Die Texte der Liturgien erzählen im Moment vom Ende der Zeit. Von Chaos und Ratlosigkeit, und vor allem davon, wie wir das mit Jesus schaffen können. So besteht auch heute kein Grund zur Untergangsstimmung, wenn wir unseren Diakon verabschieden.
Das ist kein Volkstrauertag, sondern ein Tag der Dankbarkeit.“ So begrüßte Pfarrer Markus Trautmann die Gemeinde und Robert Schüttert.
Dessen Worte sollten später besonders berühren. Vor 15 Jahren als Diakon eingeführt, verabschiedete er sich von der Gemeinde mit Erinnerungen und Dankbarkeit. Der Wanderstab, den er damals symbolisch als Stütze und Halt geschenkt bekam, habe ihn immer begleitet, und der damals noch leere Proviantbeutel habe sich im Laufe der Jahre mit vielen freudigen, aber auch traurigen Ereignissen gefüllt. „Ich schaue zurück auf viele Feiern zu Ehejubiläen, berührende Taufgespräche mit jungen Eltern, tragische Schicksalsschläge, die ich in der Notfallseelsorge miterlebte, und die Tage, in denen ich als Ansprechpartner den Merfelder Kindergarten besuchte. Da habe ich es den Kleinen gerne verziehen, wenn sie mich immer wieder als Herr Pastor begrüßten.“
Und auch wenn der Diakon nun offiziell nicht mehr angestellt ist, versicherte der 75-Jährige immer wieder, dass er der Gemeinde für immer verbunden bleiben wird und der Wanderstab seinen Ehrenplatz an Schütterts Schreibtisch behalten wird. „Meine Zeit als Diakon hat meinen Lebens- und Glaubensweg in jeder Hinsicht bereichert“, fasste er zusammen.
Aber auch Robert Schüttert bereicherte die Gemeinde. So las die Pastoralreferentin Ursula Benneker-Altebockwinkel einige Aussagen über ihren langjährigen Kollegen, die aus den Reihen der Gemeindemitglieder stammten, vor. So habe sich der Diakon immer für den konkreten Menschen interessiert, niemanden übersehen, nahm sich für jeden Zeit und packte immer mit an. „Mutter Theresa hat mal gesagt: Wenn Du etwas Schönes für Gott tun willst, wende Dich einem Menschen zu, der Dich braucht. Genau das hast Du uns immer vorgelebt, und diese Eigenschaft werden wir auf ewig an Dir schätzen“, bedankte sich Benneker-Altebockwinkel.
Auch die Fürbitten passten: Die Gemeinde bat für alle, die von Schüttert im Laufe der Jahre getauft, getraut und beerdigt wurden. Denn insgesamt blickt der in den Ruhestand gegangene Diakon auf über 500 Taufen und 600 Beerdigungen zurück.
Abschließend ließen die Gäste den Gottesdienst bei einem Empfang im Pfarrheim ausklingen, bedankten sich persönlich und erinnerten sich an die ganz persönlichen Momente, die sie mit Robert Schüttert erlebt hatten.
Über 100 Sternsinger der Gemeindeteile St. Joseph und St. Viktor sind am Samstagmorgen, 20. Februar, der Einladung zu einem Dankeschön-Tag im Joy'n Us gefolgt. Etwa 20 Kinder haben sich im Bowlen gemessen, während die restlichen Kinder sich im Dragonpark ausgetobt haben.
Die Sternsinger haben Anfang Januar 15.647 Euro für Kinder in Bolivien gesammelt. Für diesen tollen Einsatz gilt hier nochmals allen Sternsingern ein großes Dankeschön!
Foto: Patric Tomas Pereira