Eine dreistündige Messe im Freien, ein Geschenkewettbewerb und eine Prozession mit der Figur der Mutter Gottes – in seinem indischen Heimatdorf Veerapalli ist Pater Charly Mitta mit anderen Weihnachtstraditionen aufgewachsen, als die in Deutschland üblichen. Vor vier Jahren kam er nach Dülmen. „Hier wird auch die Adventszeit gefeiert beispielsweise mit Weihnachtsmärkten. Das gibt es in Indien so nicht“, erläutert der 39-Jährige. „Viele christliche Rituale sind aber gleich.“
Aufgewachsen ist er in dem Dorf Veerapalli in Südindien, das vor 90 Jahren von christlichen Missionaren gegründet wurde. Heute leben 300 Familien dort. Das ganze Dorf feiert an Weihnachten mit und die Häuser sind festlich geschmückt. Ähnlich wie in Deutschland finden die Hauptfeierlichkeiten auch an Heiligabend statt. In der Durchführung gibt es aber große Unterschiede: Ganze drei Stunden lang ist die Messe mit einer 1,5-stündigen Predigt. Zusätzlich gestaltet wird die Messe durch Musik und Gesang und unter anderem mit Trommeln unterstützt. Zuvor findet ein Krippenspiel statt, das die Jugendlichen durchführen. „Es sind so viele dabei anwesend, dass der Platz in der Kirche nicht ausreichen würde und die Messe deswegen draußen stattfindet“, beschreibt der Pater. Bei hohen Temperaturen von bis zu 35 Grad ist das Frieren dort ausgeschlossen.
Nach der Messe küssen alle Anwesenden die Figur des neugeborenen Jesus und erhalten einen Segen. Anschließend veranstaltet die Gemeinde eine Prozession mit der Maria-Figur durch das ganze Dorf. Dabei wird gesungen und getanzt. Auch Angehörige anderer Religionen wie beispielsweise Hindus kommen zu diesem Teil der Weihnachtsfeierlichkeiten. Der Heiligabend bildet den Höhepunkt des Weihnachtsfestes. „Am nächsten Tag sind dann alle müde“, schmunzelt Charly Mitta. Am meisten gefällt ihm, dass gemeinsam gefeiert wird. „An Weihnachten kommen alle zusammen und kochen, reden und essen gemeinsam. Das ist großartig“, sagt er.
Das Essen spielt eine große Rolle. Meistens gibt es ein Reisgericht mit Fleisch. Vorfeld werden außerdem Lebensmittel gesammelt und diese werden am ersten Weihnachtstag vor der Kirche gemeinsam verkocht und als Gericht ausgegeben – vor allem an arme Menschen. Die Kinder wünschen sich hauptsächlich neue Kleidung zu Weihnachten und die Eltern geben ihr Bestes diesen Wunsch zu erfüllen. Nicht immer haben sie dafür jedoch genug Geld. „Das finde ich in Deutschland schön, dass jeder ein Geschenk bekommt“, sagt Charly Mitta.
Eine besondere Möglichkeit an ein Geschenk zu kommen gibt es aber in Veerapalli: In der Vorweihnachtszeit findet ein Wettbewerb statt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Spielen ihr Können unter Beweis stellen und als Gewinner an Heiligabend ein kleines Präsent erhalten. Die Spiele variieren je nach Alter und Geschlecht. So balancieren die Frauen beispielsweise mit einem Löffel eine Flüssigkeit, ohne sie zu verschütten oder fädeln möglichst schnell Garn in eine Nadel ein. Für die Männer stehen eher sportliche Wettkämpfe wie Rennen oder Volleyball auf der Tagesordnung.
„Nicht überall in Indien wird jedoch so Weihnachten gefeiert wie bei uns im Dorf. Es gibt große Unterschiede je nach Gegend“, betont der Pater. Und so wie er es aus seiner Kindheit gewöhnt ist, wird das Dorf in diesem Jahr auch leider nicht feiern können. Nicht nur die Corona-Pandemie hat für Veränderungen und verstärkte Armut gesorgt. Nach einer großen Dürre gab es in diesem Jahr Überschwemmungen, die den Bewohnerinnen und Bewohner große Schwierigkeiten bereiten.
Keller Pins vollständig freigelegt.
Am Freitag vor dem 4. Advent wurde noch einmal schweres Gerät am Anna-Kindergarten aufgefahren: Um den archäologischen Fund „Keller Pins“ für das nach Weihnachten beginnende Wirken der Bauhandwerker vorzubereiten, wurden die noch vorhandenen Mauerstümpfe nun erstmals vollumfänglich freigelegt. Dabei kamen historische Holzbohlen zum Vorschein, die einst den Fußbodenbelag bildeten. „Diese Bretter wird man auf Dauer nicht erhalten können“, erklärt Archäologe Dr. Gerard Jentgens. „Der Fußboden wird künftig mit gebrannten Fliesen ausgelegt werden.“ Überrascht zeigten sich die Ausgräber von einer unerwarteten Mauernische an der Ostwand des alten Kellergeschosses aus dem 18. Jahrhundert. „Wir werden bald noch einmal neu und dann endgültig entscheiden müssen, welchen Ausschnitt das archäologische Bodenfenster dem Betrachter präsentieren wird“, erklärt Pfarrer Markus Trautmann. „Vom Gehweg aus wird die Blickachse noch günstiger ausfallen als bisher vermutet.“ Und noch eine archäologische Erkenntnis gilt es zu vermelden: Aus der Zeit der Pfadfinderkellers in den 1950er Jahren wurden Reste von Illustrierten und einige Saftflaschen ans Tageslicht befördert, ferner einige Eierkohlen aus dem Heizöfchen der Büchereibaracke. – In den nächsten Tagen wird eine provisorische Abdeckung aufgebaut, damit über die Jahreswende die Grabungsstelle trocken bleibt.
Fotos: Petra Hagemann
Weitere Sternsinger sehr willkommen!
Im Neuen Jahr werden die Sternsinger endlich wieder in Dülmen durch die Straßen ziehen und in diesen schwierigen Zeiten mit ihrem Segen für die Menschen ein wichtiges Zeichen setzen: Für Hoffnung, Zuversicht und Zusammenhalt.
In diesem Jahr unterstützen die Sternsinger mit den gesammelten Spenden besonders Gesundheitsprojekte für Kinder in Afrika.
Am Freitagnachmittag und Samstagmorgen fanden in St. Joseph für die Sternsinger der Gemeinden St. Viktor und St. Joseph die ersten Vorbereitungstreffen statt. Dabei sind die Kinder eingekleidet und mit Kronen und Texten ausgestattet worden.
Das Hygienekonzept der Sternsingerverantwortlichen fand breite Zustimmung unter den angemeldeten Familien.
Kinder bis 16 Jahre können mit einem negativen Testergebnis am Sternsingertag und Begleitpersonen ab 16 Jahren unter der 2 G Regel teilnehmen.
Das Sternsingerteam würde sich über weitere Sternsinger freuen, die diese Aktion am Freitag, den 7. Januar oder Samstag, den 8. Januar mit Ihrem Einsatz unterstützen.
Interessierte Familien und Kinder können sich gerne an Pastoralreferent Christian Rensing unter der Tel. 01578-0875474 oder per Mail:
Foto: Vorbereitungstreffen in der Josephskirche am Freitagnachmittag beim Einkleiden mit den Familien Lewe und Kohlschein. Christian Rensing
Die KFD St. Viktor besuchte am 12. Dezember die KFD Ahrweiler und überreichte dort eine Spende von 4000 €. Die Spende setzt sich zusammen aus dem Erlös des Kleidermarktes, Kollekte und sonstigen Spenden. Allen recht herzlichen Dank!
Bilder, Gespräche und Emotionen haben die KFD-Gruppe an diesem Tag sehr beeindruckend.
Es gibt noch viel zu tun, aber die KFD Frauen waren voller Zuversicht und Stolz auf ihren Zusammenhalt.
„Flaggen-Appell“ an der Dülmener Viktorkirche.
Unter strahlend-schönem Himmel kamen am Freitagvormittag, 10. Dezember, rd. 20 Vertreter aus dem öffentlichen Leben von Dülmen zusammen, um einem besonderen Ereignis beizuwohnen: Vor ihren Augen erklomm Ralf Lux, Hausmeister im intergenerativen Zentrum „einsA“, eine Leiter und brachte in luftiger Höhe an der Außenwand von St. Viktor ein farbenfrohes Fahnentuch an. Die Flagge mit dem traditionellen jüdischen Trinkspruch „Auf das Leben!“ soll an die vielfältige Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland erinnern. Das ist auch das Anliegen eines eigenen Gedenkjahres, das unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Steinmeier steht. Denn am 11. Dezember ist es genau 1700 Jahr her, dass der römische Kaiser Konstantin ein Edikt erließ, nach dem fortan die römischen Städte Juden in ihren Verwaltungen (Kurien) beschäftigen durften. Da diese Neuregelung auch für das rheinische Köln galt, gilt dieses Datum im Jahre 321 als ältester Beleg jüdischen Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Der kleine Festakt an der Lüdinghauser Straße wurde musikalisch von Kirchenmusiker Christoph Falley mit dem Alt-Saxophon begleitet. Pfarrer Markus Trautmann hielt eine Ansprache, in der er die Gedanken von Theodor Heuss zu den drei „abendländischen Hügeln“ mit dem Dülmener „Gründungshügel“ in Verbindung brachte. Pastoralreferent Christian Rensing rezitierte engagiert das provokante Gedicht „Sehnsucht nach der Fremde“ von Heinrich Heine; Pfarrer Gerd Oevermann trug Psalm 8 („Die Würde des Menschen“) vor.
Zur Ansprache von Pfarrdechant Markus Trautmann >>>
Fotos: Christian Rensing
"Im Bündel des Lebens" – so lautet der Titel der neuen Publikation: Es geht um das Einsammeln und Zusammentragen, um das Verbinden und Verknüpfen. In diesem Sinne wird in dieser Broschüre quasi ein Geflecht bzw. ein Gewebe von über 100 Texten und über 200 Bildern vorgestellt, in denen die unterschiedlichsten Themenstränge und Gedankenlinien zusammenkommen: Immer geht es um jüdische und alttestamentliche Spuren in Dülmen – als materielle oder ideelle Erinnerungen; als altvertraute oder ganz überraschende Erkenntnisse; mit religiösen oder profanen Bezügen; in visuellen oder literarischen Gestalten; mit historischen oder aktuellen Bedeutungen; in jüdischen oder christlichen Interpretationen. Die vielfältigen Themen, Texte und Abbildungen sind im Verlauf der Darstellung in insgesamt zehn verschiedene, immer wiederkehrende Rubriken aufgeteilt, die sich jeweils durch eine andere farbige Umrandung erkennen lassen.
Herausgeber: Pfarrei St. Viktor
ISBN: 9783000708114
68 Seiten, Preis: 3 Euro
Es war eine Premiere: Erstmals kooperierten der Verein Ex libris und die Gemeinde St. Viktor, und zwar bei einem literarisch-musikalischen Abend. „Wir wollten die Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht einmal anders aufziehen und wollten durch die Texte von jüdischen Autoren an das jüdische Leben erinnern“, so die Ideengeber Markus Trautmann und Florian Kübber. „Es sollte aber auch gezeigt werden, dass die Texte der Autoren immer noch aktuell und in der Gesellschaft verwurzelt sind.“ So trugen Pfarrerin Susanne Falcke, Bürgermeister Carsten Hövekamp sowie Ellen Terhorst, Berthold Büning und Petra Toppmöller Texte von Heinrich Heine, Stefan Zweig, Marga Spiegel, Elias Canetti und Anne Frank vor, und zwar vor rund 60 Besuchern in der Alten Sparkasse. Musikalisch wurde der Abend von Christoph Falley begleitet. „Insgesamt war es eine stimmungsvolle Atmosphäre und eine würdige Gedenkveranstaltung in einem anderen Rahmen, der auch bei den Zuhörern auf viel Zuspruch stieß“, so Kübber. Nun werde überlegt, ob es 2022 eine Neuauflage geben soll.
... sendet eine Gruppe der kfd St. Viktor. Dort verbringen sie vom 6. bis zum 10. November im Gästehaus Victoria Besinnungstage zum Thema "Luft - Erde - Wasser - Feuer. Die Leitung übernimmt Reinhild Wrublick.
Im Zuge der fortschreitenden Neugestaltung des Kirchplatzes von St. Viktor steht nun auch der Ausbau des „archäologischen Bodenfensters“ über dem früheren Haus Pins an. In einer Ortsbegehung am 25. Oktober konnte der Billerbecker Bauunternehmer Stephan Menke (auf dem Bild mit Bauzeichnung) begrüßt werden: Er wird zeitnah ein Betonfundament rund um den archäologischen Befund konzipieren und anlegen, das dann die Unterlage des eigentlichen „Fensters“, einer Glas-Stahl-Konstruktion, bilden wird. Das Foto zeigt (v.l.n.r.) Hans-Willy Heeringa vom Kirchenvorstand St. Viktor, Bauingenieur Stephan Menke, Martin Zabel von der Zentralrendantur, Thomas Köhlmos und Robert Brandt von der Firma Landschaftsarchitekturbüro LCK, Archäologe Dr. Gerard Jentgens, Bauleiter Derk Nünninghoff, Pfarrdechant Markus Trautmann.
Am 24. Oktober wurde die begleitende Ausstellung zum Escape-Room "Löwe von Münster" im einsA eröffnet. Ab dem 25. Oktober sind auch die beiden Räume bespielbar und können im einsA gebucht werden.
Wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und daraus für die Zukunft zu lernen, zeigt die Ausstellung in sechs Stationen mit ansprechenden Tafeln und Interaktionen. Zudem werden auf weiteren Schautafeln geschichtliche Bezüge von Galen zu Dülmen erläutert.
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Am 6. und 7. November fanden in unserer Pfarrei sowohl die Kirchenvorstandswahl wie auch die Pfarreiratswahl statt.
In den Kirchenvorstand wurden gewählt:
Markus Bagert, Peter Briewig, Christiane Daldrup, Simone Enck, Johannes Heeringa, Stefan Ruffer, Stefan Sudmann, Robert Wulf
In den Pfarreirat wurden gewählt: Karina Breuckmann, Sr. Anselmi Hüls, Oliver Kissenkötter, Silvia König, Maria Schulte Kuhmann, Hildegard Stegehake
Wir gratulieren den gewählten Mitgliedern und danken allen, die sich zur Wahl gestellt haben, für die Bereitschaft, sich ehrenamtlich in unserer Pfarrei einzubringen.
Geschäftsleitungsstelle wird neu ausgeschrieben
Cäcilia Scholten beendet zum 30. September ihre Tätigkeit als Geschäftsleitung des einsA. Das Bistum Münster betraut sie mit der Aufgabe der Entwicklung eines Projektes in ihrem Wohnort Haltern am See.
Im Jahr 2017 hatte Cäcilia Scholten im Auftrag des Bistums und beider Projektpartner damit begonnen, mit der Unterstützung vieler Akteure das Intergenerative Zentrum konzeptionell aufzubauen. „Nach der Eröffnung des einsA im vergangenen Jahr ist dieser Entwicklungsschritt zwischenzeitlich abgeschlossen“, erklärt Pfarrdechant Markus Trautmann von der katholischen Kirchengemeinde St. Viktor. „Cäcilia Scholten hat sich in den vergangenen gut vier Jahren mit größtem Engagement und viel Beharrlichkeit dem Aufbau von Strukturen und Abläufen im einsA gewidmet und somit den Grundstein für die weitere Arbeit des Hauses gelegt. Ich danke ihr für ihren Einsatz für dieses außergewöhnliche und durchaus herausfordernde Projekt.“
„Frau Scholten hat sich mit viel Herzblut und voller Kraft dafür eingesetzt, die Vision vom ‚Haus für Alle‘ Wirklichkeit werden zu lassen. Insbesondere wegen der vielschichtigen Struktur des Hauses und der noch immer andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie war dies keine leichte Aufgabe“, betont Bürgermeister Carsten Hövekamp. „Ich danke Frau Scholten für ihre Arbeit in Dülmen und wünsche ihr für ihren weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg.“
Der Abschied vom einsA falle ihr nicht leicht, doch nun sei für sie der richtige Zeitpunkt gekommen, sich neuen beruflichen Perspektiven zu widmen, sagt Cäcilia Scholten. „Ich gehe mit Dankbarkeit aus meiner Aufgabe, gestärkt durch die vielen Akteure, die sich in den Gremien und Veranstaltungen am Aufbau und an der Umsetzung des einsA beteiligt haben. Gestalten Sie diese Idee weiter! Dafür wünsche ich allen Beteiligten von Herzen gutes Gelingen.“
Die Stelle der einsA-Geschäftsleitung wird durch die Kirchengemeinde St. Viktor als Trägerin des einsA zeitnah ausgeschrieben werden. Auch die Stadt Dülmen als Projektpartnerin wird am Auswahlverfahren beteiligt sein. Bis zur Nachbesetzung wird sich der Verwaltungsreferent der Pfarrei St.Viktor, Christoph Fehmer (Telefon:02594 97995-121 E-Mail:
Pfarrer Heio Weishaupt und die Messdienerleiterinnen Anna David und Lara Kuhlmann hatten in der Samstagsmesse in St. Mauritius eine besondere Aufgabe: Die Messdiener-Leiterinnen Ellen Terhorst, Kristin Brockmann, Marina Wucherpfennig, Sarah Närmann, Laura Närmann, Lena Springeneer sowie „Halbleiter“ Florian Kübber wurden mit einem Blumenstrauß verabschiedet und Pfarrer Weishaupt dankte allen für den Einsatz für das Gemeindeleben und die Messdienerarbeit. Mit Ellen Terhorst scheidet auch die dienstälteste Leiterin nach 20 Jahren im Leitungsteam der Messdiener aus. Seit vielen Jahren hat sie die Ausbildung der neuen Messdiener koordiniert und durchgeführt und viele Veranstaltungen, Fahrten und Aktionen der Messdiener geplant und organisiert, zuletzt war sie mit Lara und Rabea Kuhlmann und Florian Kübber für das Messdienerwochenende in Schillig verantwortlich. Nach der Verabschiedung in der Messe fand eine Revivalparty von aktuellen und ehemaligen Leiterinnen und Leitern der Messdienerschaft in Hausdülmen statt. „Es war ein gelungener Abend und ich denke auch ein schöner Abschluss für alle Leiterinnen, die wir verabschiedet haben. Es war zu spüren, wie wir als Gemeinschaft zusammen gewachsen sind, wir hatten uns viel zu erzählen und sehr viel Spaß beim gemeinsamen Spielen von klassischen Messdienerspielen“, blickt Lara Kuhlmann auf die Feier im Pfarrheim Hausdülmen zurück. Und auch nach der Verabschiedung der Leiterinnen geht die Arbeit mit den Messdienerinnen und Messdienern weiter. „Als nächstes geht es nun darum, mit der Ausbildung neuer Messdiener zu beginnen um sicherzustellen, dass diese Gemeinschaft noch lange weiterbesteht“, blickt Kuhlmann nach vorne.
Foto (von links): Die Messdienerleiterinnen Marina Wucherpfennig, Ellen Terhorst, Kristin Brockmann, Sarah Närmann, Laura Närmann und Lena Springeneer sowie „Halbleiter“ Florian Kübber wurden im Gottesdienst in der St.-Mauritius-Kirche feierlich verabschiedet.
Unsere Pfarrei St. Viktor gratuliert dem Betreuerteam des Ferienlagers St. Antonius in Merfeld zur Auszeichnung mit dem Corona-Sonderpreis des Dülmener Ehrenamtspreises 2020, der nun ein Jahr später offiziell im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf dem Markt der Möglichkeiten im einsA von Bürgermeister überreicht wurde.
Wir danken dem Team, dass es nach dem Ausfall der traditionellen Ferienfreizeiten im Sauerland in den letzten beiden Jahren ein tolles alternatives Ferienprogramm mit Tagesaktivitäten in und rund um Merfeld gestaltet hat.
Die Kinder und Jugendlichen erlebten dabei inmitten der Corona- Belastungen, wie es in der Laudatio der Urkunde beschrieben ist, „eine stabilisierende soziale Zugehörigkeit und erlebten Teamgeist und Freude bei den gemeinsamen Aktivitäten.“
Wir sind nicht nur dem Betreuerteam in Merfeld sehr dankbar für diesen außerordentlichen vorbildlichen Einsatz für die Kinder und Jugendlichen in Merfeld, sondern danken auch allen anderen Ferienfreizeitteams unserer Pfarrei für all Ihre kreativen Planungen und Aktivitäten für unsere Kinder und Jugendlichen in diesen Jahren mit so vielen Einschränkungen durch die Coronapandemie.
Was für eine Zeit …
so lautete die Überschrift zu unserem letzten Beitrag >>>, der sich ausschließlich mit der Corona-Pandemie und den Hilfsleistungen des EWK St. Mauritius Hausdülmen befasste.
Wie berichtet konnte der Unterricht in Dabogushie Dank umfangreicher Hilfe von offiziellen und privaten Unterstützern sicher und geordnet wieder aufgenommen werden.
„Geschafft ’’ !!! war zugegebenermaßen bei den Mitgliedern des EWK der erste Gedanke, und alle hofften auf eine kurze Verschnaufpause, denn hinter dem überaus erfreulichen Ergebnis steckt doch jede Menge Arbeit und Organisation, die mitunter auch sehr aufreibend und nervenzehrend sein kann.
Da hatten wir aber die Rechnung ohne den umtriebigen und von uns sehr geschätzten Father Hilary gemacht.
Dank e-mail stehen wir in einem engen Kontakt und können uns jederzeit austauschen, was zur Folge hatte, dass allgemeine Einigkeit darüber herrschte, dass unser Projekt – und sei es noch so wichtig und effektiv – natürlich nur einem kleinen Kreis von Kindern diese Bildungsmöglichkeit eröffnen konnte.
Father Hilary hatte auch schon einen sehr ambitionierten Plan: Wir brauchen noch eine Schule in einer anderen Außenstation von Tamale. Und wen wundert’s? Er hatte auch schon einen Standort ausgemacht: Tampei Kukuo .
Nach Überprüfung des Kostenvoranschlages konnte der EWK das Projekt mit sage und schreibe 19.000€ anschieben, es fehlten jedoch noch 21.000€.
Allen Widrigkeiten zum Trotz und wohl auch mit einer gehörigen Portion Gelassenheit und Gottvertrauen wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Und dann geschah das, womit niemand gerechnet hat:
Nach mehreren Telefonaten, Anschreiben, Klarstellungen, Übermittlung von Unterlagen und Prognosen ....erklärte sich das Bistum Münster bereit die Restkosten zu übernehmen. Es wurde unbürokratisch gehandelt, das Geld erreichte schnell die neuen Besitzer und innerhalb kürzester Zeit entstanden drei geschützte Klassenräume, die – auch wegen des momentanen traumhaften Wechselkurses – sogar noch teilweise eingerichtet werden konnten.
Jeder, der im Thema ist, weiß, dass auch jetzt eine Verschnaufpause kaum möglich sein wird, denn zu einer Schule gehört bekanntlich mehr als ein Raum mit Tischen und Stühlen.
Der EWK ist sich sicher, dass wir gemeinsam mit unserer Gemeinde und unseren Freunden und natürlich mit Father Hilary auch den nächsten Schritt schaffen werden.
Es geht immer weiter …
Die Digitalisierung ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Sie hat bereits die Art und Weise unserer Kommunikation verändert und wird uns privat und beruflich auch in Zukunft begleiten. Doch was tun, wenn der Umgang mit einem neuen Smartphone oder Tablet schwerfällt?
Nicht nur die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Digitalisierung generationsübergreifend gestaltet werden muss. Im Lockdown war das Smartphone oder das Tablet die einzige Möglichkeit, um die Familie, die Enkel oder Bekannte zu sehen. Für diejenigen, die bis dahin keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit den digitalen Medien hatten, war die Herausforderung besonders groß.
Diesen Bedarf erkannte der Caritasverband für den Kreis Coesfeld bereits früh und initiierte das Projekt „Frag TEA – Technik.Einfach.Anwenden“ das von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert wird. Andreas Bienen leitet das Projekt, welches mit verschiedenen Schwerpunkten den digitalen Wandel in der Gesellschaft begleiten und gestalten soll. „Eines unserer Schwerpunkte ist die kostenlose Technikberatung im städtischen Büro des einsA in Dülmen. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger unkompliziert und kostenlos über die Anwendung und Bedienung eines Smartphones, Tablets oder Notebooks beraten lassen“, erzählt Andreas Bienen. Dabei hat das Projekt vor allem die Älteren in der Gesellschaft im Blick.
Weitere Informtionen sind dem PDF zu entnehmen >>>
Foto: (v. l. n. r.): Anke Korste (Infopoint einsA), Leah König (Quartiersmanagerin Dülmen), Anja Ruffer (Infopoint einsA), Andreas Bienen (Projektleiter Frag TEA)
Eindrucksvoller Tag: Auf ganz besondere Weise konnte sich in diesen Tagen eine Dülmener Jugendgruppe mit dem Judentum bzw. dem Antisemitismus auseinandersetzen. Bei einem Besuch der jüdischen Gemeinde Münster informierte Geschäftsführer Sharon Fehr eingehend über Hintergründe und heutiges jüdisches Leben. „Es hat mir viel Spaß bereitet, Ihnen in unserer Synagoge ein paar Grundlagen unserer jüdischen Religion erläutern und auch auf Ihre vielen interessanten Fragen eingehen zu dürfen“, meint Fehr in einer Rückmeldung. „Ihnen sowie Ihren jungen Leuten gebührt aller Respekt: Sie haben 35 km mit dem Fahrrad nach Münster zurückgelegt, was für sich alleine genommen schon eine sehr beeindruckende Leistung ist. Dann noch anschließend 90 Minuten voll konzentriert in der Synagoge, wohl wissend, dass es die gleiche Strecke von Münster nach Dülmen zurückzulegen gilt, das hat mich sehr nachhaltig beeindruckt. Ihnen allen gebührt aller größte Anerkennung und Respekt!“
Eindrucksvolle Erinnerung: „Es handelt sich um den wohl wertvollsten archäologischen Fund des Jahres in Dülmen“, findet Pfarrer Markus Trautmann. Die Rede ist von der zerrissenen Metallhülle einer krepierten schweren Fliegerbombe, die 1945 auf dem Rathausplatz einschlug. Im Mai dieses Jahres wurde sie von Dr. Gerard Jentgens und seinem Team geborgen. So filigran das rostige Metall auch augenscheinlich wirkt – man kann es allein kaum anheben, so schwer ist es. „Der Fund ist noch gruseliger als die üblichen Blindgänger“, meint Trautmann, „zeugt der kleine Schrotthaufen doch von der tatsächlich von eben dieser Bombe ausgehenden Zerstörungskraft.“ In den nächsten Tagen wird das Exponat oberflächenbehandelt in der Dülmener Viktorkirche eintreffen und dort erst einmal zur Besichtigung liegen. Ob und wie der Bombenrest dann langfristig präsentiert oder gar bei Veranstaltungen einbezogen werden kann, wird sich ergeben.
Bildstock mit Bronzerelief der heiligen Anna im einsA-Quartier.
Die Außenarbeiten rund um die Viktorkirche und im weiteren einsA-Quartier werden bald konkrete Züge annehmen. Letzte Vorbereitungen durch Planer und Archäologen laufen derzeit auf Hochtouren. „Wir sind froh, wenn dann bald der Spielplatzbereich des Anna-Kindergartens seine endgültige Gestalt bekommt“, meint Verbundleiter Matthias Menkhaus, „dann ist die Zeit des Provisoriums vorbei“.
Ein besonderer öffentlicher Blickfang könnte dann ein kleiner Bildstock werden, der ein Bronzerelief der heiligen Mutter Anna zeigt, der Namenspatronin des Familienzentrums. „Als im Jahre 1964 der Kindergarten St. Anna am Bült seine Tore öffnete, schuf die damals renommierte Künstlerin Hilde Schürk-Frisch (1915-2008) ein ganz besonderes bronzenes Relief“, erläutert Pfarrdechant Markus Trautmann. „Es zeigt, wie Anna und ihre Tochter Maria das Jesuskind emporheben, das sich fröhlich winkend dem Betrachter zuwendet.“
Dieses anrührende Kleinkunstwerk solle nun, nach mehr als 50 Jahren, ganz neu zur Geltung kommen, heißt es in einer Mitteilung. In eine gemauerte Stele eingefasst, werde es sowohl aus dem Kindergarten heraus wie auch vom Gehweg her ein „Hingucker“ sein, findet Menkhaus. „Die heilige Mutter Anna verkörpert ja wie kaum eine andere Heilige den intergenerativen Gedanken“, meint Pfarrer Trautmann. „Als Großmutter Jesu ist sie zwar die Frau im Hintergrund, wird aber sicher prägend und fördernd dem Heranwachsenden zur Seite gestanden haben“, so Menkhaus.
Bereits im April sind Menkhaus und Trautmann mit einem Brief an über 300 Frauen mit dem Vornamen „Anna“ und abgeleiteten Namensvarianten im Dülmener Stadtgebiet herangetreten, um eine finanzielle Unterstützung zu erbeten. „Denn für eine wertige und ansprechende Gestaltung eines solchen Besinnungsortes stehen im regulären Haushalt der Kirchengemeinde keine Mittel zur Verfügung“, erläutert Trautmann.
Die zahlreichen Zuwendungen sind zwar schon im vierstelligen Bereich angekommen, aber noch immer ist „viel Luft nach oben“ – was bei einem Freiluftprojekt nicht verwundert. Da die Briefaktion am 26. Juli (dem Gedenktag der heiligen Anna) endet, wenden sich Trautmann und Menkhaus nun auf anderen Wegen an mögliche weitere interessierte Sponsoren. „Im Falle einer Spende werden, sofern gewünscht, alle Förderer auf einer eigenen Tafel am Bildstock verewigt“, so Matthias Menkhaus. „Natürlich wird eine Spendenquittung ausgestellt.“ Ferner erfolgt eine Einladung zur Einweihung beziehungsweise zu einer Begegnung.
Bei der Zentralrendantur Dülmen wurde unter dem Stichwort „Bildstock St. Anna“ ein Sonderkonto eingerichtet.
IBAN: DE 84 4006 0265 0003 8877 00 (Darlehnskasse Münster eG) BIC: GENODEM1DKM.
Bericht der Dülmener Zeitung
Zum Gedenken an die Betroffenen und Opfer der Flutkatastrophe sollen im Bistum Münster am Freitag, 23. Juli um 18 Uhr die Glocken läuten. Hierum hat Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp am 21. Juli in einem Schreiben an die Pfarrer und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum gebeten.
Auch an den Kirchorten unserer Pfarrei möchten wir dieser Bitte nachkommen. In St. Viktor kann aufgrund einer derzeit defekten Glockanlage nicht geläutet werden. Das Bistum Münster greift, wie die übrigen Diözesen in Nordrhein-Westfalen, damit eine Bitte des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel auf. Auch die Glocken der evangelischen Kirchen im Rheinland werden am Freitagabend läuten. Wir gedenken aller Betroffenen und aller Helfenden sowie Unterstützenden im Zusammenhang mit den Flutkatastrophe „täglich im fürbittenden Gebet“.
Seit etlichen Wochen untersucht das Archäologen-Team um Dr. Gerard Jentgens den Kirchplatz rund um die Dülmener Viktorkirche. Dabei stießen die Ausgräber am Donnerstag, 15. Juli, auf Reste der alten Pflasterung, nur wenige Zentimeter unterhalb der heutigen Oberfläche. In den Jahren 1908 bis 1911 war der gesamte Außenbereich der Kirche neu gestaltet worden – im Zugehen auf das 600jährige Stadtjubiläum. Damals erhielt der Kirchhof die heutige Abgrenzungsmauer samt Freitreppe zur Marktstraße hin; auch die Kirche selbst erhielt eine erneuerte Sandsteinfassade und einen wesentlich höheren Turmhelm. Ein Foto aus den Jahren vor 1945, das den Auszug eines Brautpaares aus der Kirche zeigt, lässt deutlich die in Stein gelegte Form einer Blüte erkennen. Nach dem Krieg wurde das Bodenniveau minimal angehoben, vor dem Hauptportal wurde eine andere Ornamentform angelegt.