Sieben Jungen und Mädchen aus verschiedenen Jahrgängen wurden am Sonntagmorgen im Rahmen des Gemeindegottesdienstes in die Messdienergemeinschaft von St. Antonius Merfeld aufgenommen.
Zum äußeren Zeichen ihrer Zugehörigkeit erhielten sie von den Betreuerinnen Lioba Autermann und Angela Stegehake eine bronzene Plakette überreicht. Im Anschluss gab es ein gemütliches Beisammensein im Pfarrheim.
Bericht der Dülmener Zeitung von Claudia Marcy
Gemeindeversammlung von St. Viktor
Marktplatz der Möglichkeiten, Raum der Stille, Info-Counter: Viele neue Bezeichnungen lernten die Zuhörer in der Aula der Marienrealschule am Freitagabend kennen. Gut, dass Architekt Thomas Helms auch jede Menge Bilder an die Wand projizierte, die veranschaulichten, wovon er sprach. So gewannen die Zuhörer einen Eindruck, wie es im Intergenerativen Zentrum (IGZ) aussehen wird, das Stadt Dülmen und Kirche/St. Viktor gemeinsam bauen.
Gut 120 Mitglieder kamen zur Versammlung der Großgemeinde St. Viktor, um sich über das IGZ, „Haus für alle“, und das IGZ-Quartier zu informieren, in dem insgesamt rund 21 Millionen Euro investiert werden. Eine Summe, die fix ist, wie Helms auf Nachfrage betonte.
Helms von dem für das IGZ-Gebäude zuständigen Büro dreibund Architekten zeigte anhand der Skizzen, wie sich das inhaltliche Konzept des „Hauses für alle“ in der Architektur spiegelt: Offene Architektur, die Ein- und Durchblicke in andere Räume gestattet, die zu Entdeckungen und Begegnungen einlädt, neue Blickwinkel ermöglicht. Die verschiedenen Einrichtungen und Funktionsbereiche wie Familienbildungsstätte, Bücherei, Café, Veranstaltungsräume sind nicht mehr scharf von einander getrennt.
So werden auch die Kinder aus der Kindertageseinrichtung, einem mit dem IGZ verbundenen Gebäudetrakt, Räume im Intergenerativen Zentrum nutzen. Dass da Kinder verloren gehen oder sich ungebetene Besucher in der Kita einfinden könnten, diese Bedenken einer Zuhörerin zerstreuten Irmgard Neuß (Leiterin der Familienbildungsstätte) und Erik Potthoff (Bistum Münster). Es werde an vielen Stellen im Haus ein Überwachungssystem geben - mit und ohne Entgelt, sagte Potthoff. Irmgard Neuß präzisierte: Ehrenamtliche Helfer werden als Gastgeber neben den hauptamtlichen Kräften an Ort und Stelle sein, als Ansprechpartner fungieren, Angebote schaffen, die Menschen miteinander in Kontakt bringen.
Und: Nicht nur die Familienbildungsstätte werde künftig im IGZ Bildungs- und Kreativangebote machen, sondern auch Ehrenamtliche, die beispielsweise, so Neuß, „mit fünf oder sechs Kindern einen Drachen bauen“.
Die Ökumenische Flüchtlingsinitiative Dülmen (ÖFID) ist entstanden im Nachklang des ökumenischen Gottesdienstes zum Tag des Flüchtlings im September 2014. Es war den Veranstaltern bewusst, dass Kirche in dieser Sache mehr tun muss, als nur Gottesdienste zu feiern, und zwar auf ökumenischer Ebene.
Also kam es im Januar 2015 zu einem ersten Treffen engagierungswilliger Dülmener, mit übergroßer Resonanz; inzwischen haben sich daraus fünf Arbeits-Schwerpunkte der ÖFID gebildet, nämlich
- das Café International
- Flüchtlingsbegleitung
- Sprache
- Information und Weiterbildung
- Praktische Hilfen
Wir freuen uns über jede Mithilfe. Sollten Sie Interesse haben mitzuwirken, dann nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.
Bericht der Dülmener Zeitung von Marie-Kristin Kübber
Dülmen (mkk). Viktoria und Lara sind aufgeregt. Kein Wunder: „Heute ist das erste Mal, dass wir mitmachen“, berichtet die siebenjährige Lara. Gemeinsam mit Fiona, Viktoria, Jolina und Benedikt ist sie in der Dülmener Blumensiedlung, von der Rosen- bis zur Narzissenstraße, als Heilige Drei Könige verkleidet unterwegs.
Viktoria und Lara sind zwei von schätzungsweise 400 Sternsingern, die in diesen Tagen durch Dülmen ziehen. Am Freitagvormittag fand der zentrale Aussendungsgottesdienst für die ganze Stadt in der St.-Viktor-Kirche statt. „Schön, dass ihr euch auf den Weg macht“, lobte dabei Pastoralreferent Christian Rensing, der durch den gut besuchten Gottesdienst führte. „Ihr seid Botschafter des Friedens“. Gleichzeitig bedankte er sich beim Vorbereitungsteam von Heilig Kreuz um Ingrid Weppelmann. So wurden die Fürbitten in diesem Jahr von einer Gabenprozession begleitet.
Auch der stellvertretende Bürgermeister Hugo Ruthmann würdigte die Sternsinger-Aktion. „Das ist etwas ganz Tolles. Ihr opfert eure Freizeit für das Wohl anderer Kinder“. Dabei würden die Sternsinger nicht nur die Türen, sondern auch die Herzen der Menschen öffnen, betonte er. In diesem Jahr stehen die Philippinen im Mittelpunkt. „Wir machen mit, weil wir den armen Kindern helfen wollen. Hauptsache wir sind dabei, egal, ob als Caspar, Melchior oder Balthasar“, erläuterte Viktoria ihre Motivation, als Sternsinger durch Dülmen zu ziehen.
Bericht der Streiflichter
Schon früh im 19. Jahrhundert nahmen die Menschen die Kirche des ehemaligen Kartäuserklosters in Dülmen-Weddern als Denkmal wahr. 2014 wurde der Turm der St. Jakobus-Kirche saniert, zur Zeit läuft die Instandsetzung des Langhauses. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat das 1476 gegründete Kloster jetzt als Denkmal des Monats ausgezeichnet.
Schon in der Verordnung über die Aufhebung des Klosters vom 21. Oktober 1804 wünschte sich August von Croÿ, der Teile des Klosters übernahm und zur Domäne ausbaute, "alle diese alten und ehrwürdigen Denkmäler der Frömmigkeit unserer Voreltern beibehalten zu können." "Doch schon einige Jahrzehnte später stand der Erhalt der Kirche auf des Messers Schneide", weiß LWL-Denkmalpfleger Philipp Strugalla. "In erstaunlich kurzer Zeit wurden dann 1871/72 eine Reihe von Sicherungsmaßnahmen vollzogen. Interessant ist aus heutiger Sicht die Kombination von Erhaltungsmaßnahmen und Veränderungen an der ehemaligen Klosterkirche", so Strugalla weiter. Im Zuge der Instandsetzung wurde die Kirche um den Turm, einen Sakristeianbau und das Mausoleum der Herzöge von Croÿ erweitert.
Die Kirche St. Jakobus als zentrales Gebäude des im Jahr 1804 aufgelösten Kartäuserklosters ist weithin sichtbares Zeichen und Maßstab für den Betrachter. "Auch nach der Erweiterung und Umgestaltung der Kirche im Zuge der Instandsetzung 1871/72 blieb das in seiner vollen Ausdehnung erhaltene Langhaus mit seiner in Teilen überlieferten prächtigen Ausstattung das wichtigste Zeugnis für die prägende Ära der Karthaus", so Strugalla.
Weiterlesen: LWL zeichnet ehemaliges Kloster in Dülmen als Denkmal des Monats aus
Der Vatikan hat am Donnerstag, 18. Juni 2015, die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus veröffentlicht. Darin ruft der Papst die reichen Industrienationen zu einer "ökologischen Umkehr" auf. Es ist das erste Mal, dass ökologische Fragen im Zentrum einer Enzyklika stehen.
Enzyklika "Laudato si"
Bericht der Streiflichter von Florian Kübber
Hendrik Lange erstellt Vorlagen für Religionsunterricht
Coesfeld/Dülmen. „Mit einer religionspädagogischen Idee ist Hendrik Lange an uns herangetreten, die wir dankbar aufgenommen haben“, erläuterte Markus Trautmann, Pfarrer der St.-Viktor-Gemeinde in Dülmen.
Der 31-jährige Religions- und Geschichtslehrer Hendrik Lange hat eine große Fotokartei zu allen Dülmener Kirchen erstellt und dazu Bausteine für die Katechese und den Unterricht erarbeitet. Insgesamt hat der gebürtige Coesfelder, der an einer Gesamtschule in Duisburg arbeitet, rund 145 Fotos von Jesusdarstellungen in Dülmen mit der Kamera festgehalten und aufgelistet. „Über die Bilder kann man gut mit den Schülern ins Gespräch kommen. Neben den Bildern gibt es auch 17 Unterichtsideen – von der ersten Klasse bis zum Abitur“, zeigt Hendrik Lange, der als Lektor und Firmkatechet noch in der Anna-Katharina-Gemeinde in Coesfeld aktiv ist, auf. Entstanden sind die Bilder in den Herbstferien, die Idee kam im Sommer beim Besuch der Gedenkstätte Anna-Katharina-Emmerick in Dülmen. Auf der Homepage www.katholisch-in-duelmen.de sind neben den 17 didaktischen Anregungen, Literaturmaterial auch eine Übersicht von Jesusdarstellungen in Dülmen aufgeführt. Dazu können 45 repräsentative Jesusmotive als Bilddatei kostenlos herungergeladen werden. „Es sind schöne Aufgabenstellungen für Religionslehrer, aber auch für den außerschulischen Unterricht wie Messdienerstunden oder Firmunterricht“, freut sich Markus Trautmann.
Ende März ist schon das nächste Projekt von Henrik Lange geplant: Eine Aufarbeitung des Kriegsendes in Coesfeld in Kooperation mit dem Stadtarchiv, bei der auch Unterrichtsmaterial erstellt werden soll.
Zu den Arbeitshilfen und Fotos zum Thema "Jesusdarstellungen in Dülmen" >>>
Am zweiten Advent wurden im Rahmen eines Familiengottesdienstes fünf Mädchen in die Messdienergemeinschaft St. Joseph aufgenommen. Siri Austrup, Sara Krajewski, Gesa Nefigmann, Jeannine Petzoldt und Lynn Willeczelek werden ab sofort ihren Dienst am Altar verrichten. Im Anschluss an die kleine Aufnahmefeier luden die Betreuer Charlene Kipp, Jana Thesing, Isabelle Marx und Christopher Röken alle zusammen zu einem Empfang ins Pfarrheim St. Joseph ein.
Foto: Die neuen Messdienerinnen von St. Joseph (vordere Reihe, v.r.n.l.): Siri Austrup, Sara Krajewski, Gesa Nefigmann, Jeannine Petzoldt und Lynn Willeczelek. Hintere Reihe: Pfarrer Trautmann und die Betreuer (v.r.n.l.) Charlene Kipp, Jana Thesing, Isabelle Marx und Christopher Röken.
Bericht aus der Dülmener Zeitung von Nina Domnick
St.-Joseph-Gemeinde feiert den Namenstag ihres Patrons
Dülmen . Das 50-jährige Bestehen der Pfarrgemeinde St. Joseph hätte man wohl nicht passender eröffnen können als mit einem gemütlichen Beisammensein anlässlich des Josephstags, dem Hochfest zu Ehren des heiligen Josephs. Schließlich geht es auch beim Jubiläum der Gemeinde um das Zusammensein in den vergangenen 50 Jahren. Bei einem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen wurde das Programm für das Festwochenende am 17. und 18. Mai vorgestellt. Im Anschluss erinnerte ein Gottesdienst an den Namensgeber der Gemeinde.
Eine solche Veranstaltung gab es bereits im vergangenen Jahr, und aufgrund der guten Resonanz hatte sich der Gemeinderat dazu entschlossen, dies als Auftakt für das Jubiläum zu nutzen. Da der Josephstag am 19. März allerdings auf einen Mittwoch fiel, wurde das Frühstück auf den Sonntag gelegt. So konnten die Gemeindemitglieder bei Kaffee und selbst gebackenem Brot und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen und schon einmal einen Blick ins Programm für das Festwochenende werfen.
Das Festkomitee hat dabei ein buntes Programm zusammengestellt. So kann im Mai beispielsweise jeder an einer Kaffeetafel rund um die Kirche Platz nehmen, um im Anschluss bei einem Festhochamt gemeinsam mit Ehrengästen den runden Geburtstag zu feiern.
Info aus der Dülmener Zeitung
Dülmen. In Mexiko hat sie zum Finale der Fußball-Weltmeisterschaft die deutsche Flagge aufgehängt, in Deutschland gehört die mexikanische Flagge zu ihren Erinnerungsstücken: Lena Gelsterkamp aus Dülmen ist ein bisschen noch in zwei Welten zu Hause. Zwölf Monate hat sie als Freiwillige in einer katholischen Pfarrgemeinde in der mexikanischen Kleinstadt Progreso de Obregón gearbeitet. Seit einigen Wochen ist sie wieder zurück in Deutschland.
Inhaltlich musste sich die junge Dülmenerin für ihren Freiwilligendienst, den sie in Trägerschaft des Bistums Münster leistete, nach ihrer Ankunft in Mexiko wenig umgewöhnen. Denn viele Aufgaben ähnelten jenen, die sie schon in ihrer Heimatgemeinde St. Joseph ehrenamtlich übernommen hatte, etwa die wöchentlichen Messdiener-Gruppenstunden in fünf Dörfern, Krankenbesuche und die wöchentliche Firmkatechese. Ein großer Arbeitsbereich sei die Sozialpastoral gewesen: „Wir haben Bedürftige unterstützt“, schildert Gelsterkamp. Gern erinnert sie sich an das größte während ihres Aufenthalts umgesetzte Vorhaben: „Die Pfarrei hat ein Fahrzeug für Krankentransporte gekauft.“
Größtenteils erfüllt hat sich der Wunsch der 20-Jährigen, in Progreso eigene Ideen einzubringen, etwa Gruppenspiele und einen Messdienerprojekttag. Sie räumt aber ein: „Ich musste lernen, dass Ideen aus Deutschland dort nicht alle komplett umsetzbar waren.“
Zu lernen gab es grundsätzlich eine Menge - in fachlicher, vor allem aber auch in persönlicher Hinsicht. „Es war schön, zu erleben, wie man sich Stück für Stück gewöhnt und sich angenommen fühlt“, beschreibt die Dülmenerin. „Man wird selbstständig und merkt, dass man sich auf Fremdes einstellen kann.“
Bericht aus der Dülmener Zeitung / Foto: Thomas Wottka
Dülmen. Fünf Tage waren sie auf dem Rad unterwegs, knapp 350 Kilometer legten sie bei Wind und Wetter zurück: In der Osterwoche waren 25 Dülmener Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren mit Pfarrer Markus Trautmann in die Niederlande geradelt. Ihr Ziel: die KZ-Gedenkstätte Westerbork in der Provinz Drenthe. Zwei Nächte verbrachte die Gruppe in einem Scout-Camp in der Nähe.
Das Lager Westerbork diente den Nazis als Sammel- und Durchgangsstelle für die Verschickung von 107.000 Juden in die Vernichtungslager in Osteuropa. Auch acht Dülmener Juden, die zuvor von Deutschland ins vermeintlich sichere Holland geflohen waren, gingen von hier in den Tod. „Es ist schon was Besonderes, Geschichte nicht nur in Schulbüchern zu lesen, sondern an einen solchen Ort zu kommen“, kommentiert die 14-jährige Anna.
Eine erste Einführung ins Thema hatte es bereits bei einem Infoabend in der Karwoche gegeben, den der Dülmener Pädagoge Theo Schwedmann gestaltete. Während der Radtour gab es zudem Themenabende zu Anne Frank und Edith Stein.
Vor Ort führte eine junge FSJ’lerin die Dülmener zunächst einmal über das ausgedehnte Lagergelände. „Viel zu sehen gibt es eigentlich gar nicht“, so Lea (14) fast enttäuscht. Andrerseits: „Es ist zum Glück nicht so grauenvoll, wie wir befürchtet hatten“, ergänzt die gleichaltrige Hanna-Marie. Makabererweise ist einzig die Dienstwohnung des KZ-Kommandanten vollständig erhalten. Ansonsten: ein Teil der Bahngleise, ein alter Kartoffelbunker, ein Wachtturm, viel Stacheldraht. Einige Baracken wurden in Teilen wiederaufgebaut, es gibt einige Erläuterungstafeln und Klanginstallationen, erst kürzlich gelangten zwei historische Güterwaggons hierher. Umso anschaulicher und ergreifender ist die Ausstellung im Dokumentationszentrum, rund zwei Kilometer entfernt.
Hier traf die Dülmener Gruppe auf Rob Fransmann, einem 75-jährigen niederländischen Juden. Er berichtete, wie seine Vorfahren vor rund 200 Jahren als arme Ostjuden nach Holland einwanderten und sich hart Wohlstand und Ansehen erwarben. Rob Fransmann wurde als Kleinkind 1942 von seinen Eltern getrennt und vom Kindermädchen bis zum Kriegsende bei 14 verschiedenen Familien untergebracht. Während die Eltern über Westerbork in die Vergasung gingen, überlebte Rob die deutsche Besatzung - allerdings schwer traumatisiert.
Ergriffen lauschten die jungen Leute seiner Schilderung: Als Heranwachsender galt er als „schwer erziehbar“, wurde ins Kinderheim gesteckt, ging bereits mit 14 Jahren als Hilfsarbeiter in eine Fabrik. Erst später kam sein Leben zur Ruhe, er gründete eine Familie und fand auch beruflich seinen Weg. „Unglaublich, wie schockierend sein Leben verlief, als die Nazizeit doch vorbei war“, so die Reaktion von Jörn.
Nach der Zeitzeugen-Begegnung ging es zurück aufs Lagergelände, wo die Gruppe an der „Strafbaracke“ einen Gottesdienst feierte. Abschließend wurde an der Gedenkstätte von Westerbork ein Gedenkkranz für die Dülmener Juden abgelegt und ein Lied gesungen. Die Gedenkstätte selbst besteht aus über 100.000 kleinen Keramikblöcken, die sich auf einer gepflasterten Silhouette der Niederlande aneinander reihen - für jeden abtransportierten Juden einen, so auch für die acht Namen von der Kranzschleife: Regina und Friederike Bendix, Isidor und Berta Davidson und ihre Söhne Hermann und Walter, Kurt Frankenberg sowie Hans Salomon.
In der vergangenen Woche hat die Kirchengemeinde St. Lamberti in Coesfeld im Rahmen der seit über 30 Jahren bestehenden Bistumspartnerschaft Besuch aus ihrer Partnergemeinde Holy Cross / Tamale / Nordghana erhalten.
Das Partnerschaftsprojekt unserer Gemeinde - die St. James School /Dabogushi - gehört mit zum Einzugsbereich von Holy Cross. Der zur Delegation gehörende Father Hilary Pogbeyir betreut unser Schulprojekt mit.
Wir haben uns daher sehr gefreut, als von St. Lamberti, dem Eine-Welt-Kreis und der Grundschule ein Besuch der Ghanaer angekündigt wurde. Sie wollten die räumliche Nähe zu einem persönlichen Dank für die Unterstützung beim Anbau von zwei Klassenräumen nutzen.
Dieses Treffen hat nun am 31.8.2015 im Pfarrheim von St. Mauritius stattgefunden. Nach einer überaus herzlichen Begrüßung stand zuerst eine Führung durch unsere Kirche auf dem Programm, bevor der Abend nach einem ausgiebigen Imbiss im Pfarrheim mit guten und informativen Gesprächen gemütlich zu Ende ging.
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Bericht der Dülmener Zeitung von Marie-Kristin-Kübber
Pastoralreferent Norbert Thewes hört nach 10 Jahren in St. Joseph auf
Die Fronleichnamsprozession von St. Viktor und St. Joseph war eine ganz besondere. Nach knapp zehn Jahren wurde Norbert Tewes zum Abschluss in der St. Josephskirche als Pastoralreferent feierlich verabschiedet.
Zuvor waren zahlreiche Katholiken zum Hochamt in St. Viktor zusammengekommen. Gegenstand des gemeinsamen Gottesdienstes war Karl Leisner, der im Konzentrationslager zum Priester geweiht wurde.
Anschließend marschierten die Gläubigen den Weg über mehrere geschmückte und vorbereitete Stationen wie am Maria-Ludwig-Stift bis zur Josephskirche. Viele Gemeindemitglieder und Weggefährten dankten dort Norbert Tewes für seine Arbeit in der Kirchen-Seelsorge, in der er bei St. Antonius und St. Joseph begonnen hatte.
Mit seiner ruhigen und ausgeglichenen Art habe er den Glauben vorgelebt, bedankte sich das Seelsorgeteam.
Als Abschiedsgeschenk hatte sich das Team etwas Besonderes einfallen lassen: Einen „Notfallkorb“ für stressige Tage, in dem sich unter anderem eine Klangschale, Kaffee, Honig und Schokolade befanden - für jede Lebenslage etwas. Dazu gab es ein Erinnerungsalbum der Gemeinden von St. Antonius und St. Joseph.
„Ein neuer Anfang wartet auf Dich“, blickte Pfarrdechant Markus Trautmann nach vorn. Tewes wird nun in der Seelsorge im Altenheim tätig sein. „Im Namen des Seelsorgeteams wünsche ich Dir Freude und Schaffenskraft sowie Zufriedenheit“, gab Trautmann dem Pastoralreferenten mit auf den Weg.
Dieser blickte noch einmal zurück: „Vor zehn Jahren habe ich hier das erste Mal in der Josephskirche gestanden. Es waren gute, aber auch durchwachsene Jahre.“
Zum Abschied hatte sich auch der Kirchenchor etwas einfallen lassen und sang das Lied „Lichter der Hoffnung“, das ihn in seiner Kirchenzeit stets begleitet habe. „Es ist mein Lieblingslied, mit dem ich in der Gemeinde gewachsen bin“, freute er sich.
In der ersten Woche der Herbstferien machten sich 25 junge Leute aus Dülmen mit dem Rad auf den Weg, um den Lebens- und Wirkungsspuren des heiligen Norbert nachzugehen - so in Vreden, Xanten und Hamborn. Norbert (1082-1134) war ein reicher Xantener Stiftsherr, der bei einem Ritt nach Vreden in ein Unwetter geriet und nur knapp dem Tod entging. Er entschied, sein oberflächliches Leben zu ändern, zog sich aus dem Stift Xanten zurück, wurde Wanderprediger und später Gründer der Gemeinschaft der Prämonstratenser. Er starb als Erzbischof von Magdeburg.
Höhepunkte der herbstlichen Radtour waren die Besuche in der Vredener Stiftskirche, ein Gottesdienst im Xantener Dom sowie die Begegnung mit dem Abt und einem Novizen der Abtei Hamborn.
Aus allen Gemeindeteilen sowie aus dem Anna-Katharinenstift waren sie zusammengekommen:
300 Dülmener aus allen Altersstufen, mit und ohne Behinderung, um an der Pfarrwallfahrt zum Grab des Dülmener Pfarr- und Stadtpatrons St. Viktor teilzunehmen. Ob mit dem Bus, mit dem Rad oder streckenweise zu Fuß - am Zielort wartete ein eindrucksvoller Festgottesdienst im Xantener Viktor-Dom, der von verschiedenen Gemeindechören musikalisch mitgestaltet wurde.
Nach einem Picknick auf einem nahe gelegenen Schulhof starteten zahlreiche Dom- und Stadtführungen.
Im Anschluss an eine besinnliche Dankandacht trat die gesamte Pilgergruppe wieder die Heimfahrt an.
Artikel aus dem Viktorboten, Ausgabe 6 – ungekürzte Fassung
Als ich gebeten wurde, für den ViBo einen Artikel zu schreiben, da gingen mir viele Gedanken durch den Kopf!
Krankheitsbedingt durch eine langwierige Handgelenkverletzung (und nach zwei, nur zum Teil erfolgreichen Operationen) am rechten Handgelenk, war ich seit dem Sommer 2014 nicht mehr als Pastoralreferent in der Gemeinde St. Viktor zu sehen.
Meine letzten Tätigkeiten 2014 waren die Stadtranderholung, die Firmung und im August die Messdienerwallfahrt mit 45 Messdienern aus allen sechs Kirchengemeinden nach Rom. Nach meiner Wiedereingliederung im Frühjahr 2015 gestaltete ich noch das Patronatsfest in St. Joseph im März mit.
Während meiner langen Krankenzeit reifte in mir der Wunsch nach einem Stellenwechsel: Zum einen hatte ich in den zurückliegenden Jahren durch Krankenbesuche, Sterbebegleitung, Trauerbesuche und Beerdigungen neue Erfahrungen sammeln dürfen, zum anderen wurde für mich das Arbeiten durch die neue Organisationsstruktur in der neuen großen Pfarrei St. Viktor schwieriger.
So bot sich mir ein Wechsel zum Sommer 2015 an, da im Altenheim St. Peter in Waltrop ein Pastoralreferent als Seelsorger gesucht wurde.
Seit dem 01.06.2015 bin ich dort nun tätig. Im Altenheim St. Peter (www.altenheim-stpeter.de) wohnen und leben 99 Bewohnerinnen und Bewohner auf vier Wohnbereichsebenen, überwiegend in Einzelzimmern. 75 Mitarbeiter und ca. 70 Ehrenamtliche sind in unterschiedlichen Diensten im Haus tätig.
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Vom 01. bis zum 05. Juli 2015 fand die „2. Entschleunigung 2015“ mit Bruder Leo statt. Sie führte 15 Personen aus Dülmen und Trier zum pilgern an den Mosel-Camino. Die Übernachtungen fanden auf der Marienburg bei Zell und in einer Pilgerherberge in Klausen statt.
Die erste Etappe ging durch den Calmont Klettersteig, den steilsten Weinberg an der Mosel, mit atemberaubenden Ausblicken ins Moseltal und die Umgebung. Eine weitere Wegstrecke bei gutem und warmem Wetter war der idyllische Lieserpfad. Dieser Wanderweg führte parallel zum Fluss Lieser, der am Ende in die Mosel mündet.
Bei ausgedehnten Zeiten der Stille sowie zwischenzeitlichen spirituellen Impulsen, fanden auch gemeinschaftliche Messen statt, wie z.B. an der Schutzhütte Hahnerfläch. Dort wurde der Gottesdienst in der freien Natur gefeiert. In der Nähe steht ein Kreuz, das die Matthias Bruderschaft Köln auf einer ihrer jährlichen Pilgerwanderungen nach Trier zum Grab des Apostels Matthias hat aufstellen lassen.
Am Sonntag, dem letzten Tag der Entschleunigung, wurde auf dem Rückweg Halt in Mechernich in der Eifel gemacht. Dort wurde die Bruder Klaus-Kapelle besichtigt, eine neuartige moderne Feldkapelle von dem Schweitzer Künstler und Architekten Peter Zumthor .
Der Abschluss fand mit einem Dankgebet mit den Dülmenern aus der Großgemeinde St. Viktor am Abend in Hausdülmen statt.
Text und Foto: Elisabeth Röken