Pünktlich zur jährlichen Emmerick-Wallfahrt der Dülmener Kommunionkinder kann der Emmerick-Bund eine überarbeitete Neuauflage des kleinformatigen „Bilderbuchs für Jung und Alt“ über die Mystikerin des Münsterlandes vorstellen. Die erste Auflage von 2014 war seit geraumer Zeit vergriffen. Nun nutzten die Herausgeber die Gelegenheit, einige Verbesserungen vorzunehmen – so in der Umschlaggestaltung, im Layout, in der Textfassung sowie in der Farbabstimmung der Illustrationen. Auch eine neue Grafik wurde in das Büchlein aufgenommen: Sie gibt noch stimmiger als bisher eine Szene aus der Jugendzeit der Emmerick wieder.
Bericht der Dülmener Zeitung, Stefan Bücker,
Gemeinde St. Viktor verabschiedet sich von Michael Wichmann
Am 1. August 2013 trat Michael Wichmann als Pastoralassistent im Seelsorgeteam seine studienbegleitende Ausbildung zum Pastoralreferenten im Seelsorgeteam von St. Viktor an. Es war für den damals 37-jährigen Sozialpädagogen kein leichter Schritt, sich beruflich neu zu orientieren, musste er doch berufliche Sicherheiten loslassen. Der Wunsch, seinen Glauben in den Berufsalltag zu tragen, gab den Ausschlag.
Jetzt, vier Jahre später, wurde Wichmann im Rahmen eines Mittendrin-Gottesdienstes als Pastoralreferent von der Gemeinde verabschiedet. Die kirchlichen Wegbegleiter erinnerten an seine vielfältigen Tätigkeiten, in denen er die Vernetzung der Caritasarbeit vorangetrieben hat, Impulse bei Sternsingern und der Messdienerarbeit setzte und sich in der Kommunionskatechese engagierte. „Wohin Du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen“ gab Pfarrdechant Markus Trautmann dem Pastoralreferenten neben seinem Segen mit auf den Weg.
Jeder der Gottesdienstbesucher war eingeladen, auf bereitgelegten bunten Blättern für Michael Wichmann ganz persönliche Wünsche aufzuschreiben, die ihn in einer Schatzkiste an seine neue Wirkungsstätte in Datteln begleiten sollen. Unter den vielen Geschenken wird besonders jene Osterkerze eine Erinnerung an Dülmen sein, die anlässlich des Taufgottesdienstes seiner Tochter Lena-Marie brannte.
Zunächst ob des berührenden Abschieds nach Worten suchend, fiel Wichmanns Dankesrede kurz, präzise und bescheiden aus. „Hier ist ein Stück Herz, das ich hinterlasse. Dankeschön“.
Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten Weggefährten und Gemeindemitglieder die Möglichkeit, sich bei Grillwurst und Getränken persönlich bei Michael Wichmann zu bedanken. Mit etwas Wehmut, aber auch in Vorfreude auf seine neue Tätigkeit erwartet Michael Wichmann nun am 18. Juli den Umzugsspediteur.
„Wir sind stolz und froh, dass die Gemeinde das Privileg hatte, Michael Wichmann ausbilden zu dürfen, aber wir sind auch traurig, dass er nun geht“, betonte dabei Christian Rensing, der Wichmann als Mentor betreute. Für ihn war die Begleitung einer Ausbildung eine neue Erfahrung. Er selbst habe erlebt, wie bereichernd es sei, selbst immer wieder Neues von Azubis zu lernen. So freut sich Rensing auch auf die FSJlerin Jennifer Gerdemann, die ab Oktober das Team verstärken wird.
Bericht der Dülmener Zeitung / Markus Michalak
Im Beisein von Angehörigen der Dülmener Ordensschwester Priscilla, geborene Toni Lehmkuhl, und vielen Freunden und Förderern des Andheri-Hilfswerkes enthüllte am Donnerstag Oberin Stella eine Gedenktafel für die Dülmenerin, die vor 75 Jahren im indischen Andheri den Orden „Helpers of Mary“ gründete. Ihr Werk findet bis heute seine Fortsetzung, bereits in den 50er-Jahren erfuhr Ewald Amshoff vom Wirken der Dülmenerin und gründete den Andheri-Helferkreis, dem er lange vorstand.
Nachfolger Bernd Schmitz begrüßte Pfarrdechant Markus Trautmann, der die Gedenktafel einsegnete, die unmittelbar neben dem Geburtshaus der Schwester Priscilla, Tibergasse 6, an Leben und Werk der Dülmenerin erinnert.
Bericht der Dülmener Zeitung, Sophie Kirschner
Nachwuchsdetektive sammeln beim Familientag Eindrücke aus dem christlichen Leben
Rund 100 Gottesdienstbesucher strömten am Sonntag aus der Kirche und wurden vom Duft frischer Waffeln und selbst gemachter Hot Dogs empfangen. Der Kirchentag am Sonntag begann mit einem Familiengottesdienst in der Kirche St. Joseph. Danach konnten sich alle Besucher erst einmal bei einem Picknick stärken. Dann zogen die rund 50 Teilnehmer an einer besonderen Tour mit Pfarrer Markus Trautmann und der Pastoralreferentin Ursula Benneker-Altebockwinkel unter dem Motto „Glaubensdetektive erobern Dülmen“ durch die Stadt.
Gemeinsam liefen die Detektive verschiedene Stationen ab, bei denen entdeckt werden konnte, wo überall Zeichen zum Glauben existieren. Zuerst erzählten die Glaubensschwestern Waltraud und Marcilla beim Maria-Ludwig-Stift über den Orden. Anschließend klärte Pfarrer Trautmann bei der Viktor-Kirche über den heiligen Viktor auf. Auch an der Christuskirche machten die Glaubensdetektive Station, da sie ein sehr markanter Punkt in Dülmen ist, an dem im Jahr der Reformation ein Zeichen gesetzt werden sollte.
„Die Christen gehören im Glauben an Jesus Christus zusammen“, sagte die Pastoralreferentin. Deshalb durften sich die Teilnehmer die evangelische Kirche auch einmal von innen anschauen und erhielten hier von Pfarrer Gerd Oevermann Informationen über Martin Luther.
Pfarrer Peter Nienhaus berichtete an der Kirche Heilig Kreuz über das Wirken von Anna-Katharina-Emmerick, bevor die Detektive zur Familienbildungsstätte zogen. Dort erwartete die Kinder als Überraschung ein Eis. Zuvor hatten die Kinder und Erwachsenen an jeder Station eine kleine Erinnerung, wie zum Beispiel ein kleines Kreuz erhalten.
Diese Erinnerungsstücke passten immer zur Station und konnten in den Brustbeuteln gesammelt werden. „Im nächsten Jahr wird der Kirchentag vermutlich wieder stattfinden, aber der Sachausschuss für Familienarbeit wird sich im Auftrag der Pfarrei noch weitere Aktionen einfallen lassen“, versprach Benneker-Altebockwinkel. Somit gingen alle Teilnehmer erschöpft, aber mit viel neuem Wissen und Andenken an einen ereignisreichen Tag gegen 18 Uhr nach Hause.
Bericht der Streiflichter, Florian Kübber / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
„Wir haben uns im gemeinsamen Gespräch mit Pfarrer Markus Trautmann zur Vorbereitung auf die Schützenmesse dafür entschieden, dem geschändeten Denkmal an der Coesfelder Straße/Droste-Hülshoff-Straße wieder ein Gesicht zu geben und wollen die Kollekte des Festgottesdienstes für eine Restaurierung verwenden und bitten deshalb um eine großzügige Spende“, so Bürger-Vorsitzender Florian Kübber.
Wann die Statue, die wie viele andere von einem Unbekannten zerstört wurde, restauriert wird, ist noch offen. Hier laufen Gespräche mit der Stadtverwaltung Dülmen. Aktuell laufen dazu auch Anfragen, was eine Restaurierung eines solchen Denkmals kosten würde. „Wir können uns auch vorstellen, eine Art Patenschaft zu übernehmen und bei anderer Gelegenheit noch einmal zu sammeln, zum Beispiel beim Eisstockturnier“, so Florian Kübber. Die Festmesse des Bürgerschützenvereins findet an diesem Sonntag, 20. August, um 11 Uhr in der St.-Viktor-Kirche unter Beteiligung der Chorgemeinschaft Dülmen statt. Nach der Kirche findet eine Begegnung mit der Gemeinde statt.
Bericht von Christian Rensing
Am Donnerstag, den 22.06. unternahmen mehr als 80 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Großgemeinde St. Viktor ihren gemeinsamen Betriebsausflug nach Soest. Am Morgen stand eine besondere Kirchenführung durch die mittelalterliche Wiesenkirche mit Pfarrer Trautmann auf dem Programm. Gestärkt durch ein üppiges Picknick im Pfarrgarten blieb Zeit zum Erkunden der malerischen Kreisstadt mit Ihren vielen Fachwerkhäusern und imposanten Kirchenbauten.
Nach Kaffee und Kuchen mit Blick auf den nahegelegenden Möhnesee, freuten sich viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von St. Viktor auf ein erfrischendes Fussbad im See und genossen die Zeit zum Sonnen und Verweilen am Strand. Mit vielen schönen Eindrücken aus den zahlreichen Begegnungen erreichten alle verschwitzt aber glücklich am Abend wieder das heimische Dülmen.
Am letzten Donnerstag reisten 20 engagierte Ehrenamtliche aus den Ausschüssen von St. Antonius in Merfeld gemeinsam mit Pfarrdechant Trautmann und Pastoralreferent Christian Rensing nach Münster.
Pfarrdechant M. Trautmann begleitete sie auf einem besonderen Stadt- und Kirchenrundgang anhand besonderer Glaubenszeugen durch die Innenstadt.
Der Rundgang führte zu Gedenktafeln und Denkmälern vieler Glaubenzeugen und berühmter Personen des kulturellen Lebens in Münster, wie u.a. Kardinal von Galen, Bernhard Overberg, Edith Stein und Annette von Droste-Hülshoff, die in Münster und Umgebung gewirkt und dabei wertvolle Glaubensspuren hinterlassen haben.
Beim anschließenden Essen und gemütlichen Abend in einer Münsteraner Creperie wurde allen Ehrenamtlichen einmal gemeinschaftlich Danke für Ihr oft so selbstverständliches Mitwirken für die Gemeinde ausgesprochen.
Bericht der Streiflichter, Raimund Menninghaus{multithumb}
Zwischen dem 23. Oktober und 26. November des vergangenen Jahres haben bislang unbekannte Täter an insgesamt 48 Stellen in den Stadt- und Ortsbereichen Dülmen, Coesfeld und Seppenrade verschiedenste sakrale Skulpturen wie Kreuze, Christusdarstellungen und Heiligenfiguren beschädigt. Mal wurden Nasen, mal Köpfe von Skulpturen abgeschlagen – in Welte wurde der Metallcorpus vom Kreuz am Ehrenmal abgerissen und demoliert 400 Meter weiter in den Graben geworfen.
Es handelte sich dabei nicht nur um sakrale Gegenstände, die Kirchengemeinden hatten aufstellen lassen, sondern auch solche, die Privatpersonen teilweise aus ganz individuellen Beweggründen heraus hatten herstellen lassen – mithin Zeugnisse von Familiengeschichten und -schicksalen.
Auf Initiative des Vereins „Die Karthäuser“ haben die meisten der Dülmener Schützenvereine, die Kirchengemeinden St. Viktor, Heilig Kreuz und St. Georg Hiddingsel sowie St. Johannes Lette, die Heilig-Geist-Stiftung und das Clara-Stift Seppenrade, der Heimatverein Dülmen und der Heimatverein Rorup gemeinsam insgesamt 3 600 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des beziehungsweise der Täter führen.
Am Mittwoch kamen zahlreiche Vereins-, Gemeinde- und Stiftungsvertreter am Kolpinghaus zusammen, um zusammen mit der Polizei diese Initiative vorzustellen – und das entsprechende Informationsplakat, das nun bei der Polizei und an verschiedenen weiteren Stellen auf die Initiative hinweist. „Was können wir als Karthäuser tun? Hat das Aussetzen einer Belohnung zur Ergreifung der Täter Sinn?“ Diese Fragen, so schilderte Karthäuser-Vorsitzender Markus Bagert, hätten bei der Generalversammlung des Vereins Ende November im Raum gestanden.
Bagert nahm danach Kontakt mit dem Staatsschutz der Polizei in Münster auf, die zur Aufklärung der Tatserie eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe gebildet hat. Dort wurde signalisiert, dass eine Belohnung die Chancen auf Ergreifung der Täter durchaus erhöhe.
Markus Bagert sprach daraufhin mit den Dülmener Schützenvereinen und stieß bei den allermeisten auf Unterstützung. Auch die Kirchenvorstandsvertreter der Kirchengemeinden und der Heilig-Geist-Stiftung und des Clara-Stifts waren angetan von der Initiative. Während die Vereine jeweils zwischen 100 und 200 Euro besteuerten, beteiligten sich die Gemeinden und Stiftungen in größerem Umfang.
Derzeit, so schilderte Mirko Stein, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Münster, wo die Abteilung Staatsschutz angesiedelt ist, gebe es zwei bis drei Hinweise aus der Bevölkerung, denen auch nachgegangen werde beziehungsweise nachgegangen worden sei. Zu konkreten Ermittlungserfolgen habe dies bis dato jedoch nicht geführt. Und die Ergebnisse der umfangreichen Spurensicherungen, die an den Tatstellen vorgenommen wurden, stehen derzeit auch noch im Raum. „Es passten bislang allerdings keine DNA-Spuren mit DNA-Merkmalen von Personen, die wir in unseren Karteien haben, überein“, sagte ein Mitarbeiter des Staatsschutzes am Mittwoch.
Nun besteht die Hoffnung, dass Personen weitere Beobachtungen, die sie an Tatorten gemacht haben, der Polizei mitteilen – etwa, wenn sonst nicht übliche Fahrzeuge an den Wegekreuzen beziehungsweise anderen Tatorten gesichtet wurden. „Der oder die Täter sind höchstwahrscheinlich mobil – und sind dann mit einem Auto oder Motorrad vor Ort gewesen“, so Polizeipressesprecher Mirko Stein.
Auch Beobachtungen, die vielleicht auf den ersten Anschein hin als nicht wichtig erachtet werden, könnten bei der Täterermittlung von Bedeutung sein.
Der Gesamtschaden, der bei der umfangreichen Tatserie entstanden ist, beläuft sich nach groben Schätzungen eines Restaurators auf zwischen 90 000 und 95 000 Euro, berechnet man beispielsweise auch die nötigen Einrüstungsarbeiten an Skulpturen mit ein, erläuterte am Mittwoch ein Mitarbeiter des Staatsschutzes.
Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan
Am kommenden Samstag, 5. August, feiert Pfarrer Dieter Hogenkamp seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde St. Viktor. In der Messfeier um 11 Uhr in der St.-Jakobus-Kirche Karthaus wird er verabschiedet (DZ berichtete), Hogenkamp wechselt nach Olfen. Auf seine Zeit in Dülmen blickt er im Interview mit DZ-Redakteurin Kristina Kerstan zurück.
Nach etwas mehr als vier Jahren verlassen Sie Dülmen in Richtung Olfen. Wissen Sie schon, was Sie nach Ihrem Weggang am meisten vermissen werden?
Dieter Hogenkamp: Viele Menschen in Dülmen, denen ich an den verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Situationen, nicht zuletzt im Gottesdienst, begegnen durfte, mit denen ich Leben und Glauben geteilt habe, die mir auch wichtig geworden sind.
Ihr erster Gottesdienst in Dülmen war gleichzeitig der erste gemeinsame Gottesdienst aller Gemeinden, die nach der Fusion zu St. Viktor gehören. Wie hat sich aus Ihrer Sicht die Großgemeinde in den vergangenen Jahren verändert?
Hogenkamp: Die Großgemeinde hat sich gefunden und etabliert. Insbesondere die Angestellten, die Küster, die Organisten und die Sekretärinnen, leben die fusionierte Gemeinde und arbeiten an allen Orten sehr gut zusammen. Fusion bedeutet für die einzelne Gemeinde ja leider, dass nicht mehr alles in gewohnter Form am eigenen Kirchturm stattfinden kann. Das Bewusstsein für die größere Gemeinde und die Bereitschaft, auch an anderen Orten Gottesdienste und Angebote wahrzunehmen, kann sicherlich weiter entwickelt werden.
Könnten Sie die Pfarrei, so wie sie heute ist, in einem Satz beschreiben?
Hogenkamp: Vielleicht mit dem Wort: Vielfalt im Großen. Die Spannung bleibt zwischen dem Leben vor Ort und den Angeboten der großen Pfarrei, das auch von den einzelnen aus den Ortsteilen wahrgenommen und in Anspruch genommen werden kann.
Gab es während Ihrer Zeit hier besondere Momente, die Sie nie vergessen werden?
Hogenkamp: Es gab zahlreiche Momente, die in Erinnerung bleiben, insbesondere in persönlichen Gesprächen oder auch in manchen Gottesdiensten. Besonders berührt hat mich oft, wenn etwas, eine Predigt oder ein Gottesdienst, andere sehr angesprochen und berührt hat, was sie mir dann sagten.
Wissen Sie, ob es einen Nachfolger für Ihre Pfarrstelle in St. Viktor geben wird?
Hogenkamp: Ich weiß nur, dass das Bistum plant, wieder die Stelle eines Pastors in St. Viktor zu besetzen, es gibt meines Wissens aber zurzeit noch keinen Priester dafür.
Am Sonntag ist Ihr letzter Gottesdienst in St. Jakobus. Gibt es etwas, was Sie sich zum Abschied von der Gemeinde wünschen?
Hogenkamp: Es wird ja heute nicht einfacher, den Glauben zu leben, vieles ist nicht mehr möglich wie früher, manchmal - glaube ich - werden die Erwartungen auch größer. Ich würde mir wünschen, dass die Christen in St. Viktor auch weiterhin ihren Glauben leben, trotz Widerständen, und das heißt vor allem auch, dass sie den Sonntagsgottesdienst mitfeiern.