Bericht der Bischöflichen Pressestelle Münster, Michaela Kiepe
Weihbischof Zekorn beim Auftakt der Reihe „Glauben erlesen“ in Dülmen
Knapp 60 Gäste verfolgten am Freitag (24. November) den Auftakt der Reihe „Glauben erlesen“ in der Dülmener Familienbildungsstätte. Gastgeber Markus Trautmann, Pfarrer von St. Viktor, begrüßte an diesem Abend Weihbischof Dr. Stefan Zekorn. Nur wenige Zuhörerinnen und Zuhörer wussten zu diesem Zeitpunkt, dass sie den neuen Regionalbischof für das Kreisdekanat Coesfeld bei seinem ersten Termin erlebten.
(…) Und so wurde es ein besonderer Abend für den Moderator Trautmann, den Gast Zekorn und die zahlreichen Teilnehmer. „Ich bin gerade sieben Stunden im Amt, und mein erster Weg führt mich zufällig nach Dülmen. Denn diesen Termin haben wir bereits im September vereinbart. Ich freue mich auf die Begegnungen mit vielen Menschen in der kommenden Zeit“, sagte der Weihbischof.
Dann startete Trautmann, der Zekorn aus seiner Zeit als Kaplan in Kevelaer kennt, den Abend. Im Mittelpunkt stand die Stadt Münster als Ort geistlicher Erfahrungen. Glaubenszeugen verschiedener Epochen sowie ihre Stationen und ihr Wirken in der Domstadt bildeten dabei den roten Faden. Die Grundlage war das neue Buch „Botschafter des Himmels – Christliches Glaubenszeugnis in Münster“, das Trautmann und Christiane Daldrup gemeinsam veröffentlicht haben.
Zu verschiedenen Orten und Begebenheiten befragte Trautmann den promovierten Kirchenhistoriker Zekorn, der die Menschen kurzweilig und sehr persönlich an seinen Erfahrungen, seinen Erlebnissen und seinem Glauben teilhaben ließ. So zum Beispiel über seine Zeit mit dem Theologen und Schriftsteller Johannes Bours, der bis 1984 als Spiritual am münsterschen Theologenkonvikt Collegium Borromaeum wirkte. „Er war mein geistlicher Begleiter im Priesterseminar. Für mich war es ein persönlicher Reichtum, seine spirituelle Tiefe zu erleben, aus der heraus er ein guter Ratgeber war“, erläuterte Zekorn, der später selbst von 1992 bis 2006 am Borromaeum Theologiestudenten geistlich ausbildete und begleitete.
Über seine Zeit als persönlicher Sekretär und Kaplan von Bischof Dr. Reinhard Lettmann sprach Zekorn ebenso wie über seine Begegnungen mit inzwischen großen Heiligen wie beispielsweise Papst Johannes Paul II., Frère Roger oder Mutter Theresa. „Bei Frère Roger hat mich begeistert, wie sich die tiefe Liebe zu Jesus Christus als Liebe zu den Menschen entfaltet hat“, sagte der 58-Jährige. (…)
Knapp zweieinhalb Stunden lauschten die Gäste aufmerksam den Ausführungen des Weihbischofs. Und Trautmann war zum Ende des Abends klar: „Wir haben heute eine Sternstunde unserer Reihe erlebt.“ Er bedankte sich bei Zekorn für die Offenheit, mit der er berichtet habe. „Schön, dass du uns an deinem Glaubensleben hast teilhaben lassen.“
Zum Buch:
Auf 156 Seiten mit rund 600 Abbildungen begegnen den Lesern mehr als 70 Männer und Frauen aus zwölf Jahrhunderten, die in Münster ihr christliches Glaubenszeugnis abgegeben haben. Sie haben alle eines gemeinsam, denn sie sind „Botschafter des Himmels“ – wie auch der Titel des neuen Buches von Autor Markus Trautmann und Grafikerin Christiane Daldrup lautet. Das Buch ist im münsterschen Dialogverlag erschienen und kostet fünf Euro (ISBN: 978-3-944974-25-5)
Bericht der Dülmener Zeitung, Daniel Niehues
So viele Kronen, Könige und Sterne gibt es nur an einem Tag in der St.-Viktor-Kirche: Wenn die Dülmener Sternsinger ausgesandt werden. Über 500 Jungen und Mädchen ziehen meist noch bis Sonntag los, um ihren Segen zu den Häusern zu bringen und Spenden zu sammeln. Beispielland ist diesmal Kenia.
Bei dem zentralen Aussendungsgottesdienst, an dem Sternsinger aus Heilig Kreuz und St. Viktor teilnahmen, segnete Pastoralreferent Christian Rensing Sterne, Kronen, Aufkleber und Könige. Gestaltet wurde der Gottesdienst von Heilig Kreuz, unter der Leitung von Edith Weppelmann. Dankesworte für die Könige gab es zudem von der stellvertretenden Bürgermeisterin Annette Holtrup. Die wünschte den Kindern Spaß und Freude an ihrer Aufgabe und hoffte darauf, dass die Sternsinger auf offene Türen stoßen werden. Und begrüßte, dass es am kältesten Tag des Jahres zum Aufwärmen heißen Kakao für die kleinen Könige gab.
Am Ende waren alle positiv überrascht, welche spirituelle Oase sich für eine Gruppe Dülmener Busreisender unvermutet erschloss: Die Rede ist von der Ortschaft Steyl bei Venlo, unweit der deutschen Grenze, wohin am vergangenen Samstag eine ganztägige Exkursion führte, die gemeinsam von der Familienbildungsstätte und von der Kirchengemeinde St. Viktor angeboten worden war. Auf einst fruchtlosen Sanddünen in einem Flussbogen der Maas war seit 1875 eine Gartenlandschaft mit einer weitläufigen Klosteranlage entstanden, die die Dülmener Gruppe am Samstag nach einer Überfahrt mit der Fähre erreichte. Im altehrwürdigen Stammhaus St. Michael, wo sich auch das Grab des hl. Arnold Janssen befindet, wurde die Gruppe mittels Film und Rundgang über das Werden und Wirken des Klosterdorfs an der Maas informiert.
Bis heute haben hier drei Kongregationen, die Arnold Janssen ins Leben gerufen hat, ihre Niederlassung. Zu dieser „Steyler Missionsgesellschaft“ gehört neben den beiden Zweigen der aktiven Missionare und Missionsschwestern auch die streng klausurierte Gemeinschaft der Anbetungsschwestern. „Es war überwältigend“, fasst FBS-Leiterin Irmgard Neuß ihre Eindrücke zusammen, „welche geistliche Tiefe und Herzenswärme diese Ordensfrauen ausstrahlen.“ Diese verbringen ihr ganzes Leben zwar freiwillig, aber buchstäblich hinter Gittern. Weltoffen und lebenspraktisch präsentieren sich dagegen die „blauen Schwestern“, in deren Konventsgebäude Pfarrer Markus Trautmann eine mittägliche Andacht mit spirituellen Impulsen hielt. Die Gründerin der Missionsschwestern, die selige Hendrina Stenmanns, stammt wie Arnold Janssen aus dem Bistum Münster. „Eindrucksvoll“, so Trautmann, „ wie beide trotz der Turbulenzen und antikatholischen Schikanen während des preußischen Kulturkampfs darauf vertrauten, dass Gott gerade in diesem äußeren Niedergang kirchlichen Lebens etwas ganz Neues schaffen würde.“ Gegenwärtig gehören rd. 10.000 Männer und Frauen zur Steyler Ordensfamilie; Hunderttausende haben seit dem 19. Jahrhundert als Exerzitien-Teilnehmer und Pilger Steyl besucht; die Leserschaft der Steyler Presserzeugnisse (z.B. „Weite Welt“ oder „Stadt Gottes“) reicht seit Arnold Janssens Zeiten in die Millionen.
Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Stefan Bücker
600 Katholiken nehmen an zentraler Fronleichnamsprozession in Hausdülmen teil
„Wir setzen aus sechs Gemeinden ein Zeichen der Einheit und dafür, dass wir gemeinsam Ausschau halten, wohin uns der Herr zukünftig führen wird“, hatte sich Pfarrdechant Markus Trautmann gewünscht.
Und es war ein starkes Zeichen des Zusammenhalts, das am Donnerstag die Gemeinden der Großpfarrei „Neu St. Viktor“ mit einer zentralen Eucharistiefeier und der Fronleichnamsprozession setzten.
Rund 600 Katholiken hatten sich bei drückender Hitze in Hausdülmen eingefunden, um gemeinsam das Fest zu begehen.
Viele fleißige Helfer hatten auf dem Burgplatz vor der St.-Mauritius-Kirche einen würdigen Rahmen für die Messfeier geschaffen. Ein Altar war errichtet, rund 500 Sitzplätze geschaffen und der gesamte Burgplatz ist mit Fahnen, weißem Sand und Blumenschmuck dekoriert worden. Dechant Trautmann freute sich besonders darüber, auch die Kommunionkinder begrüßen zu können. Sie brachten sich ebenso aktiv in die Messfeier ein, wie der stimmgewaltige Projektchor.
Die Prozession setze ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und stehe sinnbildlich für das wandernde Gottesvolk mit Christus in seiner Mitte, sagte Trautmann. „Wir wollen gemeinsam ein Stück gehen durch die Straßen und Wege unseres Dorfes, unserer Gemeinde. Wir wollen nicht alleine hinausgehen, der Herr selbst soll mit uns sein“, lud er nach der Messfeier zur Prozession ein. Mit Kreuz, Leuchtern und Weihrauch führten die Messdiener den feierlichen Zug an. Ihnen folgten 16 Fahnen- und Bannerabordnungen der Gemeinde, der Projektchor, die Erstkommunionkinder aller Gemeinden, Messdiener und Sakramentsgruppe, die Stadtkapelle und schließlich die vielen Mitglieder der Gemeinde.
Beschirmt von einem Stoffbaldachin trugen Dechant Trautmann, Pfarrer Dieter Hogenkamp, Pater Binish Arachal Varkey, Pfarrer Dr. Leo Jan Wittenbecher und Diakon Robert Schüttert im Wechsel die historische Turm-Monstranz aus St. Viktor zu insgesamt drei Stationen mit Außenaltären. Nach der Prozession nutzte der Pfarreiratsvorsitzende Christian Marx die Gelegenheit Pastor Hogenkamp, der federführend für die Liturgie zuständig war, zu dessen 25-jährigem Priesterjubiläum zu gratulieren.
„Welch ein wunderschönes Bild“, beschrieb Marx den Blick vom Altar auf den Burgplatz und freute sich über die Zeichen der zarten Bande zwischen den Gemeinden. Alle sechs hatten die Feierlichkeiten in Zusammenarbeit gestemmt und erhielten den herzlichen Dank für ihre Arbeit ebenso wie der Projektchor, die Stadtkapelle, die Abordnungen der Vereine und die Kommunionskinder.
Im Anschluss fand das „wunderbare Fest des Glaubens“ auf dem Burgplatz und rund um das Pfarrheim seine Fortsetzung. Der Kirchenvorstand, die kfd, die Messdiener aller Gemeinden und die Pfadfinder von St. Joseph hatten für Grillwurst, Kuchen, Waffeln und Kaltgetränke gesorgt.
Bericht der Dülmener Zeitung, Stefan Bücker
Jubiläumskonzert der Kantorei St. Joseph sorgte für Gänsehautmomente
„Endlich ist es so weit, ein großes Konzert erwartet uns“, kündigte Pfarrdechant Markus Trautmann den Besuchern am Samstagabend in der voll besetzten St.-Joseph-Kirche einen stimmgewaltigen, konzertanten Abend an.
Stimmungsvolle Plakate hatten das Jubiläumskonzert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Kantorei St. Joseph mit dem Titel „Vom Himmel hoch“ angekündigt.
„Die hier gepflegte Chormusik ist nicht nur Hobby. Sie ist auch mehr als eine Klangfolge. Sie hat eine andere Dimension“, stellte Trautmann die besondere Bedeutung der Kirchenmusik und des Engels mit dem Schriftzug „Gloria in excelsis Deo“ auf dem Plakat heraus.
Die Kirchenmusik wolle das Herz öffnen, bereitete Trautmann das Publikum auf das Bevorstehende vor und wies darauf hin, dass es die Akteure wünschten, zwischen den Stücken nicht zu applaudieren.
Was folgte, war ein einzigartiges Zeugnis intensiver Stimmbildung, welche die Mitglieder aus inzwischen drei Generationen in den Chören erfuhren und erfahren. Kantor Thomas Drees, der den Kinderchor St.-Joseph-Lerchen sowie den Gemischten Chor der Kantorei St. Joseph 1998 vor nahezu 20 Jahren gegründet hatte, hatte ein anspruchsvolles Programm mit Werken unter anderen von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Händel, Haydn oder John Rutter zusammengestellt.
In schlüssiger Reihenfolge war die Bühne zunächst dem Kinderchor und dem Jugendchor bereitet, bevor dann der Gemischte Chor die Bühne betrat. Es folgte das fulminante und vielstimmige Finale aller Chöre.
Verstanden es die Sängerinnen und Sänger ohnehin, den Besuchern einen vorweihnachtlichen Glanz in die Augen zu zaubern, sorgten die Soli von Riccardo Magistro, Pia Große Wiesmann, Franziska Helmer, Martin Woestmann, Petra Timmer und Stefan Drees für zusätzliche Gänsehautmomente. Gleichzeitig fiel es den Besuchern immer schwerer, die Darbietung nicht mit Applaus zu würdigen.
Unterstützt wurden die Chöre durch das Orchester „The Chambers“, einem Solistenensemble der Jungen Philharmonie Köln. Nachdem sich die Musiker beim Brandenburgischen Konzert Nr. 5 förmlich in einen Rausch gespielt hatten, entlud sich doch bei einem Besucher die Anspannung der Begeisterung. Ein lautes „Bravo“ hallte durch die Kirche, das durch die Musiker mit einem leisen Lächeln quittiert wurde.
Nachdem sich Kantor Thomas Drees, der auch die Gesamtleitung des Konzertes inne hatte, nach dem Schlussakkord des letzten auf dem Programm stehenden Stückes „Vom Himmel Hoch“ vor dem Publikum verneigte, konnten die Besucher ihrer Begeisterung endlich durch einen nicht enden wollenden Applaus Ausdruck verleihen. In einer kurzen Ansprache bedankte sich Drees bei allen Mitwirkenden. Sein besonderer Dank galt Ruth Bünder und Matthias Schütz, die ihn seit der ersten Stunde organisatorisch und musikalisch begleiten. Er unterstrich, dass die Chormusik auf einer gesunden Mischung von viel Spaß und sehr viel Arbeit beruhe und betonte, dass es sich um Amateurmusik handele. „Hier sind keine Profis am Werk und es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass sich Kinder und Jugendliche mit klassischer Kirchenmusik befassen.“
Das sahen auch die Besucher so, die sich noch über das abschließende Finale mit der Kantate von Klaus Heizmann freuen durften.
Bericht der Bischöflichen Pressestelle Münster, Michaela Kiepe
Die Freude in der Dülmener Bauerschaft Welte ist groß. Nach mehr als einem halben Jahr ziert ein neuer Korpus wieder das Kreuz des Ehrenmals. Er ist zwar ein bisschen kleiner als der alte Korpus, der Ende Oktober vergangenen Jahres zerstört wurde, aber er passt wunderbar zu der Gedenkstätte. "Das war letztes Jahr ein Schock für uns. Jemand hatte den alten Korpus abgenommen und brutal mit einem Hammer bearbeitet", berichtet Alfons Beuse, Erster Vorsitzender des Schützenvereins Welte.
Jeden Tag an dem Kreuz ohne Jesusfigur vorbeizukommen, habe viele Welter geschmerzt.
"Besonders von den Älteren sind wir angesprochen worden, ob wir etwas unternehmen könnten, damit das Kreuz wieder komplett ist", erklärt Martin Mensmann, zweiter Vorsitzender des Schützenvereins. Zwar ist es 1904 von dem Lehrer Johann Brinkschulte anlässlich seiner Pensionierung der Bauerschaft gestiftet worden, doch kümmert sich der Schützenverein seit Jahrzehnten um den Erhalt.
Also machten sich die Schützen auf die Suche nach einem neuen Korpus, "der auch vom Preis zu uns passte". Unterstützung erhielten sie von Diakon Robert Schüttert. "In Merfeld gibt es verschiedene Darstellungen, die der 2003 verstorbene Bildhauer Joseph Krautwald aus Rheine geschaffen hat. Ich wusste, dass sein Bruder den Nachlass verwaltet", erzählt Schüttert. Gemeinsam machte er sich mit den Schützen auf den Weg. "Uns fiel sofort dieser Korpus auf", berichtet er mit Blick auf das Kreuz. Sie nahmen die Jesusfigur mit und befestigten sie probehalber am Kreuz. "Unser Gefühl hatte uns nicht getäuscht. Er passte wunderbar", sagt Beuse, dem vor allem der Gesichtsausdruck des Gekreuzigten gefällt. "Er strahlt mehr Zuversicht als Leiden aus und weist für mich damit auf die Auferstehung hin", beschreibt er seinen Eindruck.
Die Verhandlungen in Rheine seien zwar nicht ganz einfach gewesen, doch am Ende konnten die Schützen dank großzügiger Spenden der Welter den ausgesuchten Korpus erwerben. "Das Geld hatten wir schnell zusammen. Daran haben wir auch gemerkt, wie wichtig den Menschen dieses Kreuz ist", freut sich Mensmann über den Rückhalt der rund 450 Bewohner der Bauerschaft. Die Pflege rund um das Kreuz teilen sich zwölf Frauen, die zu zweit jeweils für zwei Monate nach dem Rechten schauen.
Nun erstrahlt das Ehrenmal in neuem Glanz. Die Steine wurden gereinigt und der Korpus angebracht. Am Sonntag, 25. Juni, um 16 Uhr wird die Station in einem kleinen Gottesdienst durch Diakon Robert Schüttert gesegnet. "Anschließend findet noch ein gemütlicher Teil in unserer Festscheune statt. Damit wollen wir uns bei allen Spendern bedanken", informiert Beuse, der sich sicher ist: "Ohne das Kreuz wäre die Bauerschaft ein ganzes Stück ärmer."
Am Donnerstag, 4. Mai 2017, starb in den Abendstunden der frühere Dülmener Pfarrer Peter Thewes im Alter von 98 Jahren. Thewes wurde 1919 in Hamm-Bossendorf geboren und 1949 zum Priester geweiht. 1957 kam er als Kaplan nach Dülmen St. Viktor, von hier aus betreute er den Bau der Josephskirche und wurde ab 1964 erster Pfarrer der neu gegründeten Gemeinde St. Joseph. 1978 wechselte Thewes als Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat nach Münster. Seit 1984 lebte der emeritierte Domkapitular in Haltern.
Am Freitag, 12. Mai, wird Pfarrer Thewes in der Kirche St. Sixtus in Haltern aufgebahrt. Während des ganzen Tages haben dann alle die Möglichkeit zum persönlichen Gebet und zum Abschied. In der um 18 Uhr beginnenden Abendmesse in St. Sixtus wird für ihn gebetet und seiner besonders gedacht. Die KAB St. Sixtus lädt um 19 Uhr zu dem Totengebet ein. Das Requiem ist am Samstag, 13. Mai um 10 Uhr in der Kirche St. Sixtus, anschließend findet die Beisetzung auf dem katholischen Friedhof in Haltern, Hullerner Straße statt.
Am Vorabend des Ersten Advent sind wir in der Pfarrgemeinde St. Viktor offiziell willkommen geheißen worden. Das tat so richtig gut!
Die festliche Eucharistiefeier mit der Neuaufnahme der Messdienerinnen und Messdiener, die kirchenmusikalische Gestaltung unter der Leitung von Herrn Drees, die Fahnenabordnungen der einzelnen Gemeinden (Da kam schon so etwas wie „Hardenbergfeeling“ auf.), die ermutigenden Worte von Herrn Marx und das Willkommensgeschenk bildeten den gelungenen Auftakt für eine hoffentlich lange gemeinsame Zeit.
Die anschließende Begegnung im adventlich geschmückten Pfarrheim mit leckeren Suppen, Getränken und Snacks ließ das Kennenlernen leicht fallen. Inzwischen ist für uns der Alltag eingekehrt, ein Alltag, den wir hier gerne leben. Zwischendurch ist auch immer wieder Zeit, im Buch „Dülmen gestern und heute“ zu blättern. So lernen wir unser neues Lebensumfeld leichter kennen, seine Geschichte ein wenig erahnen, und bekommen Freude, die Gegenwart mit zu leben und zu gestalten. Allen, die uns das Ankommen hier so liebevoll und schön gestaltet haben, sagen wir von ganzem Herzen „Danke“!
Am Christkönigsonntag wurden in St. Viktor sieben neue Messdiener in die Gemeinde aufgenommen
In der Messe durften Niklas Reinert und Jennifer Gerdemann die neuen Messdiener Mirja Brambrink, Tobias Hölscher, Nadja Kaps, Lilly Breuer, Wilm Elfers, Jakob Elfers und Vanessa Obbelode in der Gemeinde begrüßen. Nach einer kurzen Ansprache durch den Gruppenleiter Niklas wurden die Kinder durch Pfarrer Markus Trautmann befragt und die Plaketten, die als ein Erkennungszeichen der Messdiener gelten, wurden gesegnet.
Daraufhin wurde sie den Kindern überreicht und die Freude darüber wurde mit einem strahlenden Lächeln untermalt.
„Wir müssen sagen, es macht uns Spaß, Euch auszubilden und Euch in Euren Aufgaben wachsen zu sehen“, betonte Niklas, dem das Leiterteam, bestehend aus Annie Weiling, Felix Linke, Sarah Alt, Maxi Ignatzek, Ina Altenbokum, Juliane Weiling, Elias Rensing und Jennifer Gerdemann, in den Gruppenstunden gern den Rücken stärkt.
Als kleiner Gedanke gab die Leiterin Jennifer der Gemeinde ein Zitat von Benedikt XVI mit auf den Weg: „Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem Einzelnen den Weg in die Zukunft.“
In der Messe waren außerdem die Kommunionkinder des Jahres 2017 anwesend, um den Abschluss der Erstkommunionkatechese zu feiern. Da auch die neuen Messdiener in diesem Jahr zur Kommunion gegangen sind, war dies ein gelungener Rahmen für die Neuaufnahme.
Nach dem Gottesdienst ging es für die Neuen noch zu einem kleinen Beisammensein in die Familienbildungsstätte. Hier bekamen sie noch eine Urkunde und den neuen Messdienerausweis überreicht.
Alles in allem war es eine schöne Feier und die Messdiener freuen sich über die tatkräftige Unterstützung im Dienst am Altar.
Drei Mädchen und vier Jungen wurden am vergangenen Sonntag in die Messdienergemeinschaft St. Antonius Merfeld neu aufgenommen nachdem sie in den letzten Wochen von den Betreuerinnen Julia Sommer, Lioba Autermann und Angela Stegehake ausgebildet worden sind. Es gab einen feierlichen Gottesdienst mit Pfarrer Markus Traumann, den die neuen Messdiener selbst mitgestalten durften. Anschließend gab es ein gemütliches Beisammensein im Pfarrheim mit den Messdienern und ihren Familien.
Die neu aufgenommenen Messdiener sind: Simon Sträter, Julius Beckmann, David Heringhaus, Luisa Winkelkotte, Lea Bergmann und Lucy Kisters, (es fehlt Henry Brambrink).
Foto: Lioba Autermann
In St. Viktor konnten jetzt Kommunionkinder der St.-Agatha-Gemeinde Rorup in die Gemeinschaft der Messdiener aufgenommen werden. Sie hatten sich seit dem Sommer auf die Aufgabe als Altarhelfer vorbereitet. Die neuen Messdiener sind: Melina Nitsch, Silas Jasper, Lara Jasper, Anselm Kleybold, Greta Sudmann, Lennart Mecking, Clara Werenbeck-Ueding, Romy Kaul, Mia Bonekamp, Ronja Köhne.
Foto: privat
Bericht von Gabriele Sondermann
Ortsausschuss St. Mauritius unternahm einen Ausflug nach Köln
Am 14.10. machten 10 Mitglieder des Ortsausschusses Sankt Mauritius bei strahlendem Sonnenschein einen Ausflug nach Köln. Dort trafen sie sich mit Frau Hannelore Bartscherer, der Vorsitzenden des Katholikenausschusses der Stadt Köln. Sie berichtete sehr anschaulich über die Entstehung des Gremiums, das alle 4 Jahre von Pfarrgemeinderäten und katholischen Verbänden gewählt wird. Der Katholikenausschuss will entscheidend bei der Gestaltung von Kirche, Stadt und Gesellschaft mitwirken.
Frau Barteler stellte die vielfältigen Aufgabenfelder und Aktionen vor, die sicher nicht auf unsere Gemeindestrukturen übertragen werden können. Dennoch blieben drei Stichworte, die neu betrachtet werden müssen: Flagge zeigen, gute Vernetzung und auf die zugehen, die nicht zu uns kommen.
Abschließend genossen die Hausdülmener einen einzigartigen Blick vom Balkon im fünften Stock auf den Dom und das lebhafte Treiben um ihn herum.
Danach ging es unter sehr kompetenter Führung in den Dom, wo es vor Besuchergruppen wimmelte.
Die fast zwei Stunden vergingen wie im Fluge. Neben all den Figuren aus der Bibel, den Königen und Kölner Persönlichkeiten blickte auch Sankt Mauritius in einem der großen Nordfenster des Mittelschiffes auf die Hausdülmener herab.
Nach so viel geistiger Kost wurde es Zeit, im Brauhaus Früh eine zünftige Mittagspause mit den ein oder anderen Glas Kölsch zu machen.
Gestärkt genossen die Hausdülmener einen Spaziergang mit abschließender Kaffeepause am Rheinufer.
Die Rückfahrt gestaltete sich etwas länger als geplant: der eine Zug fiel aus, der andere kam später oder von einem anderen Gleis. Alle Teilnehmer waren sich bei der Verabschiedung einig: Das war ein gelungener Ausflug mit vielen neuen Ansichten, Aussichten und Einsichten
Bericht der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan
Da ist etwa der Seniorenausflug. Der wurde bislang an zwei Terminen im Jahr in St. Joseph angeboten. „Wir versuchen das jetzt auszuweiten“, berichtet Bärbel Lackhütter. Im nächsten Jahr sollen sich die Fahrten an Senioren in der ganzen Großgemeinde St. Viktor richten.
Weitere Beispiele für gelungene Zusammenarbeit über einstige Gemeindegrenzen hinaus aufzuzählen, das ist für die Mitglieder des Caritas-Netzwerkes St. Viktor nicht schwer. So wurden etwa früher keine Spendenaufrufe in St. Viktor verteilt, weil dort schlicht die Helfer fehlten - jetzt übernehmen Ehrenamtliche aus St. Joseph das mit.
Knapp 90 Helfer engagieren sich in der ganzen Großgemeinde in der Caritas. Koordiniert wird die Arbeit vom Caritas-Netzwerk St. Viktor, in dem Vertreterinnen aus allen Gemeindeteilen, die auch Ansprechpartnerinnen vor Ort sind, sich sieben bis acht Mal im Jahr treffen. „Wenn es in einer Gemeinde ein Problem gibt, kommt das hier auf den Tisch und wir tauschen uns aus“, beschreibt Irene Angelkotte aus Rorup die gute Zusammenarbeit. „Das Einzelkämpfertum hört auf“, ergänzt Pastoralreferent Christian Rensing, der das Netzwerk betreut. Gemeinsam vorbereitet wird unter anderem auch die Elisabeth-Feier am 22. November für alle ehrenamtlichen Caritas-Helfer.
Besuchsdienste im Krankenhaus, finanzielle Hilfe für Bedürftige, Angebote für Senioren, die Gestaltung von Gottesdiensten am Caritassonntag - die Aufgaben des Netzwerkes sind groß und vielfältig. Und wichtig, betonten die Verantwortlichen. So würde etwa für einige Kinder das Schulgeld für eine warme Mahlzeit übernommen, gibt Heike Plugge aus St. Viktor ein Beispiel für eine der unkomplizierten Hilfen.
An einem Problem kommt das Netzwerk jedoch nicht vorbei: „Wir brauen Nachwuchs“, betont Irene Angelkotte. Sehr viele Ältere, zwischen 70 und 80 Jahren, würden sich derzeit bei der Caritas engagieren, ergänzt Lackhütter. „Diese Strukturen brechen jetzt weg.“ Was sie mit Blick auf mögliche Interessierte betont: „Sich zu engagieren heißt nicht, alle Aufgaben zu übernehmen, sondern sich einzelne Dinge herauszusuchen. Ideen für neue Aktionen seien da, sagt Maria Schulte-Kuhmann aus St. Joseph. „Aber die Kapazitäten in der Gemeinde sind begrenzt.“ Aktuell müsse man gucken, den derzeitigen Standard beizubehalten, betont Plugge.
Bericht der Dülmener Zeitung, Stefan Bücker
Pfarrer Heio Weishaupt und Pater Charly sind die neuen Seelsorger in St. Viktor
„Mit dem ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr - und das neue Kirchenjahr beginnt für sieben neue Messdiener auch mit etwas ganz Neuem“, stellte Pfarrer Heio Weishaupt am Wochenende schon in der Begrüßung die neuen Ministranten in den Vordergrund, die im späteren Verlauf des Gottesdienstes von Pfarrdechant Markus Trautmann offiziell begrüßt und gesegnet wurden. Erst im zweiten Satz bemerkte Weishaupt, dass ja nun auch für Pater Charly und ihn selbst etwas Neues beginnen würde.
Denn ziemlich genau 30 Jahre, nachdem er von Bischof Dr. Reinhard Lettmann zum Priester geweiht worden war, wurde Pfarrer Heio Weishaupt in der St.-Joseph-Kirche als neuer Seelsorger der Großgemeinde St. Viktor empfangen. Mit ihm wurde auch Pater Charly, der im Sommer aus seiner indischen Heimat nach Deutschland zurückgekehrt war, offiziell begrüßt. Dazu hatten Fahnenabordnungen der Pfarreien der Großgemeinde im Altarraum einen eindrucksvollen Rahmen geschaffen.
Weishaupt beschrieb seine Gefühlslage, die er durchlebt habe, als einen Wechsel von Anspannung und Entspannung, die Pole, die das menschliche Leben bestimmen würden. In St. Sixtus Haltern habe er entspannte Zeiten gehabt. „Als ich dann aus dem Bistum den Brief erhalten habe, dass der Stellenplan meine nähere Zukunft in Dülmen vorsieht, war die Entspannung groß“, so Weishaupt. Rückblickend auf seine Zeit von 1987 bis 1991 als Kaplan in Heilig Kreuz wies er andererseits auf die seitdem erfolgten Veränderungen von Stadt und Menschen hin, was wiederum eine herausfordernde Anspannung bedingen würde. Als er aber seine ersten Gespräche mit dem Seelsorgeteam geführt hatte, sei er überzeugt gewesen „Das kann was werden“.
Davon ist ebenfalls Pfarreiratsvorsitzender Christian Marx überzeugt, der neben Willkommensgrüßen auch Willkommensgeschenke überbrachte. In Anspielung auf den guten Ruf als Hobbykoch, der Weishaupt vorauseile, übergab er ihm gute Zutaten für die Küche. Eine Flasche guten Weines soll Pater Charly die Lektüre heimatbezogener Literatur versüßen, um sich gut einzuleben. Noch wohnt er in einer Ferienwohnung, wird aber in Kürze zum Bült ziehen.
Heio Weishaupt findet sein neues Zuhause im Pfarrhaus in Hausdülmen, in dem zuletzt Bruder Leo gewohnt hatte.
Die Einführung der Seelsorger fand im Pfarrheim einen gemütlichen Ausklang, bei dem die Gemeinde sich mit den neuen Geistlichen bei Snacks und Getränken austauschen konnte.
Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Sigrid Muddemann
Die Rührung war Pfarrer Heinz Golder anzusehen. Die zahlreichen Glückwünsche, die Mühen, die sich alle gemacht hatten, der Gesang des Kirchenchores, - man konnte spüren, dass er sich darüber richtig gefreut hatte. Konnte er ja auch, denn schließlich feierte Pfarrer Heinz Golder am Sonntag sein 50-jähriges Priesterjubiläum mit der ganzen Gemeinde und vielen Gästen. „Der Sohn Gottes, Jesus Christus, kam nicht als „Ja oder Nein“ sondern in ihm ist das „Ja“ gekommen.
Mit diesen Worten wurde Pfarrer Golder am 29. Juni 1967, dem Hochfest „Peter und Paul“ im Paulusdom zu Münster durch den damaligen Bischof Josef Höffner zum Priester geweiht. Nach mehreren Stationen als Kaplan wechselte Pfarrer Golder nach Hamicolt, und unterstützte damals schon Pfarrer Peter Rück. Nach dessen Tod wurde er damals 1987 in der Kirchengemeinde St. Agatha zu seinem Nachfolger ernannt. In den ersten Worten nach seiner Wahl zum Papst bezeichnete sich Papst Benedikt der XVI sich als einfacher und bescheidener Arbeiter im Weinberg des Herrn. „Und so haben wir Sie auch kennengelernt, Sie haben die eigene Existenz ganz Gott überantwortet, übten als bescheidener Priester ihr Amt weit über 25 Jahre in Rorup aus,“ sagte Robert Wulf vom Kirchenvorstand.
Er habe in der Gemeinde den christlichen Glauben durch sein Leben in ganz besonderer Weise mitgeprägt. Auch Pfarrer Alois Rohlmann würdigte Golders Wirken. „Obwohl wir so unterschiedlich waren, wir haben uns immer verstanden, es hat einfach Spaß gemacht. Ich wünsche Dir noch viele gesunde Jahre,“ so Rohlmann. Weiterhin war auch Pater Heinz Preun nach Rorup gekommen, trotz seiner 82 Jahre nahm er die gut 400 Kilometer gern in Kauf.
Und auch Pfarrer Werner Frye war zum Festhochamt nach Rorup gereist.
Dieses war sehr feierlich, durch den Gesang des Roruper Kirchenchores, aber auch durch Sandra Fülber mit zwei weiteren Musikern. Besonders das „Ave Maria“ von Bach Gounod ging vielen Besuchern der heiligen Messe durch Mark und Bein.
Dann überraschten die Kindergartenkinder und auch Schulkinder den Pastor mit einem Spalier, und übergaben Blumen. Auch darüber freute sich Golder. „Es ist so schön, dass ihr alle da seid“, freute sich der Jubilar. Anschließend gab es einen Empfang mit Gästen im Gemeindehaus. Auch hier gab es viele Glückwünsche.
Michael Döveling erfreute den Pfarrer ganz besonders. „Wir haben uns überlegt, als Geschenk, dass wir mit Ihnen ein sehr schönes Grillfest mit der ganzen Gemeinde feiern wollen.“
Die Freude war Pfarrer Golder sichtlich anzumerken, und er sagte: „Aus der Erfahrung weiß ich, wie schön das ist. Darauf freue ich mich wirklich sehr,“ so Golder. Sehr schön klang der Tag für alle aus.
Bericht der Dülmener Zeitung / Text: Patrick Hülshegger; Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
Rund 100 Gläubige versammelten sich am frühen Sonntagmorgen zur ökumenischen Osterprozession auf dem nur von einem Osterfeuer erleuchteten Marktplatz. Beim Gang durch die Straßen der Innenstadt trug Bürgermeisterin Lisa Stremlau das Kreuz. Der Brauch, dass das Kreuz vom Bürgermeister getragen wird, geht zurück auf das Jahr 1382. Damals hatte die Pest alle Geistlichen der Stadt hingerafft und der damalige Bürgermeister hatte die Prozession angeführt.
Zurück auf dem Marktplatz dankte Stremlau den Dülmenern, dass sie den Weg des Kreuzes mitgegangen seien. Das Kreuz sei ein Zeichen der Hoffnung. Sie rief die Dülmener auf, in den aktuell schwierigen Zeiten voller Krieg, Vertreibung und Terror zusammenzustehen. „Wir können froh sein, dass wir in Frieden und Freiheit leben. Lassen Sie uns daher die Flüchtlinge weiter mit offenen Armen empfangen“, so Stremlau. Mit einem Wort von Martin Luther endete die Prozession, bevor in St. Viktor und der Christuskirche Gottesdienste gefeiert wurden.
Die kfd St. Viktor besuchte heute unter Begleitung von Pfarrer Markus Trautmann die Wallfahrtsstätte Werl und erlebte dort bei gutem Wetter einen schönen Tag. Begonnen wurde mit einem Gottesdienst in der Basilika Mariä Heimsuchung, der von Pfarrdechant Trautmann zelebriert wurde. Im Anschluss führte Franziskaner-Bruder Ralf durch die wunderschöne Kirche und hatte auch Interessantes zu dem Gnadenbild "Unserer Lieben Frau von Werl", auch "Trösterin der Betrübten" genannt, zu berichten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte Bruder Bernhard durch das Museum "Forum der Völker". Mit einem Spaziergang durch den Kurpark mit anschließender Kaffee- und Kuchenrunde endete die Tagestour der kfd.
Basar-Erlös von über 2.000 Euro werden für Winterkleidung in Caravelì/Peru verwendet
Weihnachtsplätzchen, Marmelade, Weihnachtskarten, Papiersterne, Engel, Weihnachtslichter und vieles andere – die Gäste im Pfarrheim St. Joseph hatten am Samstagabend und am Sonntagmorgen beim Basar reichlich Gelegenheit, sich mit kleineren und größeren Geschenken und Dekoartikeln einzudecken. Denn allerlei Selbstgemachtes, das schon jetzt auf die Vorweihnachtszeit einstimmt, bot der Basar des Peru-Kreises St. Joseph unter dem Motto „Kekse · Karten · Köstlichkeiten“ in gemütlicher Atmosphäre zum Verkauf an.
Viele fleißige Akteure haben ihr kreatives und kulinarisches Geschick dazu verwendet, um den Basar mit den Verkaufsartikeln zu bestücken. Auch der Eine-Welt-Kreis und die Pfadfinderinnen von St. Joseph brachten sich mit ein. Letztere boten Hot-Dogs und Waffeln für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher an.
Bereits viele Wochen im Vorfeld hatte der Peru-Kreis St. Joseph Gruppierungen der Kirchengemeinde, wie auch Einzelpersonen motiviert, für den Basar tätig zu werden. So wurde in zahlreichen heimischen Stuben gebacken, gebastelt, gestickt, gestrickt und genäht, wodurch ein vielfältiges Warenangebot zusammengekommen war.
Auch in diesem Jahr hatte die Schreinerei Kuhmann aus ausrangierten Kirchenbänken Dekoratives hergestellt. Waren es im Vorjahr die Vasen, so konnten in diesem Jahr dazu passende Kerzenhalter erworben werden.
Christiane Hoppe, Sprecherin des Peru-Kreises, zeigt sich begeistert: „Ich freue mich, dass so viele Menschen ihre handwerklichen Fertigkeiten für den guten Zweck zur Verfügung gestellt haben.“ Denn der Erlös des Basares geht an die Gemeinschaft der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ in Caravelì/Peru, eines der beiden vom Peru-Kreis unterstützten Projekten.
In seiner Ansprache in den Gottesdiensten am Samstagabend bzw. Sonntagmorgen wies Pfarrer Trautmann darauf hin, dass die beiden Projekte, denen sich der Peru-Kreis St. Joseph widmet, jeweils auf die Initiative von Herz-Jesu-Missionaren aus Dülmen zurückgehen: Die Gemeinschaft von Caravelì in den peruanischen Hochanden sei eine Gründung des Herz-Jesu-Missionars Friedrich Kaiser; die Beziehungen nach Tablada bei Lima habe seinerzeit die Herz-Jesu-Schwester Klara Sietmann hergestellt. Die Gemeinschaft, die in Deutschland auch „Hiltruper“ Missionare bzw. Missionarinnen genannt werde, habe als Sinnbild ihres Wirkens das Herz Jesu: Ausdruck der Leidenschaft und Menschenfreundlichkeit Gottes.
Nach Abschluss des Basares blickte das Helfer-Team glücklich und dankbar auf gut geräumte Tische und war sich schnell einig, „der Aufwand und die Mühen haben sich auf jeden Fall gelohnt.“
Martina Köhnke, ebenfalls Engagierte im Peru-Kreis, gibt erfreut die Gesamtsumme der Einnahmen und somit auch die Höhe der Spende bekannt: „Wir haben an den beiden Tagen etwas mehr als 2.000 Euro einnehmen können.“
In Caravelì werden derzeit besonders festes Schuhwerk so wie Winterkleidung für die Kinder benötigt. Für diesen speziellen Zweck soll das eingenommene Geld gespendet werden.
Wohlbehalten und voller Eindrücke sind die Teilnehmer der spirituellen Sommerferienfreizeit der Viktor-Gemeinde nach Dülmen heimgekehrt. Die einwöchige Radtour führte über Kevelaer und Mönchengladbach nach Aachen. Hier war eine Domführung mit anschließendem Gottesdienst im berühmten karolingischen Oktagon der Höhepunkt der Fahrt. Zuvor gehörten der Besuch eines festlichen Pilgergottesdienstes und einer Orgelbauwerkstatt in Kevelaer, ein Gespräch mit einer Anbetungsschwester im niederländischen Steyl sowie ein Gottesdienst in den historischen Grotten von Mönchengladbach-Hehn zu den Erlebnissen.
Bericht der Dülmener Zeitung / Hans-Martin Stief; Foto: Kirchengemeinde St. Viktor
Unter dem Motto „beherzt glauben - begeistert leben“ stand der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag in der Viktorkirche, zu dem Pfarrer Gerd Oevermann (evangelische Kirchengemeinde), Michael Wichmann (katholische Kirchengemeinden) und Johann Penner (Freikirche) vom Vorbereitungsteam gemeinsam eingeladen hatten. Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgten die Gemischten Chöre aus St. Joseph, St. Antonius, St. Jakobus, St. Agatha, St. Viktor, Hl. Kreuz und die Kantorei der evangelischen Kirchengemeinde.
Die Gesamtleitung hatte Thomas Drees, am Flügel spielte Lothar Solle. In Anlehnung an den Vers des Propheten Ezechiel „Gott spricht, ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“, erhielten die Gottesdienstbesucher am Eingang ein kleines Stoffherz. Im Anschluss an den Gottesdienst saßen die Besucher noch lange auf dem Kirchhof bei Kaffee und Gebäck beisammen, für das musikalische Programm sorgte dabei die evangelische Band Auszeit. Die Kollekte des Ökumenischen Gottesdienstes zu Pfingsten, der alle zwei Jahre stattfindet, kommt der Ökumenischen Flüchtlingshilfe Dülmen zugute.
Neuer Weihbischof besucht das Kreisdekanat Coesfeld
Er war erst sieben Stunden im Amt, da führt ihn sein erster Termin nach Dülmen: Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, neu ernannter Regionalbischof für das Kreisdekanat Coesfeld, besuchte am Freitagabend (24.11.) einen der „Spirituellen Leseabende“ der Familienbildungsstätte. Sein frisches und spontanes Auftreten während der mehr als zweistündigen Interviewveranstaltung kam gut an: „Dr. Stefan Zekorn hat eine Gabe, die Menschen in seiner freundlichen Art mit persönlichen Erzählungen über seinen Glauben zu begeistern“, findet Anja Ruffer, Leitende Pfarrsekretärin von St. Viktor.
Ähnlich sieht das Christian Marx, der bisherige Pfarreiratsvorsitzende: Es sei unbeschreiblich, wie begeisternd Zekorn von der Schönheit des Glaubens spreche. „Wir können uns glücklich schätzen, ihn in unserer Region begrüßen zu dürfen.“ Zekorn selbst äußerte, er verstehe sein Amt als „pontifex“, wörtlich: Brückenbauer. „Ich freue mich auf die Begegnungen mit vielen Menschen in der kommenden Zeit“, sagte der Weihbischof. Allerdings, so sein augenzwinkernder Eindruck nach dem Dülmener Abend: „Schöner kann es in ‚meinem‘ neuen Kreisdekanat gar nicht mehr werden.“