Seit August bereiteten sich die Kinder in wöchentlichen Treffen auf ihre neuen Aufgaben in der Kirche vor, angeleitet von Alexander und Theresa Pelz.
Foto: Mariele Pelz
Bericht der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan
Vor 20 Jahren begann die Geschichte der Kantorei St. Joseph mit dem Amtsantritt von Thomas Drees
Thomas Drees muss im Rückblick lachen, wenn er an seine ersten Tage als Kantor von St. Joseph denkt. Am 1. Januar 1998 begann sein Vertrag - allerdings startete er gleich mal mit einer Krankheitswoche, berichtet Drees. Um danach jedoch richtig loszulegen. Schon im Februar gab es die erste Probe des damals neu gegründeten Kinderchores mit 30 Jungen und Mädchen.
Mit dem Arbeitsantritt von Drees beginnt auch die Geschichte der Kantorei St. Joseph, die heute drei Chöre - Kinderchor St.-Joseph-Lerchen, Jugendchor und Gemischter Chor - mit rund 200 Sängern im Alter von fünf bis 95 Jahren umfasst. Das 20-jährige Bestehen war bereits vorzeitig im Dezember mit dem Jubiläumskonzert „Macht hoch die Tür“ gefeiert worden, an dem alle drei Ensembles mitwirkten (DZ berichtete). Sie alle hat Drees aufgebaut.
So gab es, als er 1998 startete, in der Gemeinde bislang einen Kirchenchor mit rund 35 Mitgliedern. Von Pfarrer Friedel Gemke hatte Drees den Auftrag bekommen, diesen weiterzuentwickeln und gleichzeitig einen Kinder- und Jugendbereich aufzubauen. Neben der Neugründung des Kinderchores rief er zudem den Jungen Chor St. Joseph ins Leben, mit knapp 40 Aktiven zwischen Anfang 20 und Mitte 40. „Ich habe die Erfahrung mitgebracht, dass es schwierig ist, Leute in einen bestehenden Chor zu integrieren“, erläutert der Kantor. Konzentrierte sich der Kirchenchor auf klassische Chorliteratur, sang der Junge Chor etwa Neues Geistliches Lied.
Fünf Jahre, bis 2003 liefen beide Ensembles parallel. Bewusst wurden beide Chöre dann aufgelöst und ein neuer mit komplett anderem Namen gegründet, erinnert sich Drees - nämlich der Gemischte Chor der Kantorei St. Joseph. Wobei sich „gemischt“ sowohl aufs Alter als auch Geschlecht beziehe. „Das war praktisch auch die Geburtsstunde des Namens Kantorei St. Joseph.“ Die Neugründung hatte viel auch damit zu tun, dass 2001 mit dem Jugendchor ein weiteres Ensemble in der Gemeinde entstanden war. Und vier Chöre gleichzeitig zu betreuen, das sei zuviel gewesen, erläutert der Kantor.
Gebildet hatte sich der Jugendchor aus jungen Sängern, die dem Kinderchor entwachsen waren. Aktuell gebe es dort noch fünf Mitglieder, die 1998 im Kinderchor gestartet seien, berichtet Ruth Bünder. Sie ist Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendchores und Teil des Elternteams, das Drees bei seiner Arbeit unterstützt. Und sich etwa bei den Musicals, die die Lerchen alle zwei Jahre aufführen, um Regie, Kostüme oder Bühnentechnik kümmert (beim Gemischten Chor übernimmt das der Vorstand um Aloys Timmer und Brunhilde Helmer). So wird in diesem November „Die Hexe Backa Racka“ aufgeführt - was übrigens 2001 das erste abendfüllende Stück war, das der Kinderchor einstudierte. Zum Kantorei-Jubiläum soll zudem im Oktober eine Art Klassentreffen aller bisherigen Sänger stattfinden, verrät Bünder. So seien bislang 423 Mädchen und Jungen hier aktiv gewesen.
Diese Lerchen werden übrigens in Aufbau- (A-Chor) und Konzertchor (B-Chor) aufgeteilt, abhängig nach der Stimmbildung. Sehr gut bewährt habe sich das Paten-Konzept, wo ältere Kinder sich um jüngere kümmern, lobt Drees. Generell sei der Zusammenhalt in der gesamten Kantorei hervorragend, Konkurrenz gebe es keine. „Wir sind eine Gemeinschaft, wir sind eine große Familie.“ Zu der gehört zudem Korrepetitor Matthias Schütz, der seit zwei Jahrzehnten für die musikalische Begleitung zuständig ist - und mittlerweile auf acht prall gefüllte Notenordner kommt.
Welche Ziele hat sich Drees mit der Kantorei gesetzt? „Im Prinzip ist das nicht zu toppen. Es ist ein gut funktionierendes System, das jedoch immer wieder angepasst werden muss.“ Für den Gemischten Chor wünscht er sich zudem weitere Männerstimmen. Und für das nächste große Konzert mit der ganzen Kantorei im Winter 2019 hat er bereits ein Stück im Visier: das Weihnachtsoratorium von Bach.
Infos zu den Chören, etwa zu den Probenzeiten, gibt es bei Thomas Drees, Tel. 02509/9125, und Ruth Bünder (Kinder- und Jugendchor), Tel. 02594/789274.
Gestern wurden in der Vorabendmesse zum zweiten Advent acht neue Messdienerinnen und Messdiener in die Messdienergemeinschaft von St. Mauritius Hausdülmen aufgenommen. Nach dem Gottesdienst wurden von den Leiterinnen und Leitern selbst gebackene Plätzchen verkauft. Der Erlös geht an unser Partnerschaftsprojekt, St. James School in Tamale Nordghana.
Alle Messdienerinnen und Messdiener waren nach dem Gottesdienst eingeladen zu einem Kennenlernabend ins Pfarrheim zu kommen. Die Leiterinnen und Leiter hatten für das leibliche Wohl gesorgt und Spiele und Aktionen vorbereitet.
Bericht der Dülmener Zeitung
Eigentlich kennen sie den Papst nur von Bildern oder aus dem Fernsehen. Am Mittwoch aber sind sie ihm ganz nahe gekommen. Nur wenige Meter entfernt, auf dem so genannten Sagrato, dem treppenartigen Vorplatz des Petersdomes, durften Messdiener aus Dülmen (das Bild zeigt Messdiener der Gemeinden Heilig Kreuz und St. Viktor sowie aus Olfen auf der Spanischen Treppe) sowie Ochtrup, Steinfurt, Greven, Metelen und dem Oldenburger Land während der Papstaudienz sitzen.
135 Teilnehmer aus dem Kreis Coesfeld nehmen an der internationalen Ministrantenwallfahrt teil. Höhepunkt war die Begegnung und das Abendgebet mit Papst Franziskus. Schon am Nachmittag musste die Gruppe ihre Plätze einnehmen - so lauten die Vorschriften des Vatikans - und das, obwohl die Audienz erst um 18 Uhr begann. Doch das Warten hat sich gelohnt. Zu Beginn der Audienz fuhr Papst Franziskus mit dem Papamobil durch die Reihen, 60.000 Messdiener aus 19 Ländern jubelten ihm zu.
Bericht der Dülmener Zeitung
Gemischter Chor der Kantorei St. Joseph beim Katholikentag in Münster dabei
Die Generalversammlung des Gemischten Chores der Kantorei St. Joseph startete mit einer Messe in der Kapelle des Maria-Ludwig-Stifts in Dülmen. Als Überraschungsgast war Pater Charly anwesend. Dieser wurde im Auftrag des Chores gefragt, ob er zukünftig das Amt des Präses übernehmen möchte. Zu diesen Aufgaben gehört unter anderem der geistliche Beistand und die Unterstützung der Sänger.
Pater Charly zeigte sich erfreut über das Anliegen und sagte zu, dass er mit Freude im Herzen und Gottes Segen die Aufgaben eines Präses übernehmen wolle. In seiner kurzen Antrittsrede hob er dann er den Stellenwert und die Bedeutung der Chormusik in der heutigen Zeit hervor.
Kantor und Chorleiter Thomas Drees bedankte sich bei den Mitgliedern und dem Vorstand für die geleistete Arbeit. Besonders hervorgehoben wurde die Vorbereitung und Aufführung des Konzertes anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Kantorei St. Joseph. Doch „nach dem Konzert“ heißt immer auch „vor dem Konzert“. So stehen in diesem Jahr wieder viele Auftritte und Aktivitäten auf dem Veranstaltungskalender. Nächstes Highlight wird am 10. Mai die Teilnahme am Katholikentag in Münster sein. Der Gemischte Chor wird gemeinsam mit anderen Ensembles aus dem Umkreis an der Gestaltung des Festgottesdienstes und Begegnungskonzertes teilnehmen.
Außerdem wird es neben der Mitgestaltung von Gottesdiensten wieder eine Sommer-Radtour und Anfang Oktober eine mehrtägige Chorfahrt geben. Zu Beginn des nächsten Kalenderjahres ist zudem wieder ein Konzert mit Musik von Klaus Heizmann geplant. Beim Gemischten Chor der Kantorei St. Joseph sind interessierte Sänger jederzeit eingeladen, an einer der Chorproben teilzunehmen. Die Proben finden montags von 20 bis 22 Uhr im Pfarrheim St. Joseph an der Josef-Heiming-Straße statt.
Im Alter von 80 Jahren verstarb am 31. Januar 2018 Pfarrer Altfried Decking. Seit 2011 wirkte er als Emeritus in Dülmen. Ein Schwerpunkt seines Wirkens war bis zuletzt, neben verschiedenen Aushilfen in den Gemeinden, die Feier der Gottesdienste im Heilig-Geist-Stift. Darüber hinaus nahm er als aktiver und interessierter Zuhörer und Gesprächspartner an zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen in Dülmen teil. – Decking wurde 1937 in Münster geboren und 1964 zum Priester geweiht. Kaplanstellen waren in Recklinghausen, Datteln und Beckum; ab 1977 war Decking viele Jahre Pfarrer in Rheine St. Elisabeth. – Das Requiem für den Verstorbenen fand am Donnerstag, dem 8. Februar, in Heilig Kreuz mit Generalvikar Dr. Norbert Köster statt.
Bericht der Bischöflichen Pressestelle Münster, Tobias Hertel {multithumb}
Ein Stachel wollten die evangelischen Räte sein, „eine Herausforderung, anders zu leben“, erläuterte Zekorn. Nicht weniger groß als die Skepsis ihnen gegenüber scheint aber auch die Bereitschaft zu sein, sich auf sie einzulassen. Erst im Oktober veröffentlicht, wird bereits die zweite Auflage seines Buchs „Anders leben – mehr leben“ vorbereitet.
Und auch das Interesse der Dülmener ist groß – kein Platz war mehr frei beim Leseabend, zu dem die Pfarrei St. Viktor, die Katholische Öffentliche Bücherei und die FBS eingeladen hatten. In Auszügen aus dem Buch und im Gespräch mit Pfarrer Markus Trautmann beschrieb Zekorn, wie die evangelischen Räte den Glauben im Alltag bereichern.
Dazu klärte er zunächst Missverständnisse auf. Als „in den Evangelien festgehaltene Ermunterungen Jesu zu Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit“ definierte er die evangelischen Räte. Mit Armut sei nicht Elend gemeint, sondern Einfachheit und „die Freiheit, sich nicht mit so vielen Dingen zu belasten“. Gehorsam sei für manche „ein Unwort“. Dabei gehe es um nichts anderes als zuzuhören. „Wir brauchen Gehorsam zum Glück“, unterstrich Zekorn. Deutlich werde dies in der Ehe, die eine Abhängigkeit schaffe, zu der man „Ja“ gesagt habe. „Das ist Reichtum“, betonte der Weihbischof und warnte, dass eine Selbstverwirklichung, die das eigene Ich kultiviere, scheitern müsse. Gleichwertig mit der Ehe sei die Ehelosigkeit oder, wie es Papst Franziskus formulierte: „Der Zölibat und die Ehe sind verschiedene Formen zu lieben“. Für ihn selbst sei der Zölibat „als spirituelle Dimension wichtig“, erklärte der Zekorn.
Mit Zitaten bekannter Glaubenszeugen, darunter Bischof Franz Kamphaus, Dietrich Bonhoeffer oder Mutter Teresa, verdeutlichte der Weihbischof seine Ausführungen. Grundsätzliches ergänzte er mit konkreten Ratschlägen im Sinne der evangelischen Räte, zum Beispiel für einen einfachen Lebensstil. Dazu gehörten praktische Vorschläge für eine Ernährung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln, mit mehr Getreide und Gemüse. Eine Sehnsucht nach einem einfachen Leben spürt Zekorn gerade bei Jugendlichen. Denen werde die Belastung durch Schule, Hobbys und Social Media schlicht zu viel. Der Weihbischof empfahl, „frei zu werden, für das, was ich in der Gegenwart erleben kann“. Und er riet dazu, sich vor Gott zu sammeln und in Zeiten großer Unsicherheit loszulassen und in einer Sorglosigkeit zu leben, „die aus dem Vertrauen auf Gott kommt“. Oder, wie es Frère Roger beschrieb: „Der Geist der Armut besteht in der Freude des Menschen, dessen Sicherheit in Gott ist“.
Nach dem Familiengottesdienst in St. Joseph nahm Rebecca Küsters viele Besucher mit auf die Reise durch Peru. Insbesondere erzählte sie von ihren Besuchen bei den beiden Projekten "Tablada" und "Caraveli", die vom Perukreis betreut werden. Mit vielen eindrucksvollen Fotos und Berichten machte Rebecca auf die Nöte der dort lebenden Menschen aufmerksam.
Rebecca Küsters erzählte von der Suppenküche in Tablada, in der täglich für 40 Kinder ein warmes Essen zubereitet wird und von den Sorgen der Mütter, die oft alleine für ihre Kinder sorgen müssen. Weiterhin berichtete sie von den Dörfern, die die Schwestern der Gemeinschaft MJVV besuchen, von der tiefen Religiösität der dort lebenden Menschen und der bitteren Kälte. Der Perukreis ist froh und dankbar, dass Rebecca Küsters vor Ort war und bestätigt, dass die Spenden auch weiterhin dringend benötigt werden und auch wirklich zu hundert Prozent ankommen.
Bericht der Dülmener Zeitung, Tatjana Thüner {multithumb}
Auf Spurensuche mit Markus Trautmann
Stadtgeschichte mal anders: Beim Rundgang mehr über die Vergangenheit lernen, dieses Angebot gibt es seit drei Jahren in Dülmen.
Am Freitag startete der erste Stadtgang des Jahres. Bei besinnlicher Atmosphäre stellt der Leitende Pfarrer Markus Trautmann „Flecken der Stadt vor, die im Alltag oft untergehen“, wie er es nannte.
Ins Leben gerufen wurde diese Aktion durch eine Kooperation der St. Viktor Kirche und der Familienbildungsstätte. „Dieses Jahr werden drei Stadtgänge angeboten im Juni, Juli und August“, so Trautmann. Er ergänzt: „Unser Stadtgang heute hat das Thema Suche Frieden, angelehnt an das Kriegsende und die vergangenen Katholikentage.“
Das Angebot wird gut genutzt. Unter den zahlreichen Interessierten der „spirituellen Stadtgänge“ ist auch Christiane Daldrup. Als Mitglied im Pfarreirat nahm sie bisher an jedem Stadtgang teil. „Vom heutigen Stadtgang erwarte ich neue Einblicke in die Dülmener Geschichte und dass der Frieden, als sehr hohes Gut, den Menschen nochmal mehr in Erinnerung gerufen wird.“
Bei der eineinhalb stündigen Tour steuerten die Teilnehmer unterschiedliche Stationen an. Los ging es bei
der St. Viktor Kirche selbst, an der viele Spuren des damaligen Krieges hinterlassen wurden. So weist Trautmann auf das Bild von Neviges hin oder auf Einschlaglöcher an der Außenwand der Kirche.
Nach einem längeren gemeinsamen Gang endet die Stadtführung dann für die interessierten Teilnehmer, unter ihnen auch viele der
Friedensfreunde Dülmen, um 20 Uhr am Mühlenweg-Friedhof, wo zahlreiche Kriegsopfer bestattet sind.
Nächsten Monat geht´s wieder los: „Im Juli wird sich alles um Clemens Brentano drehen, der vor 200 Jahren nach dem Dülmen kam“, kündigt Trautmann an.
Seit über 30 Jahren unterstützt der Perukreis St. Joseph die Gemeinde Francisco in Tablada de Lurin, am Rand von Lima. Kontaktperson vor Ort ist Schwester Bernita, die nun den Perukreis in Dülmen besucht hat.
Schwester Bernita wurde 1938 als Agnes Lammers in Stadtlohn geboren, trat 1959 bei den Hiltruper Herz-Jesu-Schwestern ein und legte 1961 die erste Profess ab.
Bereits 1962 trat sie ihre Ausreise nach Peru an, wo sie zunächst in Caravelí arbeitete. Dort legte sie auch das Ewige Gelübde ab. Weitere Einsätze hatte Schwester Bernita in der Dominikanischen Republik und auch in Kolumbien, bevor sie ihre jetzige Station in Tablada antrat. Nun ist sie seit vielen Jahren wieder auf Heimatbesuch und nahm gerne die Einladung des Perukreises nach Dülmen an.
Die Mitglieder des Perukreises freuten sich, ihre langjährige Kontaktperson auch mal persönlich kennenzulernen. In gemütlicher Runde bei gemeinsamen Abendbrot berichtete Schwester Bernita eindrucksvoll von dem Projekt in Tablada. Von den Geldern, die die Dülmener regelmäßig spenden, wird im Familienzentrum Comedor eine Küche betrieben. Dort wird für etwa 40 Kinder von Montag bis Freitag eine warme Mahlzeit zubereitet – oftmals ihre einzige Chance auf ein warmes und gesundes Essen. Auch die Erneuerung der Sanitäranlagen des Comedors oder Anschaffungen für das Gesundheitszentrum konnten mit Hilfe der Dülmener Spenden finanziert werden.
Schwester Bernita zeigte sich auch sehr interessiert an der Arbeit des Perukreises. So konnten die Engagierten von der vielfältigen Arbeit und Spendeneinnahmen berichten. Dazu gehört zum Beispiel das Literaturcafé an jedem ersten Sonntag im Pfarrheim St. Joseph, direkt im Anschluss an den Gottesdienst.
Nach Tablada fließen die Einnahmen vom Osterkerzenverkauf, von den Kindern der AKE-Schule aus den Spendenkästchen sowie aus den Zuwendungen der Dauerspender.
Nach Caravelí, das zweite Hilfsprojekt, gehen die Spenden aus dem Literaturcafé, vom Basar, aus den Spendengläsern sowie vom internationalen Frauentreff.
Schwester Bernita zeigte sich angetan von der Vielzahl der Aktionen und Ideen. Der Perukreis wiederum war von der Vitalität und Schaffenskraft der betagten Schwester beeindruckt.
"Die Arbeit und Mühe hier vor Ort lohnt sich, denn das Geld wird in Peru dringend gebraucht", resümierten die Damen und Herren des Perukreises nach dem gemeinsamen Abend und hoffen, dass Schwester Bernita noch lange als Projektbegleiterin in Peru wirken kann.
Bericht der Dülmener Zeitung, Stefan Bücker {multithumb}
Spirituals und Popsongs beim Chorkonzert in St. Viktor
Klassische Spirituals und Popsongs lassen sich sehr gut zu einem harmonischen Ganzen ergänzen. Das erlebten am Sonntag die Besucher der voll besetzten Kirche St. Viktor bei einem kurzweiligen sommerlichen Konzert des Gospelchors unter der Leitung von Christoph Falley. Mit dem berühmten Abba-Song „Thank you for the Music“ hatte der Chor seinen Vortrag überschrieben und bereits hier poppige Inhalte angekündigt.
Aber auch die eingängigen Spirituals präsentierte das Ensemble nach modernen Arrangements des britischen Komponisten und Arrangeurs Christopher Norton, der sie mit zeitgenössischen Stilelementen aufgefrischt hatte.
In seiner unterhaltsamen Moderation erläuterte Falley die Inhalte der Stücke. Mit dem Lied „Give me that old time religion”, bei dem Beate Koritko und Maria Maas den Part der Solistinnen übernahmen, swingte der Chor das Publikum ein. Es folgte mit „Viva la Vida“ von Coldplay ein erst zehn Jahre alter Welthit, in dem ein gefallener Held feststellt, dass seine Schlösser nur auf Säulen aus Salz und aus Sand gebaut waren. Diese ließ der Gospelchor dann spätestens mit dem Spiritual „Joshua fits the battle of Jericho“ und einem kraftvoll intonierten „The walls came tumblin‘ down“ bildlich einstürzen.
Mit den Stücken „Nobody knows the trouble I’ve seen“, und „Sometime I feel like a motherless child“ nahm der Chor einen aktuellen Bezug zur derzeitigen weltpolitischen Situation. „Diese Lieder beschreiben heute gut Gefühlslage vieler Menschen an der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko und auch an europäischen Grenzen“, so Falley.
Beeindruckend erinnerte dann die von Martin Flügel als Solist vorgetragene Zeilen wie „A long way from home“ an die gewaltsame Trennung von Kindern und deren Müttern.
Mit dem von der Solistin Barbara Witt interpretierten Joan-Baez-Stück „My Lord what a morning” und der Hymne „Imagine“ von John Lennon folgte ein dramaturgischer Übergang zu Hoffnung und Freude stiftenden Liedern. Stimmungsvoll und mit sichtbar viel Freude interpretierten die Musiker „Happy“ von Pharrell Williams und das Titelstück „Thank you for the music“. Mit den Stücken „Swing low sweet Chariot“, „Bridge over troubled water” und „Sweet bye and bye” leitete der Gospelchor das Finale des mit viel Applaus bedachten Konzertes ein, um es dann mit „Happy day“ und der von den Zuhörern eingeforderten Zugabe des Abba-Klassikers „Thank you for the Music“ abzuschließen.
Einen besonderen Gemeindegottesdienst konnten am vergangenen Sonntag (21.10.) die Gläubigen in Merfeld erleben: Neben der Taufe des sechs Monate alten Merfelders Theo Thyssen fand auch die Aufnahme neuer Messdienerinnen statt. Künftig werden Elisa Frerick, Ina Frintrup und Evi Lenz in St. Antonius den Ministrantendienst ausüben. Als Zeichen der Zugehörigkeit zur Merfelder Messdienergemeinschaft wurde ihnen eine Bronzeplakette übergeben sowie eine Urkunde verliehen.
Nach dem Gottesdienst fand im Pfarrheim ein kleiner Empfang mit Eltern, Geschwistern und Großeltern statt. – Zuvor ließen sich der Neugetaufte und die neuen Messdienerinnen vor der Kirche fotografieren: Das Bild zeigt Theo Thyssen mit Eltern und Paten auf dem Kirchplatz, umringt von Merfelder Messdienerinnen und Pfarrer Trautmann. In der vorderen Reihe stehen (v.l.n.r.) die „Neuen“ Elisa Frerick, Ina Frintrup und Evi Lenz. Theo Thyssen (Bildmitte) zeigte sich zwar von dem feierlichen Ambiente seiner Tauffeier beeindruckt, verschlief dann allerdings das Fotoshooting.
Foto: privat
Auch in diesem Jahr hatte die Messdienergemeinschaft St. Antonius Merfeld zu einem besinnlichen Nachmittag zu Beginn des neuen Jahres eingeladen. Am Mittwochnachmittag (3.1.) starteten die Jungen und Mädchen zunächst mit einem weihnachtlichen Gottesdienst in der Visbecker Burgkapelle. Zuvor hatten die jungen Leute die „Sage von Visbeck“ kennengelernt, nach der im 18. Jahrhundert ein herzloser Burgherr eine schwangere Bettlerin in der Heiligen Nacht vor seiner Haustür erfrieren ließ. Ein Bildstock erinnert bis heute an dieses tragische Ereignis. Im Anschluss verbrachten die Merfelder Messdiener bei einem leckerer Imbiss den Ausklang im Pfarrheim St. Antonius.
Nach 14 Jahren im gärtnerischen Dienst auf dem Dülmener Waldfriedhof hat die Kirchengemeinde St. Viktor Ludwig Weiling Ende November in den Ruhestand verabschiedet. In einer Feierstunde mit Imbiss in der „Kleinen Auszeit“ mit Kollegen, Familienangehörigen und Kirchenvertretern würdigte Pfarrer Trautmann Weilings Wirken, der aus seiner Sicht stets ein ruhender Pol im hektischen Getriebe mancher Bestattung gewesen sei:
„Es ist auch für uns Seelsorger wohltuend, wenn bei einem Begräbnis der Friedhofsgärtner in schwarzer Robe den Trauerzug bis zum Grabplatz anführt.“
Darüber hinaus sei überhaupt der Dienst eines Friedhofsgärtners über den konkreten Moment der Beisetzung hinaus eine Art Seelsorge: „Selten begegnet man in einem Beruf das ganze Jahr hindurch so vielen Menschen in einer sehr sensiblen Befindlichkeit, wie dies auf dem großen Waldfriedhof der Fall ist.“ – Bevor Ludwig Weiling 2004 in den Kirchendienst eintrat, wirkte er 19 Jahre im Kirchenvorstand von St. Viktor mit. Auf seinen Ruhestand freut er sich, zumal Familie und Enkel schon auf ihn warten.
Einkehrtag in Coesfeld
Zwölf junge Leute machten sich am 2. Januar frühmorgens mit der Bahn auf den Weg von Dülmen nach Coesfeld, um zusammen mit Pfarrer Markus Trautmann an einem Einkehrtag teilzunehmen. Bei der Vormittagsrunde im Pfarrheim der Coesfelder Kirchengemeinde St. Lamberti stand die Betrachtung einer Grafik von Beate Heinen im Mittelpunkt: Krippe und Kreuz auf ein und derselben Darstellung, dazwischen Menschen auf dem Weg.
Rasch zeigte sich, dass eine Vielfalt von Deutungen und Zugängen zu diesem Motiv möglich sind, die aber allesamt anregen, über das eigene Leben bzw. die eigenen Wege im neuen Jahr weiter nachzudenken.
In der anschließenden längeren Betrachtung waren alle Teilnehmenden eingeladen, am „Coesfelder Kreuz“ in der nahen Lambertikirche für eine längere Zeit zur Ruhe zu kommen und die in diesem historischen Kunstwerk dargestellte Hingabe Jesu zu bedenken – wie einst die junge Anna Katharina Emmerick. Zu deren Geburtshaus nach Flamschen führte nach dem Mittagessen eine Winterwanderung entlang der Berkel. Hier feierte die Gruppe in der stimmungsvollen Atmosphäre der Gedenkstätte eine heilige Messe, bevor es dann, gestärkt von heißem Punsch, zu Fuß zum Bahnhof Lette weiterging, um von hier per Bahn die Heimfahrt nach Dülmen anzutreten.
Zum Abschluss ihres Kommunionkurses machten sich Dülmener Kinder aus allen sechs Gemeinden der Großpfarrei St. Viktor am vergangenen Samstag mit der Bahn auf den Weg nach Telgte. Begleitet wurden sie von einigen Katechetinnen sowie von Pastoralreferentin Ursula Benneker-Altebockwinkel und Pfarrer Markus Trautmann. Vor Ort gab es eine spannende Führung durch die diesjährige Telgter Krippenausstellung, die unter dem Leitgedanken „Friede auf Erden“ steht. Nach einem Impuls am Telgter Gnadenbild und einem leckeren Pizza-Imbiss im Pfarrheim wurde ein Spielfilm zur Weihnachtsgeschichte geschaut – in Kino-Atmosphäre mit Popcorn, Chips und Getränken.
Gläubige, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden, können in der Regel die heilige Kommunion nicht in der Gestalt der normalen Brothostie empfangen, da diese aus Weizenmehl mit einem entsprechenden Glutenanteil hergestellt wird. Es gibt jedoch spezielle, glutenreduzierte Hostien, die von den Betroffenen gut vertragen werden. Solche Hostien, die den kirchenrechtlichen Vorschriften entsprechen, haben wir in allen unseren Sakristeien vorrätig. Bei Bedarf melden Sie sich bitte vor Beginn der Heiligen Messe in der Sakristei. Es wird dann eine entsprechende Hostie für Sie in einem gesonderten Gefäß bereitgestellt.
Auch sollten Sie sich kurz mit dem entsprechenden Priester in Verbindung setzen, damit er ihnen dann die glutenarme Hostie reichen kann.
Zur Zeit wird in einer Zusammenarbeit mit einem Hostienbäcker, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Gesellschaft für Zöliakie an einer Rezeptur für eine Hostie gearbeitet, die sogar als glutenfrei gelten und als Symbol die durchgestrichene Ähre auf ihrer Verpackung tragen darf.
Wer sich näher informieren möchte, kann dies in der Broschüre „…und esset alle davon?“ tun, die im Pfarrbüro bereitliegt.
Bericht der Dülmener Zeitung, Tatjana Thüner
Notenpult aus alten Kirchenbänken
Dieser Gottesdienst war für Thomas Drees ein ganz besonderer, denn am Samstag leitete er den Chor der St. Josephs-Kirche zum letzten Mal. Nach 20 Jahren in der Dülmener Gemeinde wechselt der leitende Kirchenmusiker jetzt zur St. Sixtus-Kirche in Haltern. „Jetzt, in der Mitte meines Arbeitslebens, halte ich es für einen wichtigen Schritt noch einmal durchzustarten und neu zu beginnen“, so Drees. In der Messe am Samstag verabschiedeten sich zahlreiche Kirchenbesucher von Thomas Drees.
Mit einem Danklied des Chores, der Osterkerze aus dem vergangenen Jahr und einem selbst gebastelten Noten- und Lesepult aus alten Kirchenbänken, gab die Gemeinde Drees Erinnerungen mit.
„Die großen Emotionen habe ich größtenteils schon hinter mir, „denn die Chormitglieder verabschiedeten sich schon in den vergangenen Chorproben“, gestand der scheidende Chorleiter im Gottesdienst.
Dank der intensiven Proben konnten ihm der Jugendchor und der gemischte Chor im Gottesdienst mit den Highlight-Songs aus den letzten Konzerten zur Seite stehen. Angefangen habe sein Interesse an der Musik, so Thomas Drees, eigentlich schon früh bei Musikstunden, und ausgerechnet seine Musiklehrerin unterstützte ihn heute noch als Mitglied im Chor.
„Natürlich ist es immer wieder schön, neue Kinder im Aufbauchor zu begrüßen und zu sehen, wie begeistert auch die jungen Menschen schon an die Musik rangehen“, sah der Chorleiter seine Arbeit bestätigt. „Rückblickend gab es schwierigere und leichtere Aufgaben, gerade bei den schwierigeren Aufgaben, wie die Kinder und Jugendarbeit, war die Freude nach erfolgreicher Arbeit aber umso größer.“
Bericht der Dülmener Zeitung, Sigrid Muddemann
Roruper laden Jubilar ein
Die Sonne lachte vom blauen Himmel, das Fleisch vom Grill schmeckte richtig gut, und die Gäste im Pfarrgarten strahlten gleichsam mit dem Wetter um die Wette - einfach gelungen war am Sonntag das Grillfest im Pfarrgarten von Pfarrer em. Heinz Golder in Rorup.