Ein Rundgang durch Dülmens einziges Gotteshaus, das rund um die Uhr geöffnet ist
Was an der Krankenhaus-Kapelle so besonders ist? Mehr, als der erste Blick verrät. So ist sie das einzige Kirchengebäude der Stadt, das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, geöffnet ist. Gleichzeitig ist sie die einzige Kirche im Stil der 50er-Jahre. Und sie ist das einzige ellipsenförmige Gebäude Dülmens - auch wenn letzteres heute den meisten Blicken verborgen bleibt. Warum, dazu später mehr.
Zunächst die Anfänge: Im Jahr 1958 startete der Bau der Kapelle am Franz-Hospital. Der Grundstein, noch immer gut sichtbar gleich rechts vom Eingang, stammt aus den Ruinen der im Krieg zerstörten Kirche St. Viktor. Am 26. März 1960 weihte Probst Dümpelmann die Kapelle ein. Dass sie ein Kind ihrer Zeit ist, zeigt bereits die Ellipsen-Form. „Das ist die Form der 50er-Jahre“, berichtet Pfarrer Markus Trautmann, der Rektor der Kapelle. Die etwas verspielten Linien, das Mosaik, auch das sind klare Indizien für die Erbauerzeit.
Der Pfarrer hat einige alte Aufnahmen der Kapelle mitgebracht. Die zeigen: Zunächst befand sich der Altar mit dem Tabernakel darauf an der Wand, der Priester zelebrierte die Messen mit dem Rücken zur Gemeinde. Das änderte sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1965. Der Altar rückte freistehend nach vorne, der Tabernakel blieb in der Wand. Was auf den alten Fotos, egal ob vor oder nach dem Konzil, aber auffällt: Es fehlt das runde Fenster über dem Altar.
Das wurde erst nachträglich, zu Beginn der 90er-Jahre, herausgebrochen. Denn die Kapelle hatte aus Sicht der Clemens-Schwestern, die im Krankenhaus arbeiteten, einen großen Nachteil: Zwar war es im Kirchenschiff selbst durch die großen Fenster hell - im fensterlosen Halbrund des Altarraums hingegen eher schattig. Daher initiierte Dr. Heinrich Valentin, der damalige Krankenhaus-Seelsorger, einen erneuten Umbau - der der Kapelle ihr heutiges Gesicht geben sollte.
Valentin ließ das runde Fenster überm Altar einbauen, ebenso die Apsis (aus Trockenbau) mit ihrer indirekten Beleuchtung. „Das lockert den Altarraum auf“, beschreibt Trautmann die Wirkung. Auch wurde der Altarraum nach vorne gezogen, das Halbrund durch den Einbau von runden Stufen vollendet. „Man kann sagen, 30 Jahre nach dem Bau wurde die Rund-Idee zu Ende gedacht“, fasst es Trautmann zusammen. „Er hat wirklich etwas Großes geschaffen“, lobt der Pfarrer mit Blick auf den früheren Krankenhaus-Seelsorger Valentin, der die Ideen aus den 50er-Jahren so konsequent weiterdachte. So würde zum Beispiel niemand auf die Idee kommen, dass das runde Fenster nachträglich eingebaut wurde – so gut fügt es sich ein.
Apropos einfügen: Auch den Tabernakel ließ Valentin 1991 versetzen. Beim Umbau wurde in die Apsis ein Art Sakramentshäuschen (eine Tradition aus dem Mittelalter) aus Glas, in das eine stilisierte Kornähre eingearbeitet ist, eingelassen. Noch interessanter ist allerdings ein anderes Motiv. Nämlich das direkt auf dem Tabernakel: die Arche Noah, mit Taube und Olivenzweig. „Es zeigt den Bund Gottes mit den Menschen“, erläutert Markus Trautmann. „Und es ist als Motiv tatsächlich eher ungewöhnlich für ein Tabernakel.“
Warum es dennoch für die Krankenhaus-Kapelle gewählt wurde? Da helfen die Fenster weiter. Die sind erstens sehr bunt und zweitens sehr geschwungen. Anders gesagt: gewellt. „Das ist alles sehr dynamisch, wie eine Springflut“, fasst es Trautmann zusammen. Dazu die Wellen in den Mosaik-Wänden des Altarraums. Tatsächlich scheinen sie alle auf einen Punkt hin zu führen: Dorthin, wo vor dem Umbau 1991 der Tabernakel mit dem Archen-Motiv stand. „Seit dem Umbau ist dieses Bild aber durchbrochen“, sagt Trautmann. Die Wellen, das Boot: Das habe schon etwas maritimes, ergänzt der Pfarrer - vor allem, wenn man die Ellipsen-Form der Kapelle, die auch an einen Schiffsrumpf erinnern kann, dazu nimmt.
Er bedauert es etwas, dass den wenigsten Dülmenern heute diese einzigartige Form auffallen wird. Denn das Krankenhaus ist gewachsen - und zwar um die Kapelle herum. Die ist zwar immer noch freistehend. Wer sie von außen bewundern will, kann dies in einem Krankenhaus-Innenhof tun. Unweigerlich ins Auge stechen wird dann auch der Sakristei-Anbau. Der ist ebenfalls rund - weshalb die Möbel im Inneren auch alle Maßanfertigungen sind.
Übrigens: Die Kapelle wird von der Stiftung Franz-Hospital bewirtschaftet. Für die Betreuung sind die Seelsorger von St. Viktor zuständig. Jeden Mittwoch um 18.30 Uhr findet hier ein in der Regel mit 30 bis 40 Gläubigen gut besuchter Gottesdienst statt. Auch für Veranstaltungen wie Konzerte (wie erst kürzlich bei der Musik zum Advent) wird die Kapelle genutzt. „Das ist ein schöner Raum, wo man nie verloren ist, egal wie viele Besucher kommen“, sagt Trautmann mit Blick auf die Größe.
Er selbst schätzt die Krankenhaus-Kapelle und ihre besondere Atmosphäre sehr. „Ich gehe oft nach Feierabend hier her“, verrät der Pfarrer. Damit ist er nicht allein: Die Kapelle werde gut genutzt, berichtet Krankenhaus-Seelsorgerin Christel Seibert. Sei es von Patienten, Mitarbeitern oder Besuchern. Mit seiner Verspieltheit, Buntheit und Lebendigkeit ist der Raum durchaus ein Kontrast zum Alltag im Krankenhaus. Seit dem letzten Umbau am Dülmener Standort der Christophorus-Kliniken ist die Kapelle innerhalb des Hauses sogar noch besser angebunden - und seither auch rund um die Uhr geöffnet, als einzige Kirche Dülmens. Und das ist, wie gesagt, nur eine von vielen Besonderheiten dieser Kapelle.
Bericht der Dülmener Zeitung von Kristina Kerstan
Der Taufstein in St. Antonius Merfeld
Im Zusammenhang mit der neuen Taufpastoral in den Gemeinden der Großpfarrei St. Viktor kommt es bald auch zu einer Neugestaltung der Merfelder Kirche bzw. zu einer Versetzung des dortigen Taufbrunnens. Hierzu liegt eine ausführliche Erläuterung vor. >>>
Kleine Spende – Große Hilfe
Um auch bei den nachwachsenden und jüngeren Menschen unserer Gemeinde ein Bewusstsein für die Projekte in Tablada und Caravelí zu wecken, hat der Perukreis St. Viktor ein neues Schild erstellt und beim Opferstock aufgehängt.
Wenn Menschen bei uns ein bisschen abgeben, können in Tablada einige Kinder warm essen und andere haben in der Regenzeit trockene Füße.
Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt ...
i.A. C. Hoppe
Bischof Dr. Felix Genn hat mit Wirkung zum 01.01.2019 Herrn Diakon mit Zivilberuf Torsten Knop, wohnhaft in Lavesum, zum Diakon in unserer Pfarrei ernannt. – Wie bei jedem Diakon mit Zivilberuf wird er seinem Dienst während seiner Freizeit nachkommen.
Im Laufe des Januars werden mit dem Seelsorgeteam mögliche Einsatzschwerpunkte besprochen, die bei Herrn Knop, seiner Neigung und seinen Möglichkeiten entsprechend, vor allem in der Seelsorge an den alten und kranken Gemeindemitgliedern liegen wird. - Das Pastoralteam von St.. Viktor freut sich, dass Diakon Knop die Seelsorge unterstützen und bereichern wird.
Der Merfelder Taufstein hat in diesen Tagen seinen neuen Standort eingenommen: Handwerker des Steinmetzbetriebs Häder aus Greven versetzten am 28. März die sandsteinerne Kostbarkeit aus dem Jahr 1917 mit einem Rollbrett in den Bereich des Haupteingangs der Antoniuskirche. Der Taufbrunnen besteht aus drei Teilen sowie einem hölzernen Deckel, der eine eingelassene Edelstahlschale bedeckt. Beim Betreten der Kirche werden die Besucher künftig von der eingemeißelten Inschrift "Ego te baptiza in nomine patris et filii et spiritus sancti" (Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes) begrüßt und damit an das Geschenk der Gotteskindschaft erinnert.
© Foto: Maria Greive
Einen Einkehrtag zum Jahresbeginn veranstaltete die Kirchengemeinde St. Viktor am 1./2. Januar in Xanten am Niederrhein. Eingeladen waren junge Leute, die sich mit der Rückschau auf 2018 und dem Ausblick auf das neue Jahr befassten. Besondere Erlebnisse waren ein Gottesdienst in der Märtyrerkrypta unter dem Viktor-Dom und ein Besuch im Römer-Museum.
Gute Nachrichten aus Peru: Die „Gemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland“ teilt mit, dass das Seligsprechungsverfahren für ihren Gründer Friedrich Kaiser auf diözesaner Ebene abgeschlossen wird. Aus diesem Grunde wird am Freitag, 26. Juli, um 16.00 Uhr im Priesterseminar von Lima eine Feierstunde stattfinden. Dann wird eine der Ordensfrauen, Schwester Trinidad, durch Erzbischof Carlos Castillo Mattasoglio vereidigt, um zeitnah die zusammengestellten Dokumente nach Rom zu bringen.
Dort wird die Kongregation für die Heiligsprechungen den Fall weiter bearbeiten, vertreten durch einen „Postulator“ als Prozessbevollmächtigten. Ihm zur Seite steht ein „Relator“, quasi ein Sachbearbeiter. In dieser „römischen Phase“ entsteht die „Positio“ – eine wissenschaftliche Dokumentation, die das Leben, Wirken und Sterben des Kandidaten aufgrund der Prozessunterlagen ausführlich behandelt, aber auch das gesamte Umfeld des künftigen Seligen oder Heiligen mit einbezieht. „Wir danken Gott für Seine großen Wunder!“, freut sich Schwester Inmaculata, die mit der Dülmener Kirchengemeinde St. Viktor in Kontakt steht. „Bitte möchten Sie diese Nachricht an alle lieben Bekannten und Wohltäter weitersagen?“
Auch für die Dülmener Heimatgemeinde Friedrich Kaisers sei die anstehende Seligsprechung ein Grund zur Freude, findet Pfarrer Markus Trautmann: „In Friedrich Kaiser verbinden sich eine tiefe Frömmigkeit mit einer pastoralen Leidenschaft, die einfach fasziniert“, findet er. Kaisers Eigeninitiative und Improvisationsvermögen in den Hochanden sei ein wohltuendes Korrektiv angesichts einer heute grassierenden Resignation in der Kirche.
Seit 2003 hat sich der Merfelder Familienkalender zu einer festen Tradition im Dorfleben gemausert und begleitet das ganze Jahr über mit seinen Veranstaltungshinweisen, Vereinsbildern und Infos das Leben in so ziemlich allen Merfelder Familien und Haushalten.
Mitinitiatorin und Gestalterin Rita Gelschefahrth kam im letzten Jahr die Idee, mit Unterstützung der Gemeinde St. Antonius ein Bilderpreisrätsel als neues Element in den Familienkalender 2019 aufzunehmen. Die Merfelder sollten dadurch auf Besonderheiten des Dorfes aufmerksam gemacht werden.
Alle Teilnehmer am ersten Bilderrätsel zeigten sich ortskundig und beantworteten alle Bilderrätselsuchaufgaben hundertprozentig richtig.
Beim Sektempfang anlässlich des Kirchweihjubiläums wurden die erfolgreichen Gewinner nun von der Kirchengemeinde und Rita Gelschefahrth mit einem Dorfladengutschein geehrt.
Die Gewinner werden sich sicher bei einer Neuauflage des Bilderrätsels im Familienkalender 2019 wieder auf die Suche nach den richtigen Lösungen begeben.
Papst Franziskus hat überraschend zum Fest Peter und Paul (29. Juni) der katholischen Kirche in Deutschland einen Brief geschrieben. Darin ermutigt er alle Gläubigen, die Erneuerung des Glaubens und der Kirche ernsthaft in Angriff zu nehmen. Zugleich mahnt er, dabei in keinen hektischen Aktionismus zu verfallen und gar einen deutschen Sonderweg einzuschlagen, der die Verbundenheit mit der Weltkirche und die Lehre der Kirche zerstört.
Stattdessen fordert Franziskus echte Bekehrung und wirkliche Neuausrichtung auf das Evangelium: „Dies regt das Entstehen und Fortführen von Prozessen an, die uns als Volk Gottes aufbauen, statt nach unmittelbaren Ergebnissen mit voreiligen und medialen Folgen zu suchen, die flüchtig sind wegen mangelnder Vertiefung und Reifung oder weil sie nicht der Berufung entsprechen, die uns gegeben ist.“ Man dürfe sich nicht von dem Bedürfnis einer oberflächlichen Anpassung an den Zeitgeist treiben lassen, meint der Heilige Vater: „Die derzeitige Situation anzunehmen und sie zu ertragen, impliziert nicht Passivität oder Resignation und noch weniger Fahrlässigkeit; sie ist im Gegenteil eine Einladung, sich dem zu stellen, was in uns und in unseren Gemeinden abgestorben ist, was der Evangelisierung und der Heimsuchung durch den Herrn bedarf. Das aber verlangt Mut.“ Gleichzeitig ermuntert der Papst, sich nicht von der Glaubensfreude abbringen zu lassen:„Verstimmung, Apathie, Bitterkeit, Kritiksucht sowie Traurigkeit sind keine guten Zeichen oder Ratgeber; vielmehr gibt es Zeiten, in denen die Traurigkeit mitunter mit Undankbarkeit zu tun hat: Man ist so in sich verschlossen, dass man unfähig wird, die Geschenke Gottes anzuerkennen.“ – Das Schreiben von Papst Franziskus in voller Länge ist auf der Website des Vatikans bzw. der Deutschen Bischofskonferenz nachzulesen; auch eine Predigt in St. Viktor greift den Brief auf.
© Foto: Von Korea.net / Korean Culture and Information Service (Photographer name), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34828249
Rechtzeitig zum Osterfest haben die Caritas-Werkstätten Nordkirchen die Umarbeitung des historischen Viktor-Gewandes abschließen können. Das ursprüngliche Gewand, inzwischen stark verschlissen und stockfleckig, zeigte insgesamt sechs Glaubenszeugen allein auf dem Rückenteil – wie in der vorkonziliaren Liturgie üblich. Nun wurden die Figuren (Viktor und zwei seiner Gefährten; Jakobus mit Mauritius und Antonius) auf Vorder- und Rückseite des neu geschnittenen Gewandes neu verteilt.
Damit sind gleich vier der heutigen Gemeindepatrone der Dülmener Großpfarrei optisch vertreten. An Ostern wird das „neue“ alte Gewand wieder Verwendung finden. Nicht unpassend: „Denn der Schriftzug ‚Victor quia victima‘ bezieht sich eigentlich nicht auf unseren Pfarrpatron“, erklärt Pfarrer Markus Trautmann, „sondern auf Christus: Sieger weil Hingabe!“
Passend zur Saison feierten die Mädchen und Jungen der Messdienergemeinschaft St. Antonius Merfeld am vergangenen Montag ihr eigenes Schützenfest.
Mit dabei waren 20 potenzielle Anwärter auf den Thron. Als Vogel diente ein pinkes Schweinchen aus Styropor, angelehnt an den Begleiter des Heiligen Antonius.
Mithilfe von Stöckern anstatt eines echten Gewehres landete das Ferkel eine Stunde später im Gras. Der sechsköpfige Thron der Messdiener wurde daraufhin bei einer leckeren Grillwurst und anschließender Party gefeiert!
© Bericht und Foto: Messdienergemeinschaft St. Antonius
Am vergangen Freitagabend hat der Emmerick-Bund Dülmen zu einem Experiment eingeladen. Anstelle des traditionellen Emmerick-Vortrags, bei dem häufig von Historikern oder Theologen Themen rund um Anna Katharina Emmerick vorgetragen wurden, war ein kulturell-musikalischer Abend über das Musical „Katharina“ angekündigt.
Georg Breitkopf, der das Musical geschrieben und vor einem Jahr mit etwa 90 Menschen aufgeführt hat, gab Einblick, wie es dazu gekommen war. So erfuhren die Zuhörer von seiner persönlichen Verbindung zur Mystikerin des Münsterlands durch die Prägung seiner Eltern, aber vor allem seine Schilderung der Musicalarbeit war interessant und humorvoll.
Breitkopf erzählte in Blick auf seine Bezugspunkte von einem Ausflug in seiner großen Geschwisterschar zum Geburtshaus von Anna Katharina Emmerick in Flamschen und vom Besuch des alten Emmerickhauses an der Lüdinghauser Straße. Dort hatten ihn schon als Kind das kleine Korbbett und andere Dinge aus dem Besitz der Seligen sehr beeindruckt.
Im Verlauf des Abends wurde auch konkret, was das besondere an einem inklusiven Musikprojekts ist. Das machte er am Beispiel des Castings deutlich: „Casting heißt ja heutzutage, dafür zu sorgen, dass ich mich darstelle und die Ellbogen ausfahre, damit ich die Rolle bekomme. Bei uns war das anders. Es ging eher darum, dem anderen die Arme entgegenzustrecken, damit wir das Ganze gemeinsam meistern.“
Mit fast 30 Musikern und Sängern gab es noch einmal einen Querschnitt von Stücken aus dem Musical zu hören, die Breitkopf kurzweilig moderierte. Dabei machte er deutlich, dass es ihm ein besonderes Anliegen war, die Menschlichkeit und auch die Normalität im Leben von Anna Katharina Emmerick zu betonen.
Das ist allen Mitwirkenden auch an diesem Abend in berührender Weise gelungen. Georg Breitkopf würde sagen: „Irgendwie ist der Katharina-Gedanke immer noch da.“
© Bericht vom Emmerick-Bund e.V., Ferdi Schilles
Mucksmäuschenstill lauschten zahlreiche Gäste in der festlich geschmückten Antoniuskirche den Bibelgeschichten von Bibelerzählerin Margarete Kohlmann aus Münster anlässlich des 80 jährigen Kirchweihfestes. Frau Kohlmann gelang es mit ihrer besonderen Erzählweise, dass alle Gäste mit Ihr in die biblischen Geschichten eintauchten und sich im Herzen von der Dramatik und Spannung persönlich berühren ließen.
Umrahmt vom Orgelspiel durch Kirchenmusiker Carlos Reigadas konnten die Worte und Bilder der Bibelgeschichten in den Herzen der Hörer nachklingen und zu aufrichtenden Momenten werden, die für viele Gäste noch lange in Erinnerung bleiben.
Mit einem festlichen Dankgottesdienst hatte das 80 jährige Kirchweihjubiläum am Donnerstagnachmittag begonnen, zu dem alle Vereine des Dorfes mit Abordnungen gekommen waren.
Im Anschluss versammelten sich viele Merfelder und Dülmener aus allen Kirchorten der Pfarrei St. Viktor zu einem kleinen Sektempfang und Imbiss auf dem Kirchplatz und genossen die Gespräche und Begegnungen.
Nach dem bewegenden Bibelerzählabend verweilten viele noch vor der Kirche und sorgten für einen schönen Abschluss dieses besonderen Festes in Merfeld.
Am Rosenmontag haben es sich die Messdienergemeinschaften von St. Joseph und St. Viktor nicht nehmen lassen, eine schöne Party zu veranstalten.
Insgesamt haben sich mehr als 30 Messdiener im Pfarrheim St. Joseph zusammengefunden und bei klassischer Karnevalsmusik und einem leckeren Imbiss wieder das Pfarrheim beben lassen. Während der Feier gehörten viele Partyspiele wie Zeitungs- oder Luftballontanz sowie ein Kostümwettbewerb zum Programm.
Hier konnten sich Lukas Kissenkötter als DJ mit selbst gebasteltem Pult und Mirja Brambrink als Mitbewohnerin des Hufflepuff-Hauses aus Harry Potter als Sieger erweisen und wurden mit einer Urkunde und einem Kinogutschein geehrt.
Das Orgateam rund um die Messdienerleiter der Gemeinden bedankt sich u.a. bei Patric Pereira für die musikalische Unterstützung und für den schönen Nachmittag.
© Bericht von Jenny Gerdemann, Foto: Patric Pereira
Im Zugehen auf die Fasten- und Osterzeit haben sich Seelsorgeteam und Pfarreirat von St. Viktor auf eine Neuordnung der liturgischen Angebote an Gründonnerstag, Karfreitag und an Ostern verständigt. In einem Brief wendet sich Pfarrer Markus Trautmann an die ganze Pfarrei.
Zum Anschreiben >>>
Am Sonntag, den 13. Januar 2019 wurde der diesjährige Ehrenamtspreis an unsere langjährige Messdienerleiterin von St. Viktor Jenny Gerdemann im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Dülmen verliehen. Unsere ganze Gemeinde und besonders die Messdienergemeinschaft freut sich über diese besondere Auszeichnung für die junge Preisträgerin.
Jenny Gerdemann setzt sich seit zehn Jahren mit vorbildlichem Einsatz für die Kinder und Jugendlichen, die als Messdiener oder Sternsinger in St. Viktor aktiv sind, ein und hat unsere Jugendarbeit dadurch sehr geprägt.
Mittlerweile gestaltet sie unser Gemeindeleben in den Leitungsgremien wie im Ortsausschuss St. Viktor und im Pfarreirat mit großer Leidenschaft verantwortlich mit. Jenny Gerdemann nahm diese Ehrung auch stellvertretend für das großartige Engagement so vieler Messdiener und Gruppenleiter in unserer Kirchengemeinde entgegen.
Das Institutionelle Schutzkonzept der Dülmener Pfarrei St. Viktor ist mit großer Unterstützung aller Gruppen, die mit Kindern, Jugendlichen und anderen schutzbedürftigen Menschen zu tun haben, erstellt worden. Wir wollen das Risiko für sexualisierte Gewalt mindern und einen Rahmen schaffen, welcher Grenzverletzungen, sexuelle Übergriffe und Missbrauch in der kirchlichen Arbeit verhindert. Im Mittelpunkt stehen die uns anvertrauten Schutzbedürftigen und deren Wohlergehen. Von daher ist es wichtig, achtsam mit diesen schutzbedürftigen Menschen umzugehen und ihnen zuzuhören, wenn sie sich anvertrauen wollen!
Das gesamte Konzept als Download >>>
Hallo, mein Name ist Alissa Schulz und ich bin 17 Jahre alt! Ich mache gerade mein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) im Intergenerativen Zentrum einsA hier in Dülmen. Ich bin am 1. September 2019 gestartet und jetzt 6 Wochen später fühle ich mich hier wie Zuhause.
In den ersten Wochen meines FSJ habe ich alle Basisakteure des einsA kennengelernt und war bei vielen Besprechungen und Konferenzen dabei.
Bei den Basisakteuren habe ich einfach mal den Mitarbeitern über die Schulter geschaut, um ein Eindruck zu bekommen wie der Alltag in den Einrichtungen ausschaut. In dieser Zeit habe ich viele wertvolle Erfahrungen gemacht und interessante Menschen und Sachen kennengelernt.
Ich habe auch noch einige Kooperationspartner des einsA kennengelernt z.B. die Kulturschaffenden in Dülmen. Vorher hatte ich keine Ahnung, wer das alles ist. Jetzt kenne ich zwar immer noch nicht alle, doch habe ich einen groben Überblick bekommen. Mit den Kulturschaffenden habe ich auch eine Baustellenbegehung mitgemacht, damit für die Eröffnung geplant werden kann. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon drei Wochen zuvor auf der Baustelle des einsA, aber ehrlich gesagt überwältigt mich dieser Bau immer von Neuem. Am Anfang meines FSJ war ich schon bei einer Baustellenbegehung dabei, zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir das alles noch gar nicht vorstellen. Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen und dieses Puzzle wird in meinem FSJ noch nicht zu Ende sein. Ich werde immer neue Bereiche entdecken und lernen. Mir ist besonders aufgefallen, dass die Architekten das Gebäude so geplant haben, dass das Gebäude sehr transparent, freundlich und hell wirkt.
In den letzten zwei Wochen haben wir meine Schwerpunkte im FSJ genauer festgelegt. Ich werde, da ich eine Verwaltungsausbildung nach meinem FSJ anstrebe, mich intensiv in das Computersystem des einsA einarbeiten und viele andere Verwaltungsarbeiten tätigen. Ich bin deshalb z.Zt. zwei Vormittage in der Familienbildungsstätte tätig.
Zu meinen Aufgaben gehört es auch, die KÖB (Katholisch Öffentliche Bücherei) von St.Viktor für den Umzug vorzubereiten, beispielsweise gehört dazu auch das Aussortieren von Büchern. Ebenso werde ich beim Umzug der Kita St. Anna eingespannt sein.
Ein Intergeneratives Projekt habe ich auch schon innerhalb meines FSJ gestartet. Ich möchte von meiner Oma nähen lernen, damit ich während meines FSJ u.a. Tischdecken für das einsA anfertigen kann.
Jeden Dienstag am späten Nachmittag belege ich auch noch innerhalb meines FSJ eine Fortbildung zum jugendlichen Seniorenbegleiter. Im Dezember werde ich dazu einige praktische Stunden im Heilig Geist Stift haben. Darauf freue ich mich ganz besonders!!
Das, was mein FSJ ganz besonders macht ist, dass ich sowohl im Verwaltungsbereich wie auch im sozialen Bereich arbeite und bei einem Projekt dabei bin, das es noch gar nicht in NRW und sogar in ganz Europa gibt.
Drei Fragen unserer Redaktion an Alissa:
Red: Alissa, was machst du gerne in deiner Freizeit?
Alissa: Ich lese, backe und koche gerne. Richtig gut entspannen kann ich bei meinem Morgenyoga und bei einem ausgedehnten Hundespaziergang mit meinem Hund Lui. Wichtig für mich, ist die Zeit mit der Familie und meinen Freunden. Im Sommer gehe ich gerne schwimmen. Kreative Dinge begeistern mich sehr, doch seit Anfang des FSJ habe ich eine neues kreatives Hobby gefunden und das Nähen für mich entdeckt.
Red: Wie bist du darauf gekommen dein FSJ im einsA zu machen?
Alissa: Ich wohne in Dülmen und lese auch regelmäßig die Dülmener Zeitung oder die Streiflichter. In der Zeit als ich eine FSJ Stelle gesucht habe, standen häufig Berichte darüber in der Zeitung. Die Idee des Hauses hat mich von Anfang an begeistert. Daraufhin habe ich eine Initiativbewerbung an Frau Scholten geschickt und kurz darauf hatten wir ein Telefonat mit einem anschließenden persönlichen Gespräch. Es ging alles sehr schnell und meine Freude, das Haus mit zu unterstützen und dabei zu sein, wie es entsteht, wurde in diesen Gesprächen noch gesteigert. Ich habe nach einer FSJ-Stelle gesucht, die mich fordert und fördert und zugleich bei einer Einrichtung ist, die mich interessiert.
Red: Worauf freust du dich in den kommenden Monaten am meisten?
Alissa: Ich mache integriert zu meinem FSJ eine Fortbildung zum jugendlichen Seniorenbegleiter und das macht mir sehr viel Spaß. Außerdem steht nach den Herbstferien viel Organisation an, bezüglich des Computersystems, welches wir im einsA bekommen werden. Ich habe dann eine gute Chance, mich einzuarbeiten. Mein Nähprojekt geht auch mit meiner Oma weiter und ich freue mich schon auf die Zeit mit ihr. Fortlaufend werde ich in den kommenden Monaten immer wieder kreativ sein für das Eröffnungsfest.
Das Highlight meines FSJ wird sicher das Eröffnungsfest im Mai sein. Den Bürgern der Stadt Dülmen das zu präsentieren, bei dem ich viel Zeit, Hingabe und Energie investiert habe, wird mir ganz besonders viel Spaß machen und ist eine Belohnung für mich.
Wieder einmal wurde in Dülmen eine kleine Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben: Am Pfarrhaus von St. Joseph erinnert seit dem 3. Oktober ein Schild mit historischem Foto an einen Besuch Bischof Friedrich Kaisers in St. Joseph im Jahre 1967 bzw. an die damalige Begegnung mit Pfarrer Thewes. Damals war der aus Dülmen stammende Missionsbischof zum letzten Mal in Europa. Der damalige „Gründungspastor“ Peter Thewes, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ist noch vielen Dülmenern in lebhafter Erinnerung.
Bei der Enthüllung der Gedenktafel am Abend des 3. Oktober äußerten Werner Jostmeier und Josef Wichmann als Zeitzeugen ganz persönliche Erlebnisse mit Peter Thewes, der eine als damaliger Jugendlicher, der andere als damaliger Kaplan. „Es war die Zeit der großen Jugendliturgien in St. Joseph“, erinnert sich Werner Jostmeier rückblickend. Aber auch durch die Zeltlager und andere innovative Maßnahmen habe Pfarrer Thewes die jungen Leute in den Aufbau des Gemeindelebens eingebunden. Dies kann Josef Wichmann bestätigen: „Peter Thewes war zeitgemäß. Er wusste, man kann Probleme von heute nicht mit Methoden von gestern lösen.“ – Auch zwei peruanische Ordensfrauen aus der von Bischof Kaiser gegründeten Schwesterngemeinschaft nahmen an dem kleinen Festakt teil; zuvor waren sie den ganzen Tag mit dem Peru-Kreis auf dem Bürgerfest vor dem Rathaus.
Am Wochenende trafen sich 14 Kinder im Alter von 6-12 Jahren zum Kinderbibeltag von St. Antonius im Pfarrheim in Merfeld. An den beiden Tagen drehte sich alles um die Engel, die Gottes gute Botschaften in die Welt tragen und als Wegbegleiter Menschen Schutz geben. Zusammen mit dem Vorbereitungsteam des Sachausschuss Jugend zeigten und erzählten die Kinder mit ihren mitgebrachten Segensengel, wer sie im Leben begleitet und für wen sie selbst zu Engeln werden.
In Gruppen bastelten sie glänzende Schmuckkästchen für ihre persönlichen Segensengel, backten Engelsfiguren und gestalteten bei einem großen Engel mit ihren Handabdrücken die Flügel.
Mit Kirchenmusiker Christoph Falley probten alle einen fetzigen Engelsrap miteinander. In diesen Ohrwurm des Schulchores stimmten am Sonntag im Familiengottesdienst alle Gottesdienstbesucher mit ein und sorgten so für einen stimmungsvollen Abschluss des diesjährigen Kinderbibeltages.