Maria Könning verstarb am 17. November 2025 im Alter von 72 Jahren. Frau Könning war über viele Jahre zunächst im Verena-Kindergarten, dann im Mauritius-Kindergarten in Hausdülmen bis zu ihrem Abschied im Jahre 2016 tätig.
Frau Könning prägte mit ihrer herzensguten und wertschätzenden Persönlichkeit das vertrauensvolle Miteinander über viele Jahrzehnte im Leben des Kindergartens. Sie war als geschätzte Kollegin eine gute Zuhörerin und Wegbegleiterin und pflegte nach ihrem Abschied weiter einen guten Austausch mit vielen Kolleginnen.
Sie gab den Kindern insbesondere in ihrer anvertrauten Mäusegruppe mit ihrer klaren, ruhigen und zugleich liebevollen Herzlichkeit stets das Vertrauen, an ihrem Platz in der Kindertageseinrichtung angenommen zu sein und sich mit der eigenen Persönlichkeit entfalten zu können. Die Kinder fanden in ihr eine engagierte und fürsorgliche Erzieherin, die mit ihnen in Ruhe spielte, bastelte, Handarbeiten vermittelte und liebend gerne backte.
Frau Könning war zugleich mit ganzem Herzen Familienmensch und bewältigte mit ihrer positiven Lebensausstrahlung geprägt aus ihrem Glauben familiäre Schicksalsschläge und Lebenskrisen. Sie engagierte sich beherzt ehrenamtlich für die Kreuzkrokodile in ihrer Kirchengemeinde Hl. Kreuz und förderte das gemeinsame Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen.
Wir danken Frau Könning, dass Sie ihr ganzes berufliches Leben in den pädagogischen Dienst der Gemeinde St. Mauritius bzw. der Pfarrei St. Viktor gestellt hat. Ihrem Mann und ihrer Familie wünschen wir Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit.
Christian Rensing Matthias Menkhaus
Seelsorgeteam KITA- Verbundleitung
Im Bistro Orange im einsA ermöglichen wir Menschen mit geringem Einkommen täglich ein warmes Mittagessen für lediglich 1,50 Euro. Der reguläre Preis von 9,50 Euro wird durch die Pfarrcaritas und die Diakonie der Dülmener Kirchengemeinden ausgeglichen. Doch die Nachfrage nach diesem niedrigschwelligen Angebot wächst stetig, sodass unsere finanziellen Mittel zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Aktuell nutzen rund 60 Personen im Monat das vergünstigte Mittagessen – und es werden immer mehr.
Wir erleben täglich, dass die Bedürftigkeit in Dülmen deutlich zunimmt. Deshalb geben wir zurzeit pro Person einen Essensgutschein pro Woche aus. Die Ausgabe findet immer freitags von 16.30 bis 18.30 Uhr am Infopoint im einsA statt. Unser Angebot richtet sich bewusst an eine breite Zielgruppe: Menschen mit kleiner Rente, Bürgergeldempfängerinnen und -empfänger, Familien und vor allem Alleinstehende. Einen Nachweis der Bedürftigkeit fordern wir nicht – denn wir möchten die Hürden für den Zugang so gering wie möglich halten.
Damit wir weiterhin allen Menschen ein warmes Mittagsessen ermöglichen können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Schon mit 8 Euro kann eine Mahlzeit finanziert werden, mit 80 Euro gleich zehn warme Mittagsteller. Jeder Beitrag hilft uns, damit niemand in Dülmen hungrig bleiben muss.
Das Bistro Orange ist für uns nicht nur ein Ort für gutes Essen. Wir schaffen hier Begegnung: durch kostenlose Angebote wie Kartenspieltreffs, Quizveranstaltungen und offene Formate, die dazu einladen, Gemeinschaft zu erleben. Viele Gäste finden hier einen Platz, an dem sie sich willkommen und zugehörig fühlen.
Spenden zur Unterstützung unseres Projekts können an folgendes Konto gerichtet werden:
Pfarrcaritas St. Viktor – IBAN DE43 4015 4530 0038 2265 93
Verwendungszweck: „Warme Mahlzeit“
Wir danken allen, die uns helfen, dieses wichtige Angebot aufrechtzuerhalten.
Traditionell treffen sich die Engagierten der Pfarrcaritas am Fest der Heiligen Elisabeth zur gemeinsamen Elisabethfeier. In diesem Jahr waren rund 30 Ehrenamtliche aus allen Gemeindeteilen mit dabei.
Im Gottesdienst dankte Pfr. Trautmann allen Engagierten herzlich für ihren Einsatz. Er erinnerte an die Heilige Elisabeth, die sich in ihrem kurzen Leben mutig von Gott „herausrufen“ ließ und sich den Ärmsten der Armen zuwandte – selbst den Pestkranken und Aussätzigen in Marburg, obwohl ihr geistlicher Mentor Konrad von Marburg ihr dies untersagen wollte.
Ein großes Vorbild gelebter Nächstenliebe.
Ihr Name – Elisabeth: „Gott schenkt die Fülle“ – zeigt, wie erfüllt sie mit Gottes Kraft ihre zwei so unterschiedlichen Berufungen lebte.
Im Anschluss an den Gottesdienst genossen alle das Zusammensein bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim und erhielten ein kleines Dankeschön für ihr Engagement.
Die Pfarrei St. Viktor trauert um Alfred Lewe, der am 23. Oktober im Alter von 69 Jahren gestorben ist. Unsere Anteilnahme gilt insbesondere seiner Frau und seiner Familie.
Über viele Jahre engagierte sich Alfred Lewe im Kirchenvorstand – zunächst in St. Jakobus und später in der fusionierten Pfarrei St. Viktor. In früheren Jahren war er ein engagiertes Mitglied der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Auch die Zugehörigkeit zum Kirchenchor St. Jakobus bedeutete ihm viel.
Viele von uns konnten die interessierte und zugewandte Art von Alfred Lewe erleben; in vielen Bereichen des Gemeindelebens war er eine geschätzte und vertraute Persönlichkeit.
Das Sechswochenamt für Alfred Lewe begehen wir am Sonntag, 28. Dezember 2025, um 11.00 Uhr in St. Jakobus Karthaus..
Markus Trautmann Karina Breuckmann Ulrike Schulze Stilhoff
Kirchenvorstand Pfarreirat Kirchenchor St. Jakobus
Brigitte Brockmann verstarb am 2. Oktober 2025 im Alter von 71 Jahren. Frau Brockmann war über viele Jahre zunächst im Verena-Kindergarten, dann im Mauritius-Kindergarten in Hausdülmen tätig. Das letzte Jahr, bereits im Ruhestand, war sie im Kindergarten St. Agatha in Rorup beschäftigt.
Frau Brockmann war ein lebensbejahender und positiver Mensch, die mit Ihrer Art sowohl Kolleginnen und Kollegen als auch die ihr anvertrauten Kinder positiv „ansteckte“. Sie gab den Kindern das Gefühl, in der Kindertageseinrichtung geborgen und geliebt zu sein – angenommen, so wie sie kamen.
Brigitte Brockmann war mit großer Leidenschaft Erzieherin und trat meinungsstark für sich und ihren Berufsstand ein. Mit großer Kraft überstand sie Lebenskrisen. Hier suchte und fand sie Rückhalt bei Kollegen, Eltern und nicht zuletzt in der Arbeit mit Kindern.
Mit Brigitte Brockmann verlieren wir eine starke Persönlichkeit, die noch kurz vor Ihrem Tod mit großer Freude durchs Leben ging und die Menschen in ihrem Umfeld daran teilhaben ließ – selbstlos und voller Zuversicht.
Wir danken Frau Brockmann, dass Sie ihr ganzes berufliches Leben in den pädagogischen Dienst der Gemeinde St. Mauritius bzw. der Pfarrei St. Viktor gestellt hat. Ihrer Familie wünscheh wir Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit.
Foto: Dülmener Zeitung
Passend zum Erntedankfest haben Schwester Maura und Schwester Inmaculata aus Peru Kartoffeln nach Dülmen mitgebracht – die auf eigentümliche Weise haltbar gemacht wurden. „In den Höhenlagen der Anden gibt es keine Elektrizität, zugleich ist es so kalt, dass Kartoffeln sehr schnell in der Erde erfrieren“, erläutert Schwester Inmaculata. Daher werden die geernteten Kartoffeln in Textilsäcken tagelang in das kalte Wasser eines Gebirgsbaches getaucht, wodurch Gähr- und Säurestoffe ausgewaschen werden. Dann werden die so behandelten Kartoffeln getrocknet; sie sind schließlich leicht wie Kastanien. Zum Kochen werden sie dann ins heiße Wasser gegeben. „Leider verschwinden auf diese Weise auch die Vitamine“, so Schwester Maura, „aber die Kartoffeln können nicht verfaulen und lange Zeit gelagert werden.“ Im Erntedankgottesdienst am 5. Oktober in St. Viktor in Dülmen konnten große und kleine Gottesdienstbesucher (darunter der Kinderchor St. Viktor) die Kartoffeln in Augenschein nehmen. „Wenn wir uns bewusst machen, mit wieviel Aufwand in anderen Teilen der Welt Lebensmittel erzeugt und verarbeitet werden“, so Pfarrer Markus Trautmann in der Predigt, „dann dürfen wir umso dankbarer sein darüber, dass wir hier mit allem versorgt werden und unsere Kühlschränke meistens gut gefüllt sind.“
Mit einem schwungvollen und mitreißenden Gottesdienst haben wir in diesem Jahr Erntedank gefeiert. Unter dem Motto „Gott sei Dank“ standen nicht nur die Früchte der Erde im Mittelpunkt, sondern auch die vielen guten Momente, die wir im Leben geschenkt bekommen – durch Freundschaft, Familie und gemeinsames Erleben.
Ein echtes Highlight war die musikalische Gestaltung durch den Chor Melody. Mit ihren lebendigen und schwungvollen Liedern begeisterter Melody die Gemeinde und luden zum Mitsingen, Klatschen, Tanzen und Mitfreuen ein. Die Musik trug maßgeblich zur besonderen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen festlichen Tag mitgestaltet haben!
Text und Fotos: Karina Breuckmann
Einen besonderen „Hingucker“ erwartete die Besucher des diesjährigen Dülmener Bürgerfestes am 3. Oktober: Am Verkaufs- und Informationsstand der „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“ erinnerten die Veranstalter daran, dass es seit 50 Jahren eine „Bischof-Kaiser-Straße“ in Dülmen gibt. Im Herbst 1975 wurden im Zuge der kommunalen Neuordnung etliche Straßen in Dülmen und den Ortschaften umbenannt, um künftig in der erweiterten Kommune Doppelungen zu vermeiden. So gab es bis dahin sowohl in Buldern als auch in Dülmen eine „Friedensstraße“. Nachdem die Stadtverwaltung die Bürgerschaft um Namensvorschläge gebeten hatte, erfolgte nach Beratungen im Hauptausschuss am 27. November >>> dann mit Ratsbeschluss vom 4. Dezember 1975 >>> die Umbenennung der Dülmener „Friedensstraße“ in „Bischof-Kaiser-Straße“.
Voll besetzt war am vergangenen Mittwochabend der kleine Saal im einsA anlässlich der Lesung „Alte Liebe“, ein Buch von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, die von dem Ehepaar Margarethe und Norbert Kohlmann vorgetragen wurde. Das einsA hatte in Kooperation mit der KÖB St. Viktor dazu eingeladen. Die Autoren erzählen in brillanten Dialogen und mit feinem Humor von Ehe, Eigenheiten und echter Zuneigung. Das Publikum hatte sichtlich Spaß und sparte nicht mit Applaus.
Text und Foto: Anke Korste
In der Messfeier am 21. September konnten wir in St. Mauritius nicht nur unser Patronatsfest des Heiligen Mauritius feiern, sondern auch vier neue Christen in unsere Gemeinschaft aufnehmen.
Der Überlieferung zu Folge wurde die Kapelle, das älteste erhaltene Gebäude in Hausdülmen, bereits im 13. Jahrhundert nach dem Heiligen Mauritius benannt. Diese frühe
Widmung unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes und die tiefe Verwurzelung der Verehrung des Heiligen in dieser Region.
Mauritius steht auch heute noch für den Mut, die Loyalität und die Bereitschaft, für die eigenen Überzeugungen einzustehen, auch wenn es in der heutigen Zeit oft unbequem ist sich als Christ zu outen.
Der Festtag anlässlich des Patronats wurde aber nicht nur zum Gebet, sondern auch zum Dank an alle, die die Gemeinschaft und den Glauben im Ort an der Kapelle des heiligen Mauritius leben genutzt. Im Anschluss an die Messfeier kamen alle zu einem gemütlichen Ausklang bei einem Kaltgetränk und einer Bratwurst im Pfarrheim zusammen.
Vor 100 Jahren, am 9. August 1925, wurde der Dülmener Alois Baumeister in Paderborn zum Priester geweiht; am 16. August feierte er seine „Primiz“ in der Dülmener Viktorkirche. Auf der Website www.bischof-friedrich-kaiser.de findet sich ein Bericht >>> über dieses Ereignis.
An einer spannenden Fahrradexkursion der FBS Dülmen nahmen am vergangenen Freitag 35 Personen teil. Ziel war die "Alte Kirche Buldern", doch zuvor führte der Weg zu einem Herz-Jesu-Kapellchen in Leuste und zur Anna-Katharina-Emmerick-Skulptur auf der Karthaus. "Die Kirche aus dem 11. Jahrhundert und die Statue aus dem 21. Jahrhundert markieren einen Bogen von 1000 Jahren, in denen gläubige Menschen ihrem christlichen Bekenntnis einen sichtbaren Ausdruck geben wollten", resümierte Pfarrer Markus Trautmann, der einige historische Hinweise gab. In Buldern zeigten sich Teilnehmer vom Sakralbau, dessen ältester Teil durch den Stil der Romanik bestimmt wird, sehr beindruckt. "Die wenigsten von uns, obwohl seit vielen Jahren in Dülmen ansässig, waren bislang an diesem besonderen Ort", betonte Irmgard Neuß, die die Fahrt leitete.
Die Hauskapelle der indischen „Samaritan Sisters“ an der Lüdinghauser Straße hat nun auch einen eigenen Altar: Der bisherige Altartisch in der Außenkapelle von Kloster Maria Hamicolt konnte den Ordensfrauen im Konvent St. Theresia von Lisieux übergeben werden. Geschaffen wurde das sakrale Möbelstück in den 1990er Jahren durch Anton Sietmann (1925-2008), der sowohl Schreiner als auch Hausmeister in Hamicolt war – nachdem der 1968 geschaffene Mauerdurchbruch zwischen Klosterkirche und Außenkapelle geschlossen worden war und somit ein eigenständiger Gottesdienstraum für Gruppenmessen entstand.
Nachdem vor einiger Zeit die historischen Weihwasserbecken der Jakobuskirche in Dülmen-Weddern gestohlen worden waren, wurde nun durch die Abteilung Kunstpflege des Bischöflichen Generalvikariats Münster ein Ersatz beschafft: Christina Hoffmann, Referentin für die Kunstgutdepots im rheinisch-westfälischen Teil des Bistums, konnte ein aus Messing gearbeitetes Exemplar an Sabine Urban, Küsterin an St. Jakobus, überreichen. Ursprünglich befand sich der Kessel mit auffällig geschwungenem Bügel in der Krankenhauskapelle des St. Josef-Krankenhauses in Hamm-Bockum-Hövel, das Ende 2022 geschlossen wurde.
Lange Zeit war er ein wichtiger Bestandteil des religiösen Brauchtums in Dülmen – der eindrucksvolle hölzerne Fronleichnamsaltar der Nachbarschaft Westring in der Innenstadt. Nach längeren Überlegungen konnte nun für die Weiterverwendung eine Lösung gefunden werden. In der Schwesternkapelle der „Samaritan Sisters“ an der Münsterstraße 27 (ehemals Fahrschule Motoschool) wird er künftig für den Gottesdienst zur Verfügung stehen. Geschaffen wurde der sakrale Tisch vor rd. 30 Jahren vom Tischler Norbert Sietmann; der Entwurf stammte von Rudi Kissenkötter. Bei der jährlichen Fronleichnamsprozession stand er lange Zeit vor der früheren Overbergschule unweit des Kinos, später vor der Bärenapotheke. Mittlerweile gibt es den damaligen Verlauf des Prozessionsweges nicht mehr. Zuletzt kam das kunstvolle Möbelstück bei den Firmungsgottesdiensten unter Corona-Bedingungen im Wildpark 2020 oder bei einem Freiluftgottesdienst auf dem Waldfriedhof 2023 zum Einsatz. Am Donnerstagnachmittag bauten die Eheleute Ulrich und Elke Kissenkötter den Altar, der als Dauerleihgabe gedacht ist, an seiner künftigen Stätte auf. „Wir freuen uns, dass der Altar weiterhin in Dülmen seinen Dienst tun wird“, meint Elke Kissenkötter. „Meinen Vater würde das freuen“, ergänzt ihr Mann. Auch Schwester Leena, die Oberin des kleinen Konvents, ist ganz angetan: „Wir bekommen diesen Altar am 3. Juli, also am Festtag des hl. Thomas. Dieser Apostel hat für uns Thomas-Christen aus Indien eine große Bedeutung.“
Ehepaar Davidson erneut zu Besuch in Dülmen
Es waren drei Tage voller bewegender Begegnungen, intensiver Gespräche und lebendiger Erinnerung: Zum zweiten Mal nach 2023 besuchten Kathi und Hans Davidson die Stadt Dülmen – die Heimat von Hans’ Vater Dolf und dessen Geschwister sowie seinen Großeltern Bertha und Isidor Davidson. Die Familie lebte einst in der Lüdinghauser Straße 15, wo heute sechs Stolpersteine an ihr Schicksal erinnern.
Der Besuch stand im Geist gelebter Freundschaft. „Hans hat uns von Anfang an als seine Freunde bezeichnet“, so eine Teilnehmerin des Programms. Der erneute Besuch war ein herzliches Wiedersehen und ein gemeinsames Erinnern.
Begrüßung und Vortrag
Begleitet wurde das Ehepaar Davidson von Vertreterinnen und Vertretern der Hermann-Leeser-Schule, der Kirchengemeinde St. Viktor, der Stadt Dülmen sowie des Heimatvereins. Am Dienstagmorgen wurden sie beim Frühstück in der Hermann-Leeser-Schule von Bürgermeister Carsten Hövekamp willkommen geheißen. Im Anschluss sichtete Hans Davidson gemeinsam mit Stadtarchivar Stefan Sudmann historische Unterlagen aus dem Familienarchiv – Briefe, Fotos und persönliche Dokumente, die über Jahrzehnte hinweg aufbewahrt wurden.
Am Abend erzählte Hans Davidson im einsA in einem eindrucksvollen Vortrag die Geschichten zweier Mädchen aus seiner Familie: Femmy und Vera. In Ich-Perspektive schilderte er Femmys Deportation nach Auschwitz und Veras Jahre im Versteck. Die Erzählweise war ebenso eindringlich wie bewegend. Viele Zuhörende waren tief berührt – bedauerlich war jedoch, dass trotz der Aktualität des Themas nur wenige jüngere Menschen den Weg zur Veranstaltung fanden.
Schülerdialog in Münster
Am Mittwoch ging es nach Münster zur Gedenkstätte Villa ten Hompel. Dort traf die Dülmener Gruppe, zu der auch Schüler und Schülerinnen der Hermann-Leeser-Schule gehörten, auf eine Schülergruppe des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums aus Münster. Im Mittelpunkt stand ein intensiver Austausch über Hans Davidsons Familiengeschichte und seine Erfahrungen als Jude in der Nachkriegszeit. Besonders beeindruckend: Die Offenheit und das aufrichtige Interesse der Schülerinnen und Schüler.
Nach der Führung durch das Gebäude – einst Sitz der Ordnungspolizei im NS-Staat – erinnerte Historiker Stefan Querl an Fritz Bauer, den Initiator des Auschwitz-Prozesses, und dessen mutigen Einsatz für Gerechtigkeit. Ein Zitat Bauers bleibt besonders im Gedächtnis:
„Man muss auch bereit sein, gegen den eigenen Staat zu handeln, wenn Recht und Menschlichkeit es gebieten.“
Am Domplatz begrüßte Pfarrer Markus Trautmann die Gruppe. Er erläuterte anhand zweier Kunstwerke das Wirken von Kardinal Clemens August Graf von Galen, der wegen seines mutigen Widerstands gegen das NS-Regime als „Löwe von Münster“ bekannt wurde. Das Standbild von 1978 zeigt ihn in aufrechter Haltung mit segnender Geste. Die Kreuzigungsgruppe von 2004 verknüpft christliches Leidensmotiv mit historischen Figuren, darunter von Galen als Evangelist Johannes und Jan van Leyden als Symbol für religiösen Fanatismus. Pfarrer Trautmann zitierte den Philosophen Karl Popper:
„Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle.“
Ein eindrücklicher Hinweis darauf, wie gefährlich ideologischer Absolutismus werden kann – gestern wie heute.
Nach dem Besuch am Domplatz führte der Weg weiter zur Synagoge Münster. Nach einer kurzen Führung durch den Gebetsraum wurde die Gruppe im Shalom-Saal herzlich mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde empfangen. Dort berichteten Gemeindemitglieder über die Entwicklung und den Wandel der jüdischen Gemeinde in Münster.
Ein besonders eindrücklicher Moment ergab sich für die Schülerinnen und Schüler schon beim Eintreffen: Zwei Polizeifahrzeuge vor dem Eingang machten sichtbar, unter welchen Sicherheitsvorkehrungen jüdisches Leben heute stattfinden muss. Für viele wurde hier deutlich, dass Antisemitismus nicht nur ein Thema der Vergangenheit ist – sondern Teil einer bedrückenden Gegenwart. Der Besuch vermittelte dadurch nicht nur historische Erkenntnisse, sondern auch ein tiefes Bewusstsein für aktuelle Herausforderungen jüdischen Lebens in Deutschland.
Lernort Visbeck und persönliche Spuren
Am Donnerstag ging es wieder mit Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs zum Lernstandort Visbeck. Joachim Holländer führte zweisprachig und mit großer Leidenschaft durch das Gelände des ehemaligen Munitionsdepots, das heute als außerschulischer Lernort dient. Besonders anschaulich erklärte er anhand eines selbst gebauten Modells die Struktur und Funktion des Geländes – ein Lernort, der nicht nur Geschichte vermittelt, sondern auch deutsch-amerikanische Verbindungen erfahrbar macht.
Der letzte Programmpunkt war ein Spaziergang rund um die Viktorkirche und zu den Stolpersteinen der Familien Salomon (Josef Salomon war der Bruder von Berta Davidson) und Davidson, wo Hans weiße Rosen ablegte.
Mit Hilfe alter Familienfotos wurden die Standorte der abgebildeten Personen sowie des Fotografen rekonstruiert. Sichtlich bewegt sagte er zu diesem Rundgang:
„Everything I've experienced these days has been very, very good. But what you've shown me now has been grateful. I'm very touched. Thank you.“
Eine große Schar von Gläubigen beteiligte sich an der Fronleichnamsprozession der Pfarrei St. Viktor, die in diesem Jahr in Dülmen-Weddern abgehalten wurde. Der Freiluftgottesdienst auf dem Gelände des Anna-Katharinen-Stifts stand unter dem Leitgedanken „Pilger der Hoffnung“ und wurde von einem Projektchor stimmungsvoll umrahmt. In der Predigt betrachtete Pfarrer Josef Wichmann die Klage der Jünger im Lukasevangelium angesichts der hungernden Menschenmenge: „Was ist das für so viele?“, so fragten auch heute viele Menschen mit Blick auf geringer werdende Ressourcen. Wichmann betonte, nach 50 Jahren als Priester könne er versichern, dass man immer wieder beschenkt und bereichert werde, oft ganz überraschend. Als ein solch unverhofftes Geschenk empfanden viele Gottesdienstbesucher die anschließende Prozession durch die sommerliche Natur zur Jakobuskirche. Fahnenabordnungen, Messdiener und Kommunionkinder boten ein buntes Bild. Auf der Wiese vor der Kirche endete das Fest mit einem Beisammensein und Imbiss.
Insgesamt 24 Angehörige des „Samaritan Sisters“ kamen am 17. Juni in Dülmen zu einem Einkehrtag zusammen. Die überwiegend im deutschsprachigen Raum wirkenden Pflegekräfte verbrachten zusammen mit ihrer aus Indien angereisten Generaloberin einen Tag im „einsA“. Zu Beginn feierten sie in St. Viktor die Eucharistie. Ausgehend vom Tagesevangelium, in dem Jesus die Feindeslieben anmahnt, formulierte Pastor Weishaupt: Das frühere „Wie du mir, so ich dir!“ würde von Jesus umgewandelt in: „Wie Gott mir, so ich dir!“ Das Heilshandeln Gottes stehe jedem Menschen offen; das heilende Wirken im Sinne Jesu bzw. im Geist des Barmherzigen Samariters würden gerade die Ordensfrauen verkörpern und in die heutige Welt tragen.
Foto: Ursula Benneker-Altebockwinkel
Gut besucht war die Dülmener Viktorkirche am vergangenen Sonntag, als im Rahmen des Gemeindegottesdienstes die indischen „Samaritan Sisters“ offiziell in der Pfarrei willkommen geheißen wurden. Seit Anfang April sind die examinierten Pflegekräfte im Dülmener Krankenhaus im Einsatz. Inzwischen haben sie auch ihre Wohnungen an den Münsterstraße (Konvent St. Marien) und an der Lüdinghauser Straße (Konvent St. Theresia) bezogen und dort ihre Hauskapellen eingerichtet. In seiner Predigt ging Pastor Heio Weishaupt auf das Motiv des „Coesfelder Kreuzes“ ein, von dem zwei historische und restaurierte Exemplare den Schwestern für ihre Kapellen überreicht wurden. An verschiedenen Stellen im Verlauf der Liturgie brachten die Schwestern Gesänge in ihrer Muttersprache zu Gehör. Am Ende sprachen Karina Breuckmann vom Pfarreirat St. Viktor und Dr. Jan Deitmer von den Christophorus-Kliniken Grußworte, in denen sie ihre guten Wünsche zum Ausdruck brachten. Dem feierlichen Gottesdienst schloss sich eine Begegnung mit leichtem Imbiss auf dem Kirchplatz an.
Der Förderverein Carvelí ist ab sofort auch auf Facebook unter "Förderverein Caraveli/Peru" zu finden! Dort wird regelmäßig über die Arbeit der Seelsorgeschwestern informiert, die in entlegenen und schwer zugänglichen Regionen der Prälatur Caraveli in Peru und darüber hinaus tätig sind – Gegenden, die oft als pastorales Niemandsland und soziales Notstandsgebiet gelten.
Die Schwestern leisten dort unermüdlich seelsorgliche, soziale und medizinische Hilfe für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Ziel unseres Fördervereins ist es, dieses wertvolle Wirken sichtbarer zu machen und tatkräftig zu unterstützen.
Auch Beiträge über Bischof Friedrich Kaiser werden Sie auf dieser Seite finden.
Schauen Sie vorbei, informieren Sie sich – und folgen Sie dem Förderverein!
Rechtzeitig zur Amtseinführung von Papst Leo XIV. hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) unter dem Titel „Leo XIV.: Missionar, Bischof, Papst“ ein Porträt des neuen Pontifex Maximus erstellt.
Diese Reportage >>> im Umfang von 26 Minuten wird für einige Monate in der ZDF-Mediathek stehen. Besonders erfreulich: Zwischen den Sendeminuten 10:50 und 11:15 werden explizit die „Schwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland“ gewürdigt. Weitere Fotos der peruanischen „Misioneras“ sind bereits zwischen den Sendeminuten 7:55 bis 8:03 zu sehen. Der „Förderverein Caraveli e.V.“ freut sich, Informationen und Bildmaterial zur Verfügung stellen zu können.